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Achter Band. O bis Q.
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Pandurcn Panin b25

mit einer Gabe beschenkte. Prometheus, von Zeus aus dein Himmel gestoßen,hatte Menschen gebildet und sie mit dem heimlich entwendeten Funken belebt. Zor-nig beschloß der Vater der Götter, den Frevel zu strafen. Er befahl dein Vulkan,aus Erde ein Weib zu bilden, den Göttinnen gleich an Schönheit und Anmuth,und ihm Sprache und Lebe» einzuhauchen. Der Gorr vollzog den Befehl (nacheiner andern Sage war sie des Prometheus Geschöpf, und die Götter kamen aufdie Erde, siezn sehen, und beschenkten sie); Minerva aber mußte das Gebilde inkunstvollen weiblichen Arbeiten unterrichten, Venus sie mit Schönheit und Reiz be-gaben , Mercur ihr die Sucht zu gefallen einflößen und sie die schmeichelnde und ge-fällige Sprache lehren. So geschmückt, führte Minerva sie in die Versammlungder Götter, und alle erstaunten über das Kunstwerk. Darauf schickte Zeus , der siemir einer Büchse oder einem Fusse beschenkte, worin aller Jammer und alle Trüb-sal für die Mensche» eingeschlossen war, den Mercur -um EpunetheuS, Prome-theus's Bruder, ihm Pandoren als ein Geschenk zuzuführen. Prometheus hatteihn gewarnt, je ein Geschenk von Jupiter anzunehmen; aber die Reize des Mäd-chens bethörten ihn. Bisher lebten die Menschen ohne alle Übel, ohne drückendeArbeit und frei von Krankheiten. Aber Pandora brachte das ganze Heer von Übelnmir, die, als Epiwekheus, nach A.jPandora selbst, aus unbezähmter Neugicrdeden Deckel des Gefäßes öffnete, welches durch einen Göiterspiuch zu öffnen verbo-ten war, sogleich herausströmten lind sich über die Erde verbreiteten. Nur die Hoff-nung blieb auf den: Bode» der Büchse zurück, da er oder sie den Teckel voll Schre-cken schnell wieder zuschlug, und so ist eö denn auch nur die Hoffnung, deren Wun-derkrast dem Menschen seine Leiden und Mühen erträglich macht.

Pandure » hießen von dem Dorfe Pandur in der nicderungarischcn Ge-spüiinschaft So l, in dessen Nahe sie in den Gebirgen zersteut wohnen, die serbiscbenoder raitzischen Fußvölker, diesonst unter einem eigenen Hauptmanne, welcher Ha-run Paschah hieß, standen. Sie trugen Mantel, lange Beinkleider undMützeu,waren mit einer langen Flinte, Pistolen im Leibgurte!, einem ungarischen Säbelund zwei türkischen Messern bewaffnet. Seit 1150 wurden sie auf regulairen Fußgesetzt; jetzt gehören sie zu den Granitzern.

P a n e g y r i k u s, in der Redekunst eine Lobrede oder Lobsckrift, deren Zweckdie veredelnde Darstellung oder Schilderung einer Thatsache oder Person ist. Diehistorische Wahrheit ist hier untergeordnet, insofern derSchildernde de»Gegensta»dhöher zu stellen und seine Ansicht und Liebe für den Gegenstand allgemein zu machensucht. Daher panegyrisch lobrednerisch, und Panegyrist Lobretner. Schonin dem freien Griechenland fand diese Art von Reden Beifall, und der „Panegvri-kus" des Isokrates ist, ungeachtet der zu sichtbaren Kunst, die dem Werke dasGroßartige raubt, ein wahres Meisterstück sorgfältiger Schreibart. Hn der römi-schen Literatur, wie wir sie noch besitzen, ist der PanegyrikuS des jünger» Plinius auf Trajan der vorzüglichste, sowol in Rücksicht des classischen Styls als der redne-rischen Anlage. D,e spätern römischen Panegyriker des L. und 4. Jahrh, könnennur den Geschichtsforscher anziehen.— Unter den Neuern haben die Franzosen eineähnliche Gattung in ihren Elogeö (s. d.). Einzelne treffliche Lobreden besitzenauch die Engländer, die Deutschen u. s. w.

P a n h a r m o n i k o n, s. M ä l z l.

Panier oder Banner hieß an Mittclalter bei der deutschen Lchnmiliz eineHeereofahne, welche nur Derjenige von Atel, der eine Compagnie gur bewaffneterVasallen in den Krieg führen konnte, vorn Herzoge bekam. Ein solcher hieß Ban-ne rherr (s. d.).

Pani n (Nikita Iwanowitsch, Grafv.), Staatsministcr, geb. 1118. SeineFamilie stammte aus Liicca m Italien , sein Vater aber warunterPeterl. General-lleurenant. Der junge P. diente anfangs bei der Garte der Kaiserin Elisabeth,

EoiivcssiüioiiSiLmcott, Bd.sl lll. 15 >-