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Achter Band. O bis Q.
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150 Ostindische Compagnien, britische

zri begreifen, sich in religiöser und rechtlicher Hinsicht mit ihnen zu verständigen;endlich die erneuerte Kraft, mit der sich die britische Compagnie beim Eintritte des18. Jahrh, erhob, und der Umschwung in den europäischen Bedürfnissen, der Vor-zug, den anderwcite Reizmittel vor den indischen Gewürzen gewannen, dies sinddie Hauptursachen des Verfalls der holländisch-ostindischen Compagnie. Im18. Jahrh, füllen die Erzählungen von Empörungen, Verschwörungen und meistunglücklichen Kriegen ihre Jahrbücher, und 1181 sehen wir sie Lurch den Krieg mitEngland und durch ihren unverhältnißmäßigen politischen Auswand so weit herab-gekommen, daß ihr die Generalstaaten unter allen eignen Lasten noch mit beträcht-lichen Anlehen zu Hülfe kommen müssen. Im ersten Revolutivnskriege verlor sieihre meisten Besitzungen und mußte 179k die Zahlung ihre» Dividenden einstellen;was der Friede von Amiens 1802 zurückgab (denn England behielt nur Ceylon),war kamn in Besitz genommen, als es in» erneuerten Kriege verlorenging; undauch nach endlicher Herstellung des allgemeinen Friedens kehrten von allen ostindi-fchen Besitzungen nur die Gouvernements von Batavia und Amboina , Banda,Ternate, Malakka, Makassar , nebst zerstreuten Comptoiren an den Küsten vonMalabar und Kvrvmandel an das Mutterland zurück. Auf das Vorgebirge derguten Hoffnung und Ceylon mußte für immer Verzicht geleistet werden. Je inehrsich die hvlländisch-ostindische Compagnie bei ihrem ersten Beginnen nur auf denThron niederzulassen brauchte, den Portugal für sie gegründet; je mehr sie Be-festigungen, Handelsbauten, Artillerie und VertheidigungSanstalken aller Art vor-gefunden hatte; je mehre Handels- und politische Verhältnisse bereits angeknüpftwaren; je unermeßlicher die portug. Beute war, die ihr auf allen Meeren und bigan die Mündungen des Tajo hin in die Hände siel: um so leichter war ihr Beginn,während die Engländer ein Jahrhundert hindurch mit der Schwierigkeit zu käm-pfen hatten, den Boden, aufweiche»»» der merkantilische Hebel zu stützen sei, erstallmälig zu gewinnen. Daher war aber auch die englische Macht besser gegründet,weil sie schrittweise hat erworben werden müssen, — 3) Die Geschichte der größtenund dermalen fast allein herrschenden ostindischen Handelscompagnie, der briti-schen, läßt sich nach 4 Perioden übersehen. Jn denersten 13 Jahren ihrer Kind-heit war sie ein zunftartiger Verein; in den folgenden 95 Jahren war ihr Capitalzwar vereinigt, aber dessen Wirkung theil« durch die Übermacht der Holländer inden indischen Meeren, theils durch die Bürgerkriege des Mutterlandes, theils auchdadurch beengt, daß der Titel ihrer ausschließlichen Berechtigung als em bloß könig-licher und nicht parlamentarischer, vielfältig in Zwdifel gezogen wurde; hierauferscheint sie in den wettern 40 Jahren mit parlamentarisch begründetem, unbestrit-tenem Rechte, aber auf bloße Handelsverhältnisse beschränkt. Endlich entwickeltsich in den letzten 70 Jahren ihre politische Größe. I. Periode, von 1500—13.Die Engländer hatten ihre ersten Unternehmungen aus Indien nordwestlich gerich-tet, die Holländer mehr nordöstlich. So harte Joh. Cabot auf den SchiffenHeinrichs VIl. 1497 Neufundland und die Küsten von Nordamerika entdeckt.1553. veranlaßte sein Sohn, Seb. Cabot, unter der Regierung Eduards VI. ,die zweite große Unternehmung dieser Art. Der König privilegirte die Gesellschaft,welche mit einem Capital von 6000 Pf. St. 3 Schiffe zur Entdeckung Indiens auf dem nördlichen Wege ausgerüstet halte. Ein Theil dieser Unternehmung ver-unglückte im lappländischen Eismeer; ein andrer Theil gerieth an die nördlichenKüsten von Rußland , knüpfte Handelsverbindungen an und ward die Veranlassungher englisch -russischen Handelscompagnie, ebensowie die britische Hudsonsbai-Compagnie ihre Entstehung den Forschungen nach einer Nordwesidurchfahrt zuverdanken hatte, die man bis auf den heutigen Tag fortgesetzt hat. Hierauf ver-suchten die Briten auf dem Landwege unmittelbar nach Indien durchzudringeu,«w wenigstens mit Venedig zu wetteifern, wenn es unmöglich schien, neben Por-