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wissenschaftlichen Darstellung Eintrag thaten. Er gerieth oft, zumal in seinenspätern Jahren, fast mit allen gleichzeitigen Bearbeitern seiner Wissenschaft inliterarische Streitigkeiten, wozu ihn theils seine reizbare Stimmung verleitete,theils aber auch die Angriffe der Gegner herausfodenen. Er starb am 2b. März1822. Bei Gelegenheit einer Reise nach Salzburg batte er die fäulnißwidrigeKraft der Holzkohle in den dort auSgegrabenen römischen Denkmalen beobachtetund nach seiner Rückkehr mehre bestätigende Versuche darüber angestellt, die ihnauch zu der Anordnung veranlaßten, seinen Sarg mit Kohlenpulver zu füllen.Vgl. ,chle,noria k. 8. O-b-nulii in uviuie^u nou. reg. saienl. <'<>>»,nun,lain,i,>i<-rp,>-i<> ck. ck. Lluineub-icll" in den Commentat. der Gesellschaft, Bd. b,Gott . 1823.
Osiris, einer von den Hauptgöttern Ägyptens , Symbol der Sonne, desSonnenjahrs, des Nils und der befruchtenden Kraft der Natur, der Dionysos derGriechen. Nach Einigen ward er, nebst 4 andern Geschwistern, unter denenvorzüglich Isis merkwürdig ist, von Kronos (Saturn) und Rbea, und zwar un-gesetzlich erzeugt, vermählte sich mir Isis (s. d.), zeugte mit ihr den Horus undbeherrschte mit ihr gemeinschaftlich Ägypten . Beide werden als Beförderer derLandescultur gepriesen, und zwar wird ihnen zug-schrieben: Abschaffung der Men-schenfresserei, Erfindung des Pfluges, der Ackerbaues überhaupt, Bereitung derNahrungsmittel aus dem Panzenreiche, Obstzucht, vornehmlich Weinbau, Grün-dung von Städten, Einführung der Gesetze, besonders des Eigenkhumsrccht«,ferner, in Verbindung mit Theilt, Ausbildung der Rede, der Schrift undMusik, Kenntniß der Gestirne, des Sternlaufs und des daraus hervorgehendenGesetzes der Zeit, endlich Anstand im Gebrauche des Körpers. Nicht zufrieden,bloß Ägypten zu beglücken, brachte O. ein Heer zusammen, um auch außer-halb der Grenzen dieses Landes seine Wohlthaten zu verbreiten. Er erreichte seinenZweck ohne Waffen, bloß durch Überredung. O. wird im stämmigen Gewände,mit Ochsenhörnern oder mit einem Habichtskopfe, auch mit der Erdkugel, bis-weilen auch als Bild der Sonne, auf einem Wagen sitzend, abgebildet.
OsmanischesReich (türkisches Reich, die otkomaniftbe oder die hohePforte). Die schönsten Länder der alten Welt, Thrazien und Griechenland, Klein-asien, Kolchis, Armenien, Mesopotamien, Syrien und Ägrpten, nebst denInseln des Archipelagus und dein gewürzreichen Arabien, deren KüstenhandelÄsten und Afrika mit Europa, den Orient mit dem Occident verbindet, beben sehtein vor Sltt) Jahren aus Tataren, Räubern, Sklaven und geraubten Ehi istenkindernentstandenes Mischlingsvolk, die Türken oder Osmancn. Sie sind die einzigenBarbaren, welche gebildete Nationen unterjocht haben, ohne sich mit ihnen zuvermische», ohne Sprache, Glauben, Wissenschaft, Kunst und Sitte von ihnenanzunehmen. Dieses Volk, das durch Raub entstand und durch Eroberungemporwuchs, ist ein roher Fremdling geblieben in Europa und durfte, 4 Jahrh,lang, den classischen Boden von Athen, Sparta , Korinih und Theben, aufwelchem vor drikthalbtausend Jahren die Selbständigkeit unsers Weltkheils, dieFreiheit des gesetzlichen BürgerlhumS und die edelste Bildung des geistigen Le-bens erblühte, durch asiatischen Despotismus entweihen! In der ganze» be-kannten ^-elk hat der Europäer das Gesetz seiner Bildung und Macht gegründet;nur in d.r heiligen Heimalh seines Glaubens und seiner Freiheit, seines Geistesund seines Ruhmes, am Jordan und amIlvssuS, in Palästina und Griechenland ,duldet er die Schmach der Unterdrückung! Der Enkel des Leomdas, Themistoklesund EpaminondaS beugt seinen Nacken unter das Joch eines Scvthen! Wie esgekommen , daß eine Räuberhorde aus den Steppen HochasienS ihr Standlager indem Daie, lande des Homer, des Solon und desPeriklcs genommen hat, und n iesich diese Zwingburg, von Asien in Europa aufgerichtet und durch Brudermorde be-