Band 
Achter Band. O bis Q.
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267
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Paris (Stadt), Umfang 2<H

für die Verschönerung derselben. 1664 wurden die Tuilerien, die Katharina vonMedici zu bauen angefangen, vollendet. 1665 erbaute Perrault die Eolonnade desLorrvre und fast gleichzeitig das Hotel der Invaliden, die Sternwarte, das ThorSt.-DeniS. Unter Ludwig XV. wurde die Tools miliwire und die noch nicht ganzvollendete Kirche 8te.-6s„evisvc aufgeführt. 1563 errichtete die Stadt dieStcitue Ludwigs XV. auf dem Platze seines Namens und eine Menge Pracht-gebäude. Die Revolution unterbrach die Verschönerung von Paris. Napoleon konnte seinen Plan, Paris , als die Hauptst. der Welt, mit Baudenkmälern imgrößten Style zu schmücken, nur zum Theil ausführen.

II. Umfang: 3 deutsche Meile», anderthalb Stunden im größten Durch-messer, eine Oberfläche von 34,996,800 ^IMeter. Don einer bedeutenden Höhein einer Centrallage (wie z. B. von den Thürmen der Notre-Dame oder der Kuppeldes Pantheons) herabgesehen, hat P. mit den Vorstädten fast eine Cirkelform, undda keine Kohlen zur Feuerung gebraucht werden, so erscheinen die Spitzen und Kup-peln seiner Kirchen und öffentlichen Gebäude in vollem Licht, und man bemerkt selbstdie entferntlicgenden und ihre Umgebungen sehr genau. P.ist, um Eontrebandeznverhüte», seit 1585 mit einer Mauer umgeben. Man unterscheidet 3 Stadttheile:Tu ville, lu cito und l'universits. Schlecht gebaut sind die östlich gelegenen Theile,die Vorstadt 8t,-Xnto!no, das Quartier»» äl«>-,is genannt, und die 6itc. Vonder Tito wurden die Straßen nordwärts nach dem Tempel und südwärts nach de nPantheon geführt, aber ohne ihneiz angemessene Breite und Eleganz zu geben, bisin spätern Zeiten die Richtung der Straßen südwärts nach der Vorstadt 8t.-6er-niaii, und nordwärts nach den Tuilerien genommen wurde. Die längste und schön-ste Straßd, die der villa l'i »e-.cke, o, ist 13,860 F. lang. In: Ganzen sind diemeisten Straßen, deren es 1094 (ohne die Sackgassen) gibt, in Paris enge. DerSchmutz wird besonders dadurch befördert, daß das Regenwasser m einer Rinne inder Mitte der Straßen abfließt und nicht an beiden Seiten. Nur einige her neuernStraßen sind aufletztereWeise und mitTrottoirS gepflastert. Schöne Straßen sind:lins cks liivoli, üue cle Lnsti-ssiono, Kuo >lv >u l'uix. Sie entstanden in Napo-leons Zeit und werden schon deßhalb unter der königl, Regierung vernachlässigt.Die Vorstädte machen mit der Stadt ein durch die Boulevards verbundenes Gan-zes aus, Alle Straßen werden durch 5035 Reverbercn erleuchtet. Die Häusersind in jeder Straße besonders numerirt. Noch bemerken wir, daß Paris jähr-lich 81 Mill. Fr. Abgaben zahlt (halb so viel, als die gesammten Niederlande );davon fallen 28 Mill. auf die Grundsteuer, 6 Mill. Ertrag der Lotterien, 5-sMils , Pacht der Spielhäuser, 4 Mill. von der Bricfpost. — Die 22 Bou-levards sind breite Straßen, an beiden Seiten mit Bäumen besetzt, jedochso, daß zivischelr den Bäumen und den Häusern noch ein breiter Weg bloßvon Fußgängern benutzt wird; sie nehmen den Raum ein, der in frühern Zei-ten, wo der Umfang der Stadt weit geringer war, aus Gräben und Wällenbestand. Diese Boulevards gehören zu den reizendsten Spaziergänger: vonParis . Ihre Länge ist auf einer Bogenform bedeutend, und viele Straßender innern und äußern Stadt lausen auf sie aus. Die mittlere Hauptstraßeder Boulevards ist stets mit Wagen, Reitern und Fußgängern gefüllt. Nichtminder anziehend sind die zahlreichen, auf das geschmackvollste aufgeputztenKaufmannsgewölbe, die verschiedenen Theater, Hotels, Restaurationen undCaffeehäuser mit ihren, im Sommer durch Leinwandmarkisen vor der Sonnegeschützten Besuchern, welche bei guter Witterung vor denselben, z. B, in derNähe des TaffeehauseS Tortoni, auf Stühlen gruppirt sind und stundenlangan dem Auf- und Abwogen der Menschenmenge Vergnügen finden. Mantiennk diesen Punkt auch wol 6oblei>c« oder 6anck, zur Erinnerung an die beidenEmigrationen nach diesen Städten. Zu den schönsten der 80 öffentlichen.