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Achter Band. O bis Q.
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Paris (Stadt), Denkmäler

sind: ^fokre-Oomo, 8le.-6enüvlüvo, 8l.-8ulpice, 8t.-klu5loosie und 8t.-Ilnc1rzu nennen. Die 27 H osp itä ler sind in neueren Zeit gut besorgt. DieGemäldeMercier'S u. A. vom II<>l«-I Dien haben alle Ähnlichkeit verloren. Eine Beschrei-bung derselben findet man in I). Easper's „Eharakteristikdersranz.Medicin" (Leip-zig 1822). Von den eigentlichen Hospitälern sind die sogen, bnspir^ verschieden,Anstalten, wo alte, schwächliche, verrückte Personen ausgenommen und verpflegtwerden. Die Salpetrige ist für unheilbare Wahnsinnige bestimmt; Bic<tre eineArt von Straf- und Verbesserungshaus. Über die Kirchhöfe s. Lachaise, überdas Taubstummeninstikut und die Anstalt für Blinde s. Sicard und Hauy, so-wie Blindeninstitute.

V. Monumente. 1) Das schönste öffentliche Denkmal in Paris ist dieSäule auf dem Platze Vendome, zur Erinnerung an die Siege des Feldzugs von1805, unter Denon's Leitung errichtet. Die Säule ist eine Nachahmung der tro-janischen in Rom , 134 Fuß hoch, und hat 12 F. im Durchmesser. Sie ist vonBronze, wozu die von den Ostreichern und Russen in diesem Feldzuge eroberten 425Kanonen das Material geliefert haben, ist mit 378 kunstvoll verbundenen, von Le-päre verfertigten bronzenen Schalstücken bekleidet und hat an 2 Mill.Francs geko-stet. Die Basreliefs der Schalflücke, welche vom Fuß bis zur Spitze sich spiralför-mig um die Säule winde», bilden einzelne meisterhaft entworfeneGruppen(Scenenaus demFeldzuge von 1805). Auf der Spitze ist eine Valerie und Kuppel. Unterdieser stand bis zum I. 1814 Napoleons Brustbild. Nach deni Einmärsche der Al-liirten wurde es herabgenommen, das herrliche Denkmal selbst blieb unvei letzt. 2)Der Triumphbogen auf dem Carousselplatze (von weit geringerm Kunstwerih alsdie Vendomesäule) wurde nach dem Kriege von 1806 errichtet und ist 45 Fuß hoch.1,815 wurden die venetianischen Pferde, welche auf der Spitze standen, von denOstreichern zurückgefedert und nach Venedig gebracht. 5) Der Triumphbogen ckeI'etoiie. an der Barriere von Neuilly, von Napoleon am 15. Aug. 1806 gegrün-det, wird zum Andenken an den Feldzug in Spanien von 1823 jetzt vollendet, ist133 F. hoch und 158 F. breit. 4) Das Thor von St.-Denis , ein Triumphbogen,von Ludwig XIV. errichtet, wird wegen seiner harmonischen Verhältnisse und seinerAusführung bewundert. 5) Aufdem 0<„>t i>e»1 ward die in der Revolution zerstörteStatue Heinrichs IV. zu Pferde, von Bronze, 1818 neu errichtet. 6> Aufdcmpl-me cle vietnire^ die von Ludwig XIV. , ebenfalls zu Pferde und von Bronze.7) (fn dem neuen Quartier, Vilt.i Troo-Aeiu gen., auf den Höhen von Ehaillot,ein 120F. hoher Obelisk zum Andenken des Feldzugs 1823 in Spanien . Oeffent-lichc Springbrunnen zählt man gegen 80. Zu den schönsten gehören die aufdem lOuoe 1)an>,I,i,ie. den Namen von Desaix führend, der auf dem Markte ücxiiinneeiüi, auf kem Boulevard Bondv, aus dem Platze der Bastille (in der Formeines kolossalen Elefanten) und im Palais Roval.

>1. Paris hat 39 Bibliotheken, mit 1,516,000 Büchern, 129,000Handschriften; der Zugang zu allen ist völlig frei. Die königl. Bibliothek, in derStraße Richelieu, eine der ersten in Europa , 450,000 Bücher, 80,000 Hand-schriften, ist reich an likerarischen Schätzen und den seltensten Manuscripten. Auchbefindet sich in derselben eine reiche Sammlung von Münzen und Medaillen. DieBibliothek des Nationalinstituts von 91,000 Bdn. ,st klein, aber erlesen. Nochsind die llilüivtbegne äl-nunin«, 100,000 B., 4000 Mscpte., die lle I'.nr5en!,I,170,000 B-, 5000 Handschr., die der 8te.-0enev'icve, 112,000 B. u. 20,000Handschr., die der Loole cke.? mine;. der Oour ,!<- ca^-ninn anzuführen. Auchdie Kammer der Deputirten und die Kammer der Pairs haben ansehnliche Bücher-sammlungcn. fjber das Museum der Künste im Louvre s. d. und Mu-seum. Das Museum für Naturgeschichte, das reichste seiner Art in Europa , istin den Gebäuden des Pflanzengartens aufgestellt. Die Seltenheit und der Reich-ten, vieler der hier aufgestellten trefflich erhaltenen Naturcrzeugnisse und die ge-