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Leben übertraf; Beide sind nun durch neue Talente in Schatten gestellt worden.Man vermißt heutzutage in P.'S Opern fenrigcBewegung und sindek sie leer und un-bedeutend in derHarmonie, ermüdend durch Wiederholung u. im Inhalte beschränkt.
Paladin. So nannte man ebemals jene berühmten irrenden Ritter, diein der Welt umherzogen, um Beweise ihrer Tapferkeit und ihrer Galanterie abzu-legen. Da es ihnen nämlich öfter an Abenteuer», an Kampfgelcgenheit fehlte, sozwangen sie jeden Ritter, den sie auf ihren Irrfahrten trafen, ihre Geliebte als dieschönste Person aufErden anzuerkennen, oder im Weigerungsfälle sich auf Lebenund Tod mit ihnen zu schlagen. Die ersten Abenteurer dieser Art, deren die altenRitterromane erwähnen, gehörten zu der Tafelrunde des Königs Artus in Eng-land; der berühmteste unter ihnen war der schöne Lancelot vom See. Späterkstnglänzten unter den irrenden Rittern Amadis von Gallien, und noch später die Pa-ladine aus dem Kriegsgefolge Karls d. Gr., unter denen wir hier nur seinen angeb-lichen Neffen, den tapfern Roland, nennen wollen. Die Geschichte dieser irrendenRitterschaft ist ebenso sehr mit Fabeln vermischt als die der griechischen Heroen.Die Benennung Paladin hat ihren Ursprung entweder von IXUntin»; (Pfalzgraf),oder von p,-,1ns (franz. pul), ein zugespitztes Stück Holz, ein hölzerner Spieß, eineLanze, außer dem Schwerte die gewöhnliche Waffe jener Ritter.
Palafox y Melzi (Don Jose de), der Vertheidiger von Saragossa ,geb. 1780, stammt aus einer vornehmen aragonischen Familie. Eine sorgfältigeErziehung, der allgemeine Nationalcharakter und eine ernste Zeit entwickelte» seineseltenen Anlagen. Als er Ferdinand VI>., den er nach Bayonne begleitet hakte,gefangen sah, entfloh er nach Saragossa , wo er Alles aufbot, um einen Einfallder Franzosen in Aragonien zu verhindern. Er erklärte ani 31. Mai 1808, daßNapoleon , daß alle Mitglieder seiner Familie, daß jeder franz. General und Offi-cier für die Sicherheit Ferdinands VII., seines Bruders und Oheims persönlichverantwortlich sein sollten. Unsterblichen Ruhm erwarb er sich bei den bald darausvon den Franzosen unternommenen Belagerungen von Saragossa (s. d.), dassein Heldennnitk das erste Mal rettete, be,m zweiten Male aber erst übergab, alsalle Mittel der Vertheidigung erschöpft waren. Der kranke P. ward mit Härte be-handelt und kehrte erst nach Abschluß des Vertrags von Valen an vom 11. Der.1813 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Er überbrachte damals den CorkeS inMadrid einen Nachtragsartikel zu jenem Vertrage, nach welchem Catalonien vonden Franzosen geräumt, und die Kriegsgefangenen ausgewechselt werden sollten;zugleich sandte Ferdinand t II. durch ihn den Befehl an die Regentschaft, denTractat zu vollziehen, indem er ihr seine Rückkehr »ach Spanien anmelden ließ.P. erklärte sich bei der bald darauf erfolgten Auflösung der Cortes für die unum-schränkte königl. Gewalt. Ferdinand ernannte ihn 1811 zum Generaleapitain vonAragonien, wo er den in Saragossa u. a. a. O- von der Bürgcrmiliz erregten anar-chischen Unordnungen mit Kraft Einhalt that. Von 1820 — 23 blieb er ohne An-stellung. Seitdem lebt er als General in Madrid .
Palais Royal in Paris . Dieser Palast mit seinem Garten, seinenHöfen. Galerien und Arkaden ist so ziemlich der Mittelpunkt von Paris und derVereiniziingSpunkt aller Lebensgenüsse, von den einfachsten bis zu den feinsten undüppigsten. 1883 legte ihn der Cardinal Richelieu an und gab ihm die Inschrift I'a-lu!<i<'.ar>li,,.,l. und die Pariser stritten darüber, ob dies heißen solle: der Palast al-lerPaläste, oder: der Palast desCardinalS? Ervermachte ihn Ludwig XIII. , undnach dessen Tode zog Anna v. Östreich 1642 nebst Ludwig XIV. aus dem Louvrehinein. Von jetztan hieß erPalaisRopal. Ludwig XlV.räumte ihn seinem Bru-der ein und schenkte ihn zuletzt seinem Enkel, dein Herzoge v. CharkreS. Seitdemblieb er der Famisie Orleans, welche ihn bis 1791 bewohnte und seit 1816 aufsstreue bewohnt. Altere Franzosen sprechen mit Entzücken von der großen Kasta-