Panorama Pantalon !2ll
Grenzen über den Pontus zurück. In Pannoniens Gebirgen ließen sich jetzt jeneSarmate» nieder, welche die Vorfahren der heutigen Slawonier sind. Pannonienselbst nahmen, mit Bewilligung der morgenläntischen Kaiser, die Gepiden und dieDstgothen in Besitz. ?lls Letztere nach Zralicn zogen, ruckten die Longobarde» inPannonien ein, welche die Gepiden sich unterwarfen, und als sie 568 nach Italien zogen, den Avaren(f. d.) Pannonien überließen. Diese wurden von Karl d.Gr.besiegt und zur Annahme des Christenthums genöthigt. Endlich eroberten die U n-garn (s. d.) um 900 Pannonien.
Panorama, Rundgemälde (vom griech. Orama, d.i. Überschau), nenntman das perspeckiv. Horizontalbild einer Stadt oder Gegend; die täuschendste Artder perspectiv. Darstellung in Farben und Licht. Die Zeichnung eines Panorama hateinDeutscher, ProfBievstg in Danzig , erfunden; in England wart das erste vonRobert Banker 1193 in Edmburg ausgestellt. Man kann das Panorama mitRechtden Triumph der Perspective nennen. Don eincni Thumie dkkkBcisik aus muß derKünstler die Gegend ringsherum, so weit sein Auge den Horizont erreichen kann, mitGenauigkeit aufnehmen; Wahrheit und überraschende Täuschung sind die Haupt-zwecke solcher Darstellungen, welche aber nur durch die Art, wie diese Gemälde auf-gestellt und beleuchtet werden, vollkommen zu erreichen sind. Ist nämlich ein Pano-ramagemälte in allen seinen Theilen vollendet, so wird es in einem dazu eingerichte-ten Rundgemälde dergestalt zusammengesetzt und aufgehängt, daß der Beschauer inder Mitte, von einer Galerie umgeben, so steht, als befände er sich auf dem Platze,von welchem aus das Gemälde gezeichnet wurde. Das Licht fällt rund herum nurvon oben darauf, ohne daß der Beschauer geblendet wird, und da dieser nirgends einEnde des Gemäldes, sondern jeden Theil des Ganzen in relativen Proportionen undin einem aus der Wirklichkeit entlehnten Farbentonc erblickt, so glaubt er wirklich indie dargestellte Gegend versctztzu sein. In London u. Paris gibt es Gebäude, welche-stets zur Aufstellung dieser Gemälde eingerichtet sind. Robert Fultcn, ein Amerika-ner, brachte zuerst ein Panorama nach Frankreich . Man bewunderte dort »ach undnach die Darstellungen von London, von Paris, Toulon, Neapel, Florenz , dein Ha-fen von Boulogne, Rom , Amsterdam -c. Auch i» Dcuischland bar man diePanora-inen von Wien, Paris, Toulon, Neapel, Gibraltar, Petersburg Moskau, vom Ätna (vers.v. Pros. Siegert), Salzburg w. mit Beifall gesehen. Das Leben und Treibenauf den Straßen kann bei diese» Gemälden ebenso täuschend nachgebildet werden,als die in Duft verschwimmende Ferne. — Man hat noch das Stereorama,aus Papiergallerke verfertigte topograph. Reliestaseln (f. K. W. Kummer); dasMyriorama (s. d.); das Neorama (s. d.); das Diorama, welches sich da-durch vom Panorama unterscheidet, daß es kein Rund-, sondern einFlachgcmäldeist, also keine» allgemeinen Umblick, sondern bloß eine bestimmte Ansicht, wie jedesgewöhnliche Gemälde verstattet. Die Vorrichtung zum Behufe der Beleuchtung istvon der des Panorama nicht bedeutend verschieden. Bekannt sind die Dioramen vonBouton in Paris, z. B. Venedig , dann (1829) die Sündflut; ferner die vonGro-pius in Berlin . -— Georama, Erdüberblick, nannte der Erfinder Delanglardeine hohle Kugel von 40 Fuß im Durchmesser, die eine Globuscharte sphärisch dar-stellte.— Kosmorama heißt ein seit 1808 in Paris aufgestellter Wcltschausaalmit mehren hundert Gemälden der merkwürdigsten Scenen, denen Vergroßerungs-glastafel» die natürlichen Großenverhältnisse geben. Etwas Ähnliches ist das Eu-ro porama von den Gebrüder» Suhr i» Hamburg . X.
Pan § pseife, s. Syrinp..
Pantalon oder Pantaleon, ein von Pantaleon Hebenstreit aus Eis-leben, einem (in der Mitte des 18. Jahrh.) berühmten Geiger, erfundenes, jetztin Vergessenheit gerathenes musikalisches Instrument, in Form eines CvmbalS.—Auch Claviaturinstrumeme nennt man Pantalons , bei welchen der Schlag der
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