Orientalische Literatur
SS
tic i-neni-che;" (d. 15. Dd. 1825); die viel jüngere zu Bombay „'sran»ctic>ud"(3 Bde., 1823). Dielzwei übriger» Gesellschaften sind die 1822 unter dem Bor.sitze Silvestre de Sacy's zu Paris , und die 1823 unter dem Vorsitze Colebrooke'szu London gestiftete 11»^. -Vsüitic 8cxüxiv von Großbrit. und Irland , an welch»sich die 1828 errichtete OiieiituI l'rsnsl.ilioii (lominiitee zu London anschloß. Diepariser gibt das ,,.I»ur„»I ».-iniigue" heraus; die lontner macht Bände von Ab-handlungen bekannt. In dem londner „4sü,tio journ.-U" sind die literar. Aufsätzegewöhnlich von geringerer Bedeutung; die vor einigen Zähren zu London begonne-nen und nicht zweckmäßig eingerichteten ol oiieui.il liilernture" hörten
mit dem 3. Bde. auf. Ähnliche Zeitschriften erscheinen in Calcutta und Malakka .Deutschland besitzt die besonders durch Hamuier'ü Thätigkeit zu Wien geleiteten„Fundgruben des Orients". Lehranstalten für den Unterricht in den orientalischenSprachen bestehen zu Fort William in Ostindien, zu Hayleybury in England, fürdie künftigen Beamten in Indien, zu PanS, zu Wien , zu Petersburg. Die mei-sten Schatze der oriental. Literatur enthalten die Bibliotheken zu Paris, London ,Opford, Escurial, Rom, Goiha, Wien, Berlin, Kopenhagen , Upsala, Peters-burg, Konstantinopel. Auch Dresden und Hamburg besitzen nicht unbedeutendeSammlungen; doch übertrifft Goiha hierin alle andre Städte Deutschlands ; diedortigen Handschriften sind imAustrage der beiden vorletzten Herzoge durch Seetzen (s. d.) in Aleppo, Damask, Jerusalem und Kahira gekauft worden. Petersburg besitzt zugleich die reichste Sammlung orientalischer, nämlich moslemischer Mün-zen, deren Aufseher, Frähn , der gründlichste Kenner der moslemischen Numisma-tik ist. Wir wollen von jeder Sprache einige der wichtigsten neuerdings in ihr ge-lieferten Werke anführen.
Zm Sanskrit, der alten gelehrten SpracheZndiens, ward der größteFort-schritt gemacht durch Wilson's „llielinu.n^ s-iurcrit .i»,I eu-stisl," (Calcutta1819); denn vorher gab es noch gar kein Wörterbuch. Die beste Grammatik istnoch die von Wilkins (London 1808). Eine neuere von Pakes (Calcutta 1820)ist nicht gründlich, hat aber nützliche Zugaben überProsodie und die grammalischeTerminologie. InDeutschland lieferte den ersten Versuch Frank in s. „tlnuuiu.i-tili» «an.ckerit-," (Mürzburg 1823); ein „Ausführl. Lehrgebäude der Sanskrit-sprache" schrieb Bopp zu Berlin 1825 (1. 2. Heft, 4., und „t^ramrulii eilt.linktuso HUIISLI ilae", Berlin 1829, 4.); eine „Chrestomathie" Frank (München1820 — 21). Unter den herausgeg. indischen Autoren sind zu bemerken: die ro-mantische Episode „Nala" aus dem „Mahabharata ", sanskrit und lat. von Bopp(London 1819), deutsch von Kosegarten (Zena 1820); „Ardschuna'S Reise zuIndra'ü Himmel rc.", gleichfalls eine Episode des „Mahabharata ", sanskrit unddeutsch von Bopp (Berlin 1824,4.); und dess.VfS. „Dilrnium e»,u lriburaliisHInIiL-kbiirat episoelis", im Urtezt und deutsch (Berlin 1829, 4.), sowie ein„6ln<<5!iriun> 5!,,i!icriti>,i>" (Berlin 1829, 4.); „Bhagavadgita ", eine Philosoph.Episode des „Mahabharata", sanskrit und latein. von Schlegel (Bonn 1823).Das Gedicht „Ramüjana" mit lat. Übers. in 8Bdn., ohne die Anmcrk., gab A.W.v. Schlegel heraus. Das idyll. Gedicht „61>.»t!> ll.ir>>!>ian>" („Das zerbrocheneGesäß') übers. Chezy ins Franz., und sein Schüler Drusch gab es im Sanskritmit einem Commentar, auch ins Deutsche und ins Lat. übers. (Berlin 1828) her-aus. Zn Indien erschienen das schöne Gedicht „Meghaduta ", d. i. der Wolken-bore, von Kalidasa , mitengl. Übers. von Wilson (Calcutta 1813); die beiden epi-schen Gedichte „Kiratardschunija" (Calcutta 1814), „Sisubalabadka" (Calcutta1815) und das indische Drama „Mritschakati", herausgeg. von Wilson (Calcutta182', 3 Bde.; französ. von Langlois, Paris 1828, 2 Bde.); ferner „Daja-krama Eangraha", eine Abhandl. über das indische Erbrecht (Calcue-a 1818).Eine neue AuSg. des Gesetzbuches des Menü gab Haughton, Pros. zu Hayleybury