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Achter Band. O bis Q.
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Arkadische Inseln

beflndlichen Punkt mit ihrem Geschoß erreichen könne. Diese sandte den unglück-lichen Pfeil ab, der das Haupt ihres Geliebten traf. Erst als die Wellen denLeichnam ans Ufer warfen, erkannte sie ihren Irrthum. Der geiödtcte Heroswurde sammt seinem Hunde als ein Gestirn an den Himmel versetzt, welches vonallen der südlichen Halbkugel das glänzendste ist und noch jetzt diesen Namen führt.(S. Sternbilder.)

Arkadische Inseln (Brknevs), der südliche Theil der Shetland -Ork-nensehen Herrschaft, die jetzt die schottische Familie Dundas mit der Erbrichterwür-de besitzt. Von den 61 Orkneys (zusammen 28 ^ssM., mit 23,600 E.) sind 29 be-wohnt; die übrigen (Holme genannt) werden zu Weideplätzen, zur Jagd und Fi-scherei benutzt. Aufden bei hohem Wasser überfluteten Sternes (Schweren) berei-tet man aus den Meerpflanzen Soda (Kelp). Eine Meeresströmung , 5 Meilenbreit, trennt diese Inseln von der Nordspitze Schottlands . Die östl. und nördl.Seite ist allgemein aufden Brkneys niedriger, höher dagegen die westliche und süd-liche. Im Winter haben diese Inseln starken Nordsehei», viele Llürme, heftigeGewitter und stets Nebel; dagegen hält sich Frost und Wchnee nie lange. Auf derHöbe pflegt der Boden morastig und im Thale Torfmoor ni sein. Dean gräbt Eich-stämme aus dem Moor; jetzt aber haben die OrknevS nur in geschützten GärtenBäume, übrigens Weiden, Wachholder, Birken, Hasel und Gebüsch, das Beerenträgt. Der Strand liefert Bernstein, angeschwemmtes Holz und Moluckabohuen,besonders von der öli>>>»ln> Zinnie»-,. die aus Westii,dien bierher geschwemmt und)u kleiner Drechslerarbeit benutzt werden. Im Juni und Juli wird es um Mitter-nacht nie dunkel. Reich sind diese Inseln an «ee- lind Landvögeln, auch nisten inden Felsen Raubvogel, besonders starke Adler, die selbst L.muner wegführen. Dervormals starke Zug der Heringe durch dieses Inselmeer hat jetzt eine andre Richtunggenommen. Wichtig ist der Robbeufa,ig. Die Vogeljagd liefert zm'Ausfubr ^Schne-pfen, Rebhühner und Kibitze; auch führt man aus: Wolle von 60,000 :um Theilrdeln Schafen, 6—1000 Tonnen Kelp, lebendiges Vieh, Butter, Talg, Häute,Federn, Dunen, Eier, Thran und Hummern, die nach London gehen, gedörrte odergesalzene Fische. Es gibt Eisen, Silber, Zinn und Bleistufen, aber »och keinenBergbau. Man ärntet Roggen, Wintergerste und -Lchwarzhafer, aber bei derschlechten Pflügart nicht reichlich. Nachtfröste im Juni und die oft späten Armennach Michaelis machen den Ertrag ungewiß. Das Vieh weidet frei. Der Eigen-thümer zeichnet dasselbe, läßt es aber nicht hüten. Aus den Zeiten des Faustrechtshaben sich die vielen Wartthürme aufden Felsen an derKüste, und aus älterer Zeitdie Denkmäler deSHeidenlhumS von rohen Steinen, von verfallenem Steinzcmäuerund von Grabmälern, ja von langen Steinstraßen, die durch See und Moräste lau-fen, erhalten. Norweger und Picken haben kiese Inseln bevölkert. Die Erster»brachten auch den OrkneyS , durch ihren Prinzen Blaus, den Christenglauben. Im12. Jahrh, war die Bevölkerung weit stärker. Die Brkneyü konnten 1000 Streuernach fremden Küsten schicken. Norwegen trat seine Ansprüche auf diese Inseln anSchottland ab, als Jakob VI. von Schottland steh 1590 mit der dänischen Prin-zessin Anna vermählte. — Auf der Hauptinsel Pomona oder Mainland liegt derHauptfl. Kirkwall , Sitz des Bischofs, mit 2500E. Die ärmere Classe derOrknevbewohner ist bei dem schlechten Zustande der Schulen in Unwissenheit,Schmutz und Elend versunken. Der reiche Grundherr befördert fast nur die Lnmcn-manufactur. Schwer drückt selbst die vornehmste Classe das Benutzungosvstem derFamilie Dundas. Viel Landeigcmhum gibt, des Ertrags als ewigen Erbpacht,nach dem alten norwegischen Adelsrecht, dessen Güter unvertheilbar sind. DieEink. der Herrschaft sind 8000 Pf St., außer den schweren Abgaben vorn Kelp-brennen, die ihre Verwalter nach Willkür b-stimmen. Die Insulaner schicken ge-meinschaftlich mit den Shetland-Inseln (s. d.) eine Deputation inS britische