Band 
Achter Band. O bis Q.
Seite
122
JPEG-Download
 

122

Orville

Ortsbestimmung

ren in die Umgegend Würzburg's . DieVerkrüppelungen, welche in diesem Institutebehandelt werden, sind: 1) der schiefe Hals, (Aput ubstipum; 2) Seitenver-krümmung des Rückgraths, 8c«lin?is; 3) Rückwärtükrümmung des Rückgraths,K,vs>!>n>ni; 4) VorwärtSkrümmung des Rückgraths, l.orstu.?,?; 5) Abweichungder Rippen -, und -Schlüsselbeine von ihrer vormaligen Lage und Verbindung; 6)Verunstaltungen, welche durch normwidrige Verkürzung der Muskeln um dieHüfte verursacht werden; 1) Deformität aus Schwäche des Rückgraths; 8) norm-widrige Verziehungen des Oberarmes in den Gelenken ; 9) Klumphand und Fehlerin der Extensiv» und Flexion der Hand; 10) Krümmung des Oberarms oder Vor-derarms; 11) Anziehung der Oberschenkels gegen den Rumpf; 12) 'Anziehung deseinen Oberschenkels an den andern; 13) fehlerhafte Rotation des Schenkels, so-daß die Fußspitze widernatürlich ein- oder auswärts steht; 14) Anziehung des Un-terschenkels an den Oberschenkel; 15) widernatürlich gebogene, einander zu sehrgenäherte oder zu sehr von einander entfernte Kniee; 16) einwärts gehende Klump-füße, V-iri; 17) auswärts gehende Klumpfüße, VH^i; 18) Plattfüße; 19)Pferdefüße; 20) Krümmungen des Schenkel-, Schien- und Wadenbeins; 21)Mißgestalmngen der Gelenke der untern Gliedmaßen aus Schwäche. '.Auch Tom-plicationen mehrer dieser Übel werben, wie die einfachen, in die Behandlung ge-nommen, Vgl. die „Nachricht vorn gegenwärtigen Stande des orthopäd. Insti-tuts in Wurzburg , von I. G. Heine, dessen Vorstands (Würzb. 1821, 19 S.,4.) und desselben VerfS. „Geschichtliche Darstellung der Begründung des orthopäd.KaroliiieninstitutS, nebst scientistschen Ansichten über Verkrüppelungen des mensch-lichen Körpers :c." deutsch und franz. (,,lzfgll-ii„-ut iulerieur sto s I»?tituk oi tlio-gx-ilirsue, stil türuliu". Würzb. 1826). 1829 hat Heine, mit Unterstützungdes Königs der Niederlande , eine mit seinem Hauptinsiitute verbundene Filialan-stalt bei dem Seebade Scheveningen unweit Haag gegründet, weil er dieses Badals wirksam bei der Heilung orthopäd. Gebrechen erkannte. — Ähnliche orthopäd.Anstalten sind in neuern Zeiten zu Paris 4, in und bei Lyon 2, zu Marley beiLignn, Kopenhagen, Lenden, zu Turin (von Dorella), in der Schweiz (vond'Ivernois), zu Hamburg, Berlin, Jena und Dresden entstanden. (Vgl.RückgrathSverkrüm in u n g e n.) 16.

Ortsbestimmung, Bestimmung der geograph. Länge und Breite(s. d) eines Orts.

t> > t i, ? o o ? m i o u r (Aufgang der Gestirne nach dem Sinne der altenDichter). Da der Teilender der'Alten keine Genauigkeit gewährte, indem die darinangenommene Dauer des Jahres mit der wirklichen nicht übereinstimmte, so fingmai, schon im höchsten Alterthume an auf andre Kennzeichen der Zeitdauer zudenken, man verglich den '.Aufgang der Gestirne mit dem Auf- oder Untergänge derSonne und knüpfte daran gewisse Bestimmungen. Die Vorschrift z. B., einegewisse Feldarbeit am ersten Jahrestage vorzunehmen, gewährte keine Genauig-keit, da jener Tag aus den angeführten Gründen allmälig in andre Jahres-zeiten rückte. Dagegen war die Anweisung, sie an dem Tage zu verrichten, anwelchem der Sirius mit Sonnenuntergang aufgeht, ausreichend, was immer zuderselben Jahreszeit geschieht. Es kommen daher bei den alten Dichtern undSchriftstellern, besonders denen vom Ackerbau, Ausdrücke vor, die sich auf jeneBezeichnungsart der Tage beziehe». So heißt z. B. Ortu? eu?>n>o»? der Aufgangeines Sternes mit Aufgang der sonne; O, tu? aoronvctu.? der Aufgang mit Un-tergang der Sonne. B. Lalande'S „.Vbrstxch <I ->.?iru,»,u>ie". 1>. dl.

Orville (IacguesPbilipped'), Philolog, geb. an>28. Juli 1696zu Am-sterdam, wohin sich seine Familie aus Frankreich begeben hatte. Nach Vollendung s.Studien zu Leydcn, wo Grouov und Burmann seine Lehrer waren, bereiste er mehre