Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pagliajo, PairS

1802 ward er in Dresden auf 3 Hahre als Capellmeistcr, und seine Martin als ersteSängerin angestellt. Napoleon bewog Beide nach der Schlacht bei Jena, chm nachPosen und Warschau zu folgen, wo sie kleine Concerte vor ihm gaben. Nach leintilsiter Frieden traten sie in seine Dienste. P. ist Mitglied der Akad. der schönenKünste von Neapel, von Bologna und Venedig , und war mehrmals Director derAal. Oper zu Paris . Seine Composttionen sind reich an Melodien, gesangvoll,lebhaft und mit Effect instrumentier, aber ohne tiefen innern Zusammenhang undgründliche Charakteristik. Er kann hierin als Vorläufer Roffini's angesehen wer-den, den er im gründlichen Satze übertrifft. Seine besten Opern sind: „8,ng>,»>",,,L iniilla", „(lrikelela", „lwonois", „ Vcüillc", „I knc>>»5ciil" („DieWegelage-rer"), ,,8e>plic>„,stie". „Dickv". „Olinckc o Nckronie" ; außei deni hat

ercomponirt: „läinn.i", „II Principe eil l-n inno", „llltnnciicv". „lXnnni l'oni-znlin". „l liaccanti" u. a., nebst niehren Romanzen, Canzcnen r»rd Tticirenmit Clavierbegleitung.

Pagliajo, oder Pagliacc, o (d. h. Häckerling), verstümmeltPajazzo, ist der Name einer komischen Maske des neapolitanische» Volks-lustspiels, weil sie den armen Teufel bezeichnet, der auf zerbröckeltem strotzliegen muß.

Pagoden, Göttertempel der Hinduü und a. heidnischen Völker im südli-chen Asien . Diese aus Steinen und Holz erbauten Tempel stehen auf einem freien,mit Obelisken, Säulen und a. Werken der Baukunst geschmückte» Platze, sind sehrgroß und hoch, und mit unendlicher Pracht geziert. Sie haben gewöhnlich die Ge-stalt eines Kreuzes, dessen 4 Enden von gleicher Länge sind, und ein hohes, thurm-ähnliches Dach mir niehren Absätzen. Die merkwürdigsten sind in Benai es, Siam,Peau, vornehmlich aber zu Zaggreuat oderDschaggernat (s. d.) in Orixa . HmHnnern findet man, außer vielen Kostbarkeiten, Altäre und Statuen der Götter.Letztere, welche ebenfalls Pagoden heiße» und in einer Pagode oft in großer 'Anzahlstehen, sind gemeiniglich von gebrannter Erde, unförmlich, ohne allen'Ausdruck ge-bildet und reich vergoldet, entweder nackt oder bekleidet, stehend oder mit gekreustenBeinen sitzend, und nicht selten riesig groß. Von diesen Götzenbildern haben auchjene kleinen, ungestalteten Figuren mit beweglichen Köpfen den Namen, welche manehemals auf Schränke, Kaminen, zur Verzierung stellte.

Pair s, engt. Peers (p.nce curu,«, p. re-p>i). Die Würde und Vor-rechte der PairS entstanden mit der Ausbildung des LehnwesenS. Die Gemeinde-genoffen der ältern Zeit, die Gefolgeschaften der Führer, die Versammlungender Vornehme» und Vorsteher des Volks (die Wittena gemote der Angelsachsen,dertä.nnpnc älmtin-, der Franken ) sind noch keine PairS der spätern Zeit. Aber INILehnwesen bildete sich der Satz weiter aus, daß jede Genossenschaft ihre sämmt-lichen Angelegenheiten, und darunter auch die gerichtliche Entscheidung ihrer ^ Wer-tigkeiten unter einander und mit ihre» Obern selbst und allein zu besorgen bade,und c ward zur Schuldigkeit wie zum Vorrechte des LeknSmcmneS, bei den Hos-und Gerichtstagen des unmittelbaren Lebnsherrn zu erscheinen. Dies waren d<epnre-5 nnrüw. und die Einrichtung wiederholte sich vorn Könige an i» den Fürsten -khümern und Herrschaften der geistlichen und weltlichen Barone. Hu Frankreich waren zur Zeit der Revolution, durch welche 887 Hugo Capet den Thron bestieg,nur 7 weltliche Fürsten als unmittelbare Kronvasalle» vorhanden: die Herzoge vonFransten, Burgund, 'Aguitanien und Normandie, und die Grafen von Flandern ,Toulouse und Champagne. Da der Herzog von Fransten König wurde, so bliebenb, welchen der Erzbifchof von Rheins als erster geistlicher Fürst Frankreichs unddie »n unmittelbaren Königs- (oder Krön-) gebiet liegenden Bischöfe von Lao» mitHerzoasiitel, von Beauvois, Novon und ChalonS als Grafen, später unterLudwig Vtl. auch noch dcrBischofvou Laiigrcs beigesellt wurde. Diese alte Pairie