Band 
Achter Band. O bis Q.
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Osmanische<Rrich(statist.) 122

Monte Santo oder Athos (s. d.). Die asiatisch» Türkei grenzt an Persien , da»russische Kaukasien, Arabien, die Landenge Suez, die es mit Agvpten verbindet,und an das mittelläud. Meer. Ban den Gebirgen Armeniens herab strömen derE up hrat (s. d.) und der Tigris bei Bassoia vereinigt in den persischen Meeibu-sen; in Anadoliist der Kffil Irmack(Halyg) merkwürdig, welcher in das schwarzeMeer fließt, und in Palästina der Jordan (s. d.); dieser sälli in das tureb vul-kanische Ausbrüche entstandene, 12 Meilen lange, 1—2 Meil. brciie rodle Meer,dessen mit Salz, Pech und Schwefel vermischtes Wasser keinen sichtbare» AbflußHai. Hauptgebirge sind in Natolien der TauruS (s. k.), in Syrien der Libanon (s. d.)> Antilibanon n. a. ni. Die ebenste Provinz ist Irak Arabi; nn Südostenbreiten sich große Wüste» bis in die arabische Halbinsel aus. Über Las türkischeAfrika s. Ägypten und Nil. Das Klima ist gemäßigt in dem nördlichen, mildund erfrischend in dem mittlern, und heiß in dem südl. Landstriche. Unter Leinglücklichsten Himmel liegt die 1829 frei gewordene hellenische Halbinsel mit ihrerEilandöflur, wo der Mensch, das Thier und die Pflanzenwelt durch gleiche Schön-heit und Fülle sich auszeichnen. Die drückendste Luft weht in Mesopotamien undAegypten , wo der erschlaffende Samum (s. Samiel) über brennende Wüstenhaucht, und wo die Pest zu Hause ist. Jeder Himmelsstrich bringt hier seine Er-zeugnisse mit üppiger,Kraft hervor. Der Weizen ausRum-Ili, der Reis im S.des Häinus und aus Ägypten , das Olivenöl aus Atlika, die Baumwolle und derTaback aus Makdonia, die Seide aiis Arnaut und aus Anadoli, die Korinthen ausMoi ra (lährl. 10 Milk. Pf.), der Krapp aus Böotien, die Feigen, der Safran, dieGalläpfel und de> Meerschaum aus Anadoli, die Sennesblätker, das Nalrum, derSalmiak und Saflor aus Ägypten, der Mastix aus Chios , der Wein aus Cypcrnu. a. O. (z.B. Malvasier), dasAngorahaar ausAnadoli, der Honig von Hymetlu»(bei Athen jährl. 380,000 Pf.), das Naphtha aus Mesopotamien , die Wolle an-der Walachei u. s w. sind Stapelwaaren für das Ausland. Außerdem nochOpium, lemnische Erde, Salpeter, Marmor, besonders parischer u. a. m. DerBergbau ist ganz vernachlässigt. Übrigens wird wenig in, Lande gearbeitet; dochgibt es einzelne vorzügliche Gewerbe, wie die Saffianbereitung, die Rothfärbereides Garns (vorzüglich in Thessalien), die Baumwollen - und Teppichweberei unddie Stahlarbeiten (z. B. treffliche Säbelklingen) der Osmanen und Griechen. DerTürke verachtet den Landbau und überläßt ihn den unterdrückten Völkern, die erplündert, wenn er Reichthum und Wohlstand unter ihnen wahrnimmt. Nur da,wo der Barbar keine Macht hat, wie im Lande der Drusen auf dem Libanon, oderwo kein Osman hinkommt, wie auf einigen Inseln des Archipels, zeigt sich eineglückliche Betriebsamkeit. In Asien gibt es Landbau bloß in der Nähe derStädte; die weiten Ebene» an den Stromufem sind mit räuberischen Nomadenbedeckt. Über den seht sehr gestörten Handelsverkehr s. We ltha» d e l. Die Be-wohner dieses Reichs sind ei» durch Zwang und Furcht verbundenes Gemenge derVerschiedenartigsten, sich gegenseitig hassenden oder verachtenden Völker. 1) Her-ren des Landes sind alle Sunniten (s. d.), wie die Araber, Tataren undTurkomanen, insbesondere aber die osmanischen Türken, ein durch seine Na-turkraft starkes und durch politisch-religiöse Schwärmerei noch immer begeisterte«Volk. Sir sind am zahlreichsten in den nördl. asiatischen Provinzen. Sie ver-achten die Ungläubigen als Hunde oder Schweine, unter welchen sie die wilde Rolleder ersten Eroberer noch immer fortspielen. Der Charakter dieses Volks zeigt lau-ter Gegensätze. Sie sind zu gleicher Zeit, je nachdem das Äußere auf sie eiuwirkt,tapfer und feig, gutmüthig und wild, stark und schwach, unternehmend und träg,sinnlich und abgehärtet. Die Großen bei Hose, beim Heer und in den Provinzensind stolz und kriechend, mißtrauisch und undankbar. Überhaupt ist der Türkeebenso unwissend als gleichgültig und unempfindlich. Er denkt an keine Anstalt»«