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Ostindische Compagnien, britische
Händel zu LerBemerkung, daß, außer Burke und derFamilie WellesIey, kaum eineinziger Engländer sich in dem Geiste der indischen Sitten wahrhaft zu orientirengewußt hat. Als die Unwirksamkeit der Maßregeln van 1113 weltkundiz geworden,und der Finanzzustand derComp. durch den amerikanischen Krieg neuerdings zerrüt-tet worden war, wurde die Frage von der Errichtung einer Controle im Parlamentemit Lebhaftigkeit, und in einem größern Maßstabe als bisher wieder aufgenommen;von 1182—84 waren die größten Talente Englands im Kampfe über diesen großenGegenstand begriffen. Die berühmte Ostindia-Dill von C. I. Fop, welche 1 vornParlamente ernannten Commisfarien die oberste Macht und gleichsam das Schutz-recht über Indien einräumen wollte, mußte dem Hofe mißfallen, da sie eigentlich da-hin zielte, der Krone allen Einfluß auf die indischen Angelegenheiten zu entziehen undzwischen dem Könige und Indien eine schiedsrichterliche Macht aufzustellen, die sounberechenbar war als der britische Glücksstern in Indien selbst. Deßhalb drang derPlan Will. Pitt's durch. Ein lluurci nl' On»t>>>nl (Bureau der obern Aufsichtüber die indischen Angelegenheiten) wurde dem Ministerulm einverleibt; dieses vonder Krone abhängige Collegium wurde beauftragt, über die Civil- und Mckiiair-regierung und über die Finanzen der Compagnie Aufsicht zu führen und die Aus-fertigungen der Direckoren an die verschiedenen Präsitemschasten einzusenden. DieBesoldung des GeneralgouverneurS, der Präsidenten und Räthe wurde von derBestimmung des Königs abhängig gemacht. In diesen wesentlichen schrankenbesteht die oben historisch entwickelte Verfassung der Conip. bis auf den heutigenTag. Die Macht selbst, inwiefern sie überhaupt in England ihren Sitz hat, istin den Händen des Ministeriums, nur die einzelnen Regierungsgeschäst» sind derunterworfenen Compagnie verblieben. Gewiß ist, daß seit Errichtung des llouräein dichterer Schleier über den indischen Angelegenheiten liegt als vormals: dieMinister haben nicht Mehr wie ehemals gelegentliche Veranlassung, diese Vor-gänge zur Sprache zu bringe»; die Generalversammlung der Comp., auch wennsie sich regen wollte, würde nichts bewirken, wenn lluoick und Directoren einigsind, und diese Einigkeit ist um so sicherer begründet, da eine geheime Comite(Louimiltee nf>i«eixcv) aus 3 Directoren besteht, die mit dem livsxl verhan-deln und beschließen kann, ohne alle Müwissenschaft der Übrigen. An eine Ver-besserung des moralischen Zustandes des britischen Indiens ist so lange nicht zudenken, als die eigentliche Colonisation und Verpflanzung geborener Briten nachIndien , durch die Besorgniß eines Schicksals, ähnlich dem der nordawerikani-schen Colonien, verhindert wird. Nur ein Stamm auf indischem Boden geborenerBriten würde im Laufe der Zeit den auf alle andre Weise unüberwindlichen Zwie-spalt der dortigen Verhältnisse auflösen können. Indeß ist die unmittelbare poli-tische Bedeutung der ostindischen Besitzungen für England zu groß, als daß jemalsan gründliche Abhülfe zu denken wäre. Eine steuerbare Bevölkerung von 83 Mill.Menschen, mit 40 Mill. unter schutzverwandten inländischen Fürsten, ein Heervon 200,000 M., im Dienste derComp., gegen 16,000 Civilbeamten; gegen14 Mill. Pf. St. jährl. Aus-, und ebenso viel Einfuhr aus und von allen Theilender Welt nach und von Indien , eine Zolleinnahme der britischen Regierung vonmehr als 4 Mill. Pf. St. jährlich und ein jährl. Zufluß von 11 Mill. Pf. St.für die Gesammtcirculation des britischen Reichs sind Gegenstände, die alle mora-lische Rücksichten überwiegen. DerdermaligeActienfondS derComp.beträgt6 Mill.,der Werth ihres untheilbaren und ihres schwebenden Eigenthums gegen 50 Mill.Pf. St., und der Belauf ihrer jährl. LandeSeink. 28 Mill. Pf. St., d. b. dasAnderthalbfache der Eink.deS gestimmten russischen Reichs. Dieser politisch-nier-cantilische Riese wn-d bestehen, inwiefern der unüberwundene, großer Widerstre-bungen fähige Geist der braminischen Völker niemals erwacht, auch durch die un-geschickten Bekehrungsversuche britischer Methodisten niemals geweckt wird; in-