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schickte Anordnung des Ganzen verdienen das größte Lob; nicht minder der Pstan-zengarten selbst und die in demselben befindliche Menagerie. Das Museum derfranz. Monumente, das Le Noir seine Entstehung verdankte, war bestimmt, dieKunstdenkmäler aus der franz. Geschichte, welche sich in Klöstern, Kirchen undöffentlichen Gebäuden befanden, vor der revolutionnairen Wuth zu bewahren. Siewaren hier nach den Zeitaltern (dadurch auch die Fortschritte der Künste bezeichnend)ausgestellt. Nach der Restauration Ludwigs XVIIl. haben aber die Kirchen undviele der alten historischen Familien Frankreichs die ihnen zugehörenden Denkmale(meist auf Familienverhältnisse Bezug habend) zurückgenommen. Das Conserva-tormm der Künste und Gewerbe, eine große Sammlung von Modellen, ist fürjeden Techniker höchst belehrend.
VII. In der Literatur ist Paris ebenfalls Frankreichs Hauptst. An derSpitze der öffentlichen literarischen Anstalten steht das Nationalinstitut (s.d.).An deni Ilnre. 1 » lonifituile» sind die ausgezeichnetsten Astronomen undGeome-ter angestellt. Diele gelehrte Gesellschaften beschäftigen sich mit der Cultur einzelnerWissenschaften, z.B. mit Medicin, Chirurgie, Landwirihschast, den schönen Kün-sten, der Industrie '.c. Die pariser Universität, eine sehr alte Anstalt, ward durchdie Revolution aufgehoben. Napoleon's kaiserl., jetzt die königl. Universität vonFrankreich , ist die Aufsichtsbehörde von 26 Akademien. Unter ihr steht die Pari-ser Akademie, welche 5Facultätcn enthält: die theologische (vgl.Sorbonne),die für Rechtswissenschaften, die medicinische, die philologische und die für die Na-turwissenschaften. Die Vorlesungen sind unentgeltlich; 1827 waren 10,354 Stud.eingeschrieben. S. Eug.Dubarle'S „llisk. ste l'Univvüsttü, <Iep. ,cn». ori^. jusgu'Lunx j,iur.<i" (Par. 1829, 2Bde.). Außerdem hat Paris 4 große Lyceen, Lollcxze,genannt: LutwigsXlV., HeinrichslV., das (lest lege liouibon und das Karl d.Gr.Das tlolli'^6 rov.i! cle lAnuev mit Professoren für Mathematik, Astronomie, Che-mie, Geschichte, Gesetzgebung, orientalische Sprachen rc. ist einer deutschen Univer-sität an Bedeutung ähnlich. Die Specialschule für Medicin und Chirurgie ist einewol dotirte Anstalt. Im Pflanzengarten und bei dem Museum der Naturgeschichtewerden, von dazu angestellten Professoren, in 13 verschiedenen CursenVorlesungenüber Zoologie, Mineralogie, Geologie, Botanik :c. gehalten. Dieser ist noch dieSpecialschule für die schönen Künste beizuzählen. Die Normalschule ist bestimmt,Lehrer für die Secondairschulen im ganzen Reiche zu bilden. Die Militairschule istzur Erziehung von 500 jungen Leuten bestimmt, deren Däter im Dienste fürs Va-terland gestorben sind. Die polytechnische Schule (s. d.) ist der Bildung vonIngenieurs, Architekten rc. gewidmet. Im Oct. 1829 wurde, nach dem Planeder alten polytechn. Schule, unter der Aufsicht von Männern wie Chapkal, eineLcole centrulo clc'5 arl; et nmnulbct. üestiiiee ä lormcr clex ingünn-uis cüvilg,lies cli«ls cke manuk. etc. eröffnet. Auch die Veterinairschule zu Alfort ist hier-her zu zählen. Privatvereine, z.B. 4 religiöse und Philanthrop. Gesellschaften derLutheraner und Reformirten, die Haupkbibelgesellschast mit 120 Töchtervereinen,die Missionsgesellschaft, die der christlichen Moral, und mehre literarische gibt esin verschiedenen Abstuftingen und von verschiedenen politischen Farben. Die 8o-cicte ckes licunws letiies ist der reinen Monarchie zugewendet, das Ailienäe cie?ur!s den constitutionnellen und den liberalen Ideen. Unter den zahllosen Privat-anstalten für Iournallecture ist eine ter bedeutendste», besonders für engl. Jour-nalistik, die von Galignani. 1829 erschienen in P. 160 nicht politische Journale,davon täglich 13.
VIII. Handel und Gewerbe. Die pariser Manufacturen liefern vorzüg-lich Lupusartikel, haben in diesen aber einen hohen Grad von Vollkommenheit undWohlfeilheit erreicht, sodaß ihr Absatz nach allen Theilen von Europa und nach denandern Welttheile» sehr bedeutend ist. Au den wichtigsten gehören die Juwelier-,Gold- und Silberarbeiten, die sich durcb Geschmack, zierliche Arbeit und niedrige