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Unterganges seines Vaterlandes. Hekuba träumte während ihrer Schwangerschaft,daß sie eine Fackel in ihrem Schoße trüge, welche die ganze Stadt in Flammen sehteund zerstörte, und vernahm von den um Rath gefragten Deutern, daß sie mit einemSobne schwanger sei, der noch vor seinem 30. Jahre das Vaterland inS Verderbe»sinnen werde. Dies zu verhindern, ließ Priamus den Knaben durch einen Sklaven,Arcbelaus, auf dem Ida aussehen. Dieser aber fand ihn nach 5 Tagen unversehrt— eine Barin hatte ihn gesäugt—, nahm ihn in seineWohnung, gab ihm den Na-men Paris und zog ihn unter den Hirten auf. Der Jüngling zeichnete sich durchVerstand und Tapferkeit aus. Als Minerva , Juno und Venus um den Preis derSchbnheit stritten, forderten sie von ihm die Entscheidung. (S. Eris.) Ihn zu ge-winnen, versprach Juno, ihn zum reichsten und mächtigsten König, Minerva, ihnzum berühmtesten und weisesten aller Sterblichen zu machen, Venus aber hatte ihmdas höchste Glück der Liebe und das schönste Weib versprochen. Paris verlangte dieGöttinnen unverhüllt zu sehen; dies geschah, nur Venus behielt ihren Gürtel,, undihr erkannte er den Preis zu. Zwar war schon damals Paris mit der Nymphe-' ».,o-ne vermählt; allein von jetzt an erfüllte nur der Gedanke an jenes Versprechen derVenus seine Seele. Um diese Zeit ward er von seinen» Vater erkannt. Als nämlichPriamus bei einer Leichenfeier in Troja einen Stier zum Preise für den Sieger ho-len ließ, traf es sich, daß man dazu des Paris Lieblingssticr wählte. Dieser ging selbstnach Troja , kämpfte mit um den Stier und siegte. Deiphobos, nach A. Hekror,zückte erzürnt das Schwert auf ihn; da fluchtete er an den Altar des Zeus, wurdevon Kassandra entdeckt und von dem Vater anerkannt. Jetzt rüstete er ein Schiffaus und segelte nach Lacedämon, ward gastlich in» Hause des Königs MenelauS auf-genommen und entführte, da dieser eben in Kreta war, dessen Gemahlin Helena (s. d.), welche zu jener Zeit für die Schönste ihres Geschlechts gehalten wurde, neb reinem großen Theil seiner Schähe. I» dem tröjan. Kriege focht Paris tapfer, oftsiegreich, wiewol ihn Liebe und Sinnengenüß, mehr als der Ruhm beherrschten.Gemeinschaftlich mit dem Apollo erschoß er den Achilles (s. d.). Als er endlichvon den vergifteten Pfeilen des Philoktet getroffen ward, gedachte er der treuen Onone,die einst zu ihn» gesagt, zu ihr solle er kommen, wenn er verwundet würde, denn sienur könne ihn heilen. Er ließ sich daher zu ihr auf den Ida bringen, wo Onone beiihrem Vater lebte; aber die Beleidigte verweigerte ihre Hülfe. Man brachte ihnnach Troja zurück, wo er starb. Onone, ihre Härte bereuend, erschien nun zu seinerRettung, aber zu spät, und erhing sich vor Verzweiflung.
Pari s, Haupkst. von Frankreich (20° L-, 48" SlstlS" Br.), 28,000 H..890,000 E., dalmnter gewöhnlich 80,000 Fremde, liegt im Depart. der Seine, anbeiden Usern der Seine in einer ebenen Gegend, 120 Fuß über dem Meere. DieUmgegend bietet nicht die Abwechselung dar, welche London umgibt. Statt der Gär-ten, Parks und Landhäuser, welche die Weltstadt an der Thenise einfassen, findetman bei P., nach mehren Seiten hin, große Strecken nicht einmal eingeschlossenerKornfelder. Auch ist das Leben auf den Heerstraßen, dasGewühl der ankommenden»ind abgehenden Wagen, Fuhrwerke und Reiter nicht so groß als in der Nähe derbritischen Hauptst. Die prachtvollste Annäherung von P. ist die von St.-Germainber. Von der Brücke von Neuilly an führt eine breite, mit hohen Bäumen besetzteKunststraße in gerader Linie zur Stakt, wo die Aussicht sich mit dem noch unvollende-ten-u'c rbo'ötoiwschließt. Dieser Triumphbogen sieht aufeiner Höhe, von wo die an-bei tbalb Stunden lange Hauptallee von prächtigen hohen Ulmen, an beiden Seitenmit schonen Gärten und Häusern begrenzt, zu einem reizenden Lustwalde ((äl>i,»>p!>-K! vv e!,) führt. Dann kommt man auf den Platz Ludwigs X V.; man nähert sich denTuilerien mit ihrem von Le Notre angelegten Garten und ihren Statuen, der Seinemit ihre.» O.uaiS und Brücken, dem VendOmcplatz mit der Siegessäule, dem Pa-last Bourbon, wo, sich die Kammer der Depütirten versammelt: man ist in Paris .