(Kindische Compagnien, holländische 149
Orients, durch Verrath des Gouverneurs an dir Holländer über. Indeß vermin-derten sich, hauptsäcbsich durch die wachsende Theilnahme der Engländer und Fran-zosen , und durch den polikisch-milita». Aufwand der Compagnie, ihre Überschüsse,und sie konnte nur »nr Mühe die 1,600,000 Gldn. aiissn ingen, welche sie denGeueralstaaten 1611 für die weitere Verlängerung ihre? Freibriefes bi? 1665 zuentrichte» hatte. Bald darauf aber gewann die Republik der Verein. Niedei landedie Befestigung ihrer Unabhängigkeit durch den westsäl. Frieden: ein Ereignis,welche? aufdie Compagnie wohlthätig einwirkte, und so vermochte diese, seit 1650mit einem Auswande von -0 Mill. Gldn., in 20 Zähren ihre Niederlassung aufdem Vorgebirge der guten Hoffnung zu Stande zu bringen, ir.lche den, g.saniin-ten europäischen Ver kehr »nl Indien er>k die eigentliche Haltung gab und jene»Kostenaufwand auf? reichlichste vergütete, Inzwischen wurde 165!-, die Eroberungvon Ceolon, nach hartnäckiger Gegenw>hr der Portugiesen, vollendet, und dietatansehe Revolution in China die Veianlassung zu der rorthe,.'haften 3iieder.laisiuig von 30,000 Chinesen, die sich der neuen Herrschaft nicht hatten unter-weisen wollen, auf der kolländ. Insel Formosa. Halle auch der active Handelnach China n a unüberwindlichen Schwierigkeiten zu kämpsen , so enikchätigle der»nttelbare diese,, mit der'drtlichkeit ivohlbekannten Flüchtlinge, und der passiveHandel mit den chinesischen Erzeugiuffen, die von allen Seiten auf dem Marktevon Batavia zusammenströmten, die Compagnie reichlich für jene? Entbehren.Indes; verloren sie 1661 diese als Zwischensialion der Reisen nach Japan so wich-tige Insel gegen den chinesischen Parteigänger Kazinga, dessen Familie sie später-hin deut Kaiser von China überließ. Dieser Verlust steigerte jedoch den Unter-nehmungsgeist der Compagnie; 1663 wurde» die wichtigsten portug. Nieder-lassungen an der Küste Malabar erobert, und 1666 durch die Einnahme von Ma-cassar der Hauptzweck lOjahriger Anstrengung, der Alleinhandel mit Gewürze,erlangt. Um diese Zeit betrug der Civil- und Militairaufwand der Compagnie,mit Ausschluß der Kriegskosten, ZckMill. Gldn. Als 1665, unter großem Wider-streben feindlich gesinnter Parteien, die Erneuerung de? Freibriefe? bi? 1100,gegen Zahlung einer großen Summe in den Staatsschah, erfolgte, ergab sich ausden vorgelegten Berichten der Compagnie ein Handlungsgebiet, welches die Ein-bildungskraft kaum zu umfassen vermag. Von dem Vorgebirge der guten Hoff-nung aufwärts an den Küsten von Arabien und Persien Facioreien, von Suratedie malabai ischen Küstenländer herab alle bedeutende Niederlassungen der Portu-giesen i» Beschlag genommen, Cevlon nut seinem Zinnnet und Elfenbein, diePerlensischerei und der Baumwollenwaareuhandel der Küste Koromandel, Ben-galen und Orissa mit Seiden-, Baumwollenstoff. Reis, Zucker, Salpeter ,c. inde» Händen der Compagnie, die Geschäfte mitPegu, Siair. und Tunguin nurdurch vorübergehende Anfälle unterbrochen, eine reiche Silber- und KupferauSsuhraus Japan, kann der unermeßliche Gewürzhandel mit Amboina , den Banda-Inseln und Molukken :c., sind nur einzelne Züge dieses Gemälde?. Malakka ,Hauptsitz des portug. Handels, erscheint in diesem Bericht als zerfallend, die Stadtzu groß nach Verhältniß des Aufwandes der Vertheidigung; denn die Straße vonSunda, an der Batavia gelegen, und nicht mehr wie ehemals die Straße von Ma-lakka, war der Hauptweg nach dem Hintern Orient. Seitdem ist der Freiheits-brief der Compagnie jedes Mal nach bedeutenden Geldopfern, von 1701—40,dann bis 1775, und 1776 auf weitere 30 Jahre für eine Zahlung von 2 Mill.Gldn. und jährliche Zahlung von 360,000 Gldn. erneuert worden. Habsucht undGrausamkeit, die dann noch zunahmen, als der kräftige Geist der republikanischenUntivnehmer, ihre Sparsamkeit und Mäßigten sich mehr und mehr verloren; einschnödes Ränkespiel mit den verbündeten Völkern und Fürsten , aus bloßer Ge-winnsucht; insbesondere aber die Unfähigkeit, den sittlichen Charakter jener Völker