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und die Damen Grassari, Dabadie, Sainville, und im Tanz die Damen Bigot-tini, Hulin, ?lnatole, Albert, Marinette, Fanny Bias, Elie, Neblet, unddie Herren Paul, Albert, Neblet, Milen, Monjoie, Capelle , Coulon, Gosielinu. ?l. Die Preise der Platze sind nach deutschem Maßstabe hech: Balcon 10 Fr.;erste und zweite Lege 7 Fr. 10 ö2.; Parterre 4 Fr.
2. 'I'bäälrc l'r.ixrisi (auch wol l'reioicr l'lx'ätie keaix.iiz gen.) in derStraße Richelieu und mit dem Palais royal zusammenhangend. Der erste Ur-sprung dieses Theaters fällt in d. I. 1518, wo es im Hotel lioiir-pigix- errichtetwurde. Meliere verband sich 1650 damit. Von 1889 an wurde es in die Straßekr>55>'':5 8t.-6erni.ix> , 1770 in die Tuilerien , 1782 ins Odeon, und als dies1790 abbrannte, in das jetzige Gebäude verlegt, dessen Erbauer der ArchitektLouis war. Das Haus bildet inwendig eine Art von CircuS . Die Galerie wirdvon 28 dorischen Säulen getragen, die in einem ununterbrochenen Halbkreise umdas Parterre gehen. Zwischen diesen sind die Logen. Das Theater wurde 1787—89 erbaut und 1822 unter der Direction von Percier und Fontaine im In-nern sehr verändert. Der größere Theil der Säulen, der der Aussicht auf dieBühne hinderlich war, hat Ruthen von Gußeisen Platz gemacht; auch durch andreVertheilungen des Raums hat das Innere an Schönheit und Bequemlichkeit ge-wonnen. Rund um das Gebäude geht eine bedeckte Galerie, in der sich eine Mengekleiner Buchhändler und Quincaillenekrämer befinden. — Das Repertoire dieserBühne besteht lediglich aus den als classisch anerkannten dramatischen Meisterwer-ken der ältern und neuern franz. dramatischen Literatur, sowol in der Tragödieals in der Hähern Komödie. Ebenso theilen sich die Schauspieler in diese zweiHauptgattungen, und nur selten wird es ein jugendliches Talent wagen, sich inbeiden zugleich zu versuchen. Hier sieht man also die unsterblichen Meisterwerkedes Corneille, Racine, Voltaire, Cr.billon, Molsire darstellen, und zwar wiedie Tradition diese Darstellungen im eigentlichen Charakter der franz. Bühne er-heischt. Durch die Darstellung der franz. Tragödie wird sich der Ausländer, be-sonders der Deutsche, zuerst zurückgestoßen fühlen, bis er sich an sie gewähnt,wo er dann ihre wahren Vorzüge erkennt; um so mehr wird ihn die höhere Komö-die, wie sie auf diesem Theater heimisch ist, anziehen. Hier verbindet sich diehöchste Wahrheit mir dem feinsten Weltton und der größten Einfachheit. Es sinddie täuschendsten Naturgemälde der vergangenen oder der jetzigen Zeiten, wenn eSdem Dichter selbst gelungen war, die Züge derselben nur einigermaßen richtig auf-zufassen, denn unter dem Spiele der Künstler dieser Bühne scheint sich jedes Ge-mälde zu veredeln und einen höher» Charakter der Kunstbildung anzunehmen. Vonden Schauspielern der frühern Zeiten nennen wir einige, deren Ruhm sich bis jetztals classisch erhalten hat: Baron , Brizard, Lekain, Clairval, Mob-, Larive,Fleiiry, Aufresne, Dufresne , Grandmenil, Grondval, Monvel, St.-Phal, Previl-le, St.-Prir, Vanhove; und von Frauen: Lecouvreur, Gaußin, DumeSnil, Clai-ron, Devienne , Contat, Raucourt. Seitdem war das tragische Fach insbesonderein den Händen von Lafont und der Damen Duchesnois und Paradol, und daskomische in denen von Damas, Faure, Granville , Michelot, Baptiste, Michot undArmand, sowie der Damen Mars (eine der ersten Schauspielerinnen, die je diefranz. Bühne betraten), Bourgoing, Leverd, Hervey, Dupuis und Manie.
3. Die komische franz. Oper, auch die Oomc.lie I^rig»,- und im gemeinenLeben von der Straße, wo es sich befindet, '1'lxsiUre lA-eesi-iu genannt, eines deranmlikhigsten pariser Theater. Wenn auch einige ausgezeichnete Künstler, dieim Anfange dieses Jahrh, m der ersten Blüthe ihrer Talente waren (Ellevion,Martin, Gavaudan, Mad. St.-Aubin, Mad. Gavaudan u. A.), sich jetzt zumTheil zurückgezogen haben, so ist ihm doch Reiz genug geblieben und wieder neugeworden, um hier dw heitersten Abonde zubringen zu können. Die aus dieser