Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pnificllo

poniren, erhielt Einladungen nach Rom und wetteiferte mit den größten TonsetzernNeapels . Sein Ruf verbreitete sich ins LluSland, und 1116 zog ihn die KaisclinKatharina nach Petersburg , wo er mehre Composüionen und ein theoretischesWerk lieferte. Nach einem 9jähr. Aufenthalte in Rußland kehrte er über Wien ,wo er Casti's „König Theodor" für Joseph I I. compouine, nach Rom und Neapel zurück, wo er von Ferdinand IV. als Kapellmeister angestellt wurde. Alssicb 1199der Hof nach Sicilien flüchtete, ernannte die neue Regierung P. zum Musikmeisterder Nation. Nach der Rückkehr der konigl. Familie ward es ihm zum Verbrechengemacht, dieses Amt angenommen zu haben; er ward mS Gefängniß gesetzt, seinGehalt eingezogen, und nur die Achtung für seine Talente befreite ihn von der T».desstrase. Erst nach 2 I. trat er in seine vorigen Verhältnisse zurück. Er hegteimmer eine große Liebe für die Französin; dies bewies er u. A. 1191 durch eineTrauercantate auf den Tod des (Generals Hoche, welche er zur Preisbewerbungnach Paris schickte. 1801 gab ihm Bonaparte als Obereonsul den Auftrag, ein'!<- Nun, zur Friedensfeier in Paris zu componirc», welches 1802 in der Kirchedloiir-tüuue aufgeführt wurde. Um dieselbe Zeit kam er selbst, mit Bewilligungseines Königs, nach Paris , wo er von mehren ihm angetragenen Ämtern sich mitder Stelle eines Directors der Kapelle begnügte, die er aus den vorzüglichsten Künst-lern bildete. Außer mehren Messen, Motetten ;c. und der Oper „Proserpina ", coni- ,

pomne er hier eine große Messe für 2 Chöre, ein l e »o,,,» und einige (Gebete zurKaiserkrönung. Da er aber bei vorrückenden» Alter seinen Ruhm nicht gefährde»wollte, bar er um seine Entlassung, ging (1804) nach Neapel zurück und begnügtesich, Napoleon jähr!, zum 15. Aug. eine Kirchenmusik eimnschicken. AIS,JosephBonaparte den Thron von Neapel bestieg, bestätigte ihn-dieser in seinen Ämtern.

Napoleon ertheilte ihm das Kreuz der Ehrenlegion mit einer Pension, und Josephden Orden beider Sicilien. Auch ward er zum Mitgliede der königl. Gesellschaftvon Neapel und zum Präsidenten der Dircction des königl. Konservatoriums er-nannt. Dieselbe» Äniter und Stellen hat er bis zu Ende der Regierung Joachimsbekleidet. Er starb an» 5. Jan. 1816. IlnterP.'s zahlreichen Operucompositionenwerden noch jetzt auf den ersten Theatern Europas zuweilen aufgeführt: ,»»

linin!," („Die schöne Müllerin "); „l> »e l eo>In>>, >1! Vcnc/ia"; „II barbiere sti8cvi^Iin"; „d>nu>, nsia In parr-i per n>ne»e"; „l.„ nerv» paüruna"; „I/ainoreviitrasNl lo" ; „l.'nnntt-vnto lorlunai»"; „II matrirnonin i»,i5petlal»" ; ,,1 lilo-

»>>6 nnngstunri": „I,a ürnila >I> k,,ii>>i>i„" ; „If(>I>>i>s>Ia>Ie". Seine vielen Kir-chenmusiken, die er besonders in den letzten Jahren schrieb, sind weniger bekannt.

Um P. richtig z» würdigen, muß man aufden Standpunkt seiner Zeit zurückgehen.

Hier zeigt steh nun das Verdienst, die theatralische Musik seiner Landsleute wenig-stens in der,b„tb, enger mit der Handlung verbunden, und die Musik drama.tiscber gemacht zu haben. Auch erhöhte er die Wirkung des Gesanges durch ange-messene Benutzung der Blasinstrumente. Er richtete sich mehr nach den darzu-stellenden Situationen, verkürzte die Ruornelle, unterbrach die eintönige Folge derAnen durch Chöre und führte die großen vollstnumigen Stücke, Finales genannt,die früher nur in den komischen Opern vorkamen, auch in die ernste Gattung ein.Ungemeine Fruchtbarkeit in der Erstndung, glückliche Leichtigkeit in Auffindungnatürlicher und eigenthümlicher Motive, ein seltenes Talent, sie durch die Hülfs-mittel der Melodie zu entwickeln, Besonnenheit ,n der Ausführung, Geschmack,

Anmuth und Lebendigkeit in der Melodie, Einfachheit, Korrektheit und Eleganzcharakterisiern seine Werke. Seine Begleitungen sind klar und natürlich. Das Lieb-liche, Graziöse und Naive ist sein Gebiet, und er versteht es gut, von» Scherzhaften,Possenhaften leicht in das Rührende überzugehen, ohne der Grazie und Zierlichkeitzu entsagen. Wenige Komponisten haben ein so allgemeines Interesse erweckt wie P.

In der letzter« Zeit fand er an Cimarosa einen Nebenbuhler, der ihn an Feuer und