118
'Orsmi (Familie) Ensiod
OrsinI, eins der berühmteste» Fürstenhäuser Italiens , welche-vornials inUngarn bedeutende Güter besaß. Im 11. Jahrh, glänzte es unter dem römischen2ldel, und wiewol das mächtige <s-eschlecht Colonna ihm entgegensn ebte, so be-hauplete es doch sein Ansehen unter dem Schutze einiger Papste, die aus dem-selben stammten. Als Stammvater wird Ioh. Cajetan genannt, dessen Nach-komme, Matthäus Rubens, 3 Sohne harte, welche 3 Linien gestiftet kaben,von denen die letzte, L)rsi»i-G,avma, noch vorhanden ist, welche von NapoleonDrsini, dem jüngsten Sohne des Matthäus, herstammt. Franz D., von demgedachten Napoleon abstammend, wurde 1111 zum ersten Grafen v. Grewma,einer Stadt m der neapoluon. Landschaft Bari , ernannt. Sein Sohn, Jakob,erlangte den herzogl. Titel. Der elfte Herzog »ach ihm, Peter Franz, Hat 1881das Heizogthum Gravina an seinen Bruder DominicuS ab und wurde 1121zum Papste erwählt. Er regierte u. d. N. Bcnedict XIII. bis 1130 , da abermalsein Drst»! (Clemens Xl l.) die dreifache Krone erhielt. Dieser erhob den Bruders-söhn Benediers XUl., Fürsten B'-roald 1)., zum Fürsten des päpstl. Stuhls,nachdem Kaiser Karl VI. ihm bereits 1121 die deutsche Reichsfm sicnwürde er-theilt hatte. Der Wohnsitz der Familie ist Meistenthen's in Neapel . Bon hierstammt das surfst, reich-gräst. Haus Rosenberg in Deutschland her, welches sichdaher auch Orsnii v. Rosenb.rg schreibt. Das Geschlecht gab Italien mehre aus-gezeichnete Männer, unter welchen NicolaS 0. und sein Vetter Lorenzo T>. sichin dem Kriege Venedigs gegen die Ligue von Cambrav berühmt machten. Jenererwarb sich Ruhm durch die Eroberung und Vertheidigung von Padua (1500)gegen Kaiser Maximilian 1. ; dieser war der Erste, der ital. Fußvolk bildete, dasden furchtbaren Heerhaufen der Schweizer und Spanier Widerstand zu leistenvermochte. »>>.
Örstcd (Johann Christian), Pros. der Phvsik an der Universität zu Kopen-hagen , Secretair der'Akad. der Wissensch. das., Ehrenmitglied der Asiat. Gesellsch.in Caleutta, Ritter vom Danebrog, seit 1823 wirkl. Etalsrarh, erwarb sich vieleVerdienste um die Aufstellung chemischer Gesetze (s. d. Schrift: ..Ansicht der chemi-schen Naturgesetze, durch die neuern Entdeckungen gewonnen", Beil. 1812) undum die deutsche chemische Kunstsprache (s. d. Programm: „ l en M,n> ,, nv>ne,,cla-turae <Neni> 0 i>e nxinihn- lin^ust 8e.in >nu,viei>-^<'rn>au>>'i.>,>->>,,nniini5", 1815).Am 21. Juli 1820 wollte er die Einwirkung der elektrischen Säule auf die Ma-gnetnadel untersuchen, da fand er. daß der elektrische esttrom , der die Säule oderKette, sobald sie geschlossen ist, durchströmt, im Stande sei, die Magnetnadelvon ihrer natürlichen Stellung abzulenken, sobald derselbe mir ihr einerlei Rich-tung hat. Er brachte zu dem Ende denjenigen Leiter, welcher die beiden Poleder elektrische» Vorrichtung verbindet, in die Richtung des magnetischen Meri-dians. Stellte er eine Boussole darunter und fand, daß die Nadel nach Dstcndadurch abgelenkt werde, so sah er, wenn die Boussole über dem Leiter stand,eine westliche Ablenkung der Nadel. Gab er dem Leiter eine verticale Richtungneben einer Seite der Nadel, so bemerkte er gar keine Einwirkung. Zur Erklä-rung dieser Erscheinung kann man annehmen: 1) der Strom i» dem Leiter, wel-cher die elektrische Säule schließt, ist selbst Magnet, hat aber seine Pole nicht »achder Längendimenslon, sondern nach der S.uere, ist also Transversalmagnet, wäh-rend 2) der gewöhnliche Stahlmagnet ein Longitudinakmagiiet ist: 3) bringt manbeide zusammen, so müssen Anziehungen und Äbstoßungen so geschehen, daß dieeine Seite des elektrischen Stroms freundlich gegen die eine Spitze der Nadel, dieentgkgengesehte Seite dagegen feindlich gegen sie wirkt, und umgekehrt. (Vgl.Magnetismus im GalvaniSmuS.) 1822 machte D- eine wissenschaft-liche Reise nach Berlin, München. Paris, London und Edinburg : 1821 grün-dete er eine Gesellschaft zur Verbreitung der Nalurlehre l» Danemark. — Die