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Osmanisches Reich (Gesch. bis 1300)
festigt, noch jetzt zu dem Staatengebäude europäischer Gesetzgebung verhält, kannhier nur nur Wenigem angedeutet werten. Erst seit der Mitte des 6. Jahrh, kenntdie Geschichte den Namen der Türken. Dieser scythisch.tatarische Bolksstamm hattesieh damals an den Ufern des Jt tisch, am Fuße des alkäischen Gebirgs, in HochasiensSteppcnwildniß gelagert, an den Grenzen von Ehina und Persien , wo jetztKirgisen, Bucharen, Usbeken und Turkmanen seßhaft sind. Er führte Kriegemit den Saffaniden und Byzantinern, bald mit diesen, bald mit jenen im Bunde.Endlich wurde um die Mitte d. 8. Jahrh, das östliche Gebiet der Türken von China abhängig, und ihr westliches von Persien , das die Araber unterjocht hatten. Sienahmen jetzt den Islam an, und bald darauf errichtete aus ihnen der Khakis vonBagdad seine Leibwache. Nach und nach gab diese türkische Sklavenmiliz denArabern die Heerführer und den Khalisen die Emir alOmrahs (erste Minister, wiedie Majores DomuS der Franken), endlich mehre Herrscherdynastien. So regier-ten in Palästina, Syrien und Ägypten im 9. und 10. Jahrh, die türkischen Ge-schlechter der Tuluniden und Akschididen; so in Persien und Indien , vom Ended. 10. bis zum Ende d. 12. Jahrk., dos der Gasneviden. Gleichzeitig machtesich ein türkischer Stamm >» Turkhcstan, der alte» Hei,nach der seythischen Massa-geten, jetzt der Tataren, ani Japaite» (?ir) und Opus (Amu-Darja ), zwischendem Aralsee und dein kaspischen Meere, die Seldschucken (nach ihrem Heerführerso genannt), von China frei, und unterwarf sich im 11. Jahrh, ganz Borderasien,wo die Helden Togrul Beg , der Enkel Seldschuck'g, Alp, ArSlan und MalekSchah ein großes Reich gründeten, mit welchem die Kreuzfahrer um den Besitzvon Palästina kämpften. Als dasselbe um 1100 in 3 Theile, Persien, Syrien ,Medien, Chorasan und das Land jenseits des Opus, zerfallen war, erhoben sichim 12. und 13. Jahrh, die Mongolen, eine von den Tataren, zu welchen dieTürken gehörten, in Sprache und Litte ganz verschiedene Nation. Jni Bunde mitandern Horden vernichteten sie die Macht der Seldschucken in Kleinasien , und esentstanden mehre kleinere mongolische Völkerschaften. Aber bald drangen die vonden Mongolen verjagten Stammhäupter (Emir ) der Seldschucken und Turkmanenaus den Bergthälern des TauruS wieder hervor und theilten unter sich Kleinasien .Einer dieser Emir » war Osman (d. i. Deinbrecher), von deni Stamme der oguzi-schen Turkmanen. Er überwältigte, um 1239, mit seiner tatarisch-kaukasischenHorde von einigen hundert Familien die Engpässe des Olympus, wo noch jetztgegen 800 turkomanische Familien herumziehen, und schlug in den Ebenen Bilhy-niens, unter dem Schutze des seldschuckischen Sultans von Jconiüm, sein Heer-lager auf. Durch Räuber, entlaufcne Eklaven und Gefangene verstärkt, ver-heerte er weit umher das Land und nahm den Oströmern einige Provinzen in Klein-asien weg. Nach dem Tode seines Schutzherrn, 1300 (700 der Hegira), nannteer sich Sultan . Er starb 1326. So gründete ein kühner und glücklicher Räu-berhauptmann auf den Trümmern der Macht der Araber, Seldschucken und Mon-golen, von der politischen Ohnmacht der eitel-hoffärtigen, i» sich selbst verzwirsteten Byzantiner nicht gehindert, den Staat der oSmanischen Türken oder derOttomanen in Asien , und nach ihm erhoben der Muth und die staatSkluge Thä-tigkeit 8 großer Fürsten, die durch die Khalifenwürde im Besitz der Fahne des Pro-pheten, und von kriegerischem Ruhme wie vom Fanatismus des Islam begei-stert waren, den asiatischen Räuberstaat von 1300— 1566 zur ersten Waffen-macht in Europa . Zuerst Orkan, Osman's Sohn. Er nahm seinen Sitz indem 1328 von ihm kurz vor seines Vaters Tode eroberten Brussa (s. Bursa ),der Hauptstadt BithynicnS, und errichtete zum Theil aus Christensklaven, dieer im Islam und in den Waffen unterweisen ließ, ein tapferes Fußvolk, daser besoldete. Darauf unterwarf er sich Kleinasien bis an den HelleSpont ,und nannte sich Padischah. Das Thor seines noch in den Trümmern stolzen