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Bühne einheimische Gattung issauch in Deutschland so beliebt geworden, daß dieRepertoires der deutschen Bühnen für die komische Oper fast aus nichts als ausÜbersetzungen der Stücke bestehen, welche für dieses Theater geschrieben und com-ponirt sind. „Ioconde", „l.-> ti>!i,", „Aschenbrödel", „Ein Haus üb zu Er-kaufen", „l,'o,x-u> ,:nnsu,ue", „Adolfund Clara", „Rothkappchen" und früherdie Gr, try'schen Compositionen, wie „Zemire und Azor" u. s. w., gehören da-hin. Die vorzüglichsten Componiflen, welche für dasselbe geschrieben haben, sindNicolo, M. hul, Bcrton, Grötrv, Dalayrac , Monsignv, Boyeldieu, Dlangini,Soli,-, Dezedes u. ?l. — Don den Dichtern der beliebtesten Stücke dieser Bühnenennen wir Etienne und Hofniann, außerdem Bouillo, Nanteuil, Sedaine,Duval, Dupaty, Scribc u. ?i. Zu den beliebtesten darstellenden Künstlern dieserBühne sind zu zählen: Martin, der erste Sänger in seiner Gattung und in seinemvon ihm geschaffenen Fache feiner Bedienten in den Sitten unserer Zeit unnachahm-lich; dann Chenard, Iuliet, Ponchard, Huet, Daraneourt, Castel und dieDamen Doulanger, Ponchard, Paul, Pradher, Rigaud u. A.
4. Odeon, oder »t!ee»»l 'klxiätt-e in der Vorstadt St.-Germain,
neben dem Luxembourg . Dasselbe wurde 1131 nach den Zeichnungen von Peyreund Wailly gebaut; man nannte es damals l'lx-->t,e ü i>,x-->G da die erste Schau-spielergesellschass, welcher diese Bezeichnung gegeben wird, hier ihre Vorstellungengab. Am 20. März 1193 brannte es ab; man baute es wieder aus, und jetztwurde es einer zweiten Schauspielergesellschaft eingeräumt, die mit dem erstenfranz.Theater in Wetteifer treten sollte. Von dieser Zeit an nennt man es 'I'lxüUre«><; I't )ck,:»». 1818, wiederum t. 20. März, wurde es zum zweiten Mal eilige
äschert, aber schon am 2. Oct. 1819 wieder eröffnet. Sowol die äußere Architek-tur als die innere Einrichtung dieses OdeontheaterS ist reich und geschmackvollletztere dabei ausgezeichnet bequem. Die Gattung der hier dargestellten Stücke ickder des Premier I'lxüUre !>-:>, X--XÜ völlig gleich, und beide Bühnen wetteifern miteinander. Das ältere Repertoire der franz, dram. Classiker kann von beiden Thea-tern gegeben werden; von den lebenden dramat. Dichtern hat jede Bühne ihr be-sonderes Repertoire. Madem. Georges ist die vorzüglichste Stütze dieses Theaters.Als Medea , Semiramis, Phädra, Merope, Agnppine, als Salome in derneuen Tragödie „bau ä1.-,el>-,l«'-e-s", von Soumet, verdient diese Künstlerin diegrößte Bewunderung. Außerdem sind im tragischen Fache Ioanny, Lafargue undDavid, und in der Komödie Faure und die jüngere George zu bemerken. So nütz-lich das Dasein dieses zweiten Tliö-Urc- I'r-nio. gehalten wird, um das Hauptthea-ter anzufeuern, dem Übermuthe seinerKünstler ein Gegengewicht und den dramat.Dichtern größern Spielraum zu geben: so erhält es sich doch nur durch dirbedeutenden Zuschüsse, welche die Regierung gibt.
t 6. Italienische -Oper; der Sammelplatz der ersten pariser Gesellschaft, dervornehmen Welt. Die innere Einrichtung ist ebenso bequem als geschmackvoll.Das Orchester wird für das vollkommencke in seiner Art gehalten. Die Regierungbegünstigt die ital. Oper als eine Schule und als Vorbild des guten Gesangs,und die Direction ist sehr wachsam, um die Schauspielergesellschaft stets vollstän-dig und gut zu erhalten. In den letzten Jahren waren es vorzüglich Mad. Fodor,Galli, Pasta und Cinti, welche das Publicum ebenso sehr durch ihre» Gesang alsdurch ihr Spiel entzückten. Die vorzüglichsten Künstler dieser Bühne waren Don-gelli, Garcia, Graciani, Pellegrini, Levasseur, Bordogui, Zuchelli. Diesen5 größern Theatern folgen 3 kleinere Volkstheater:
6. bböäiie üu vnixw, ille. In der Straße Chartres . 7. Ovixiwüe ckr.-l-Iiml'upic, und 8,'I'lieütte lle<i v-x ü-tös. Beide auf den Boulevards. In diesenTheater» zeigt sich insbesondere die unerschöpsiiche Fröhlichkeit der Franzosen , ihrleichter Witz und ihr Talent, der geringsten Kleinigkeit Stoff zum Lachen und zu