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Park
einem Bonmot oder Talembourg abzugewinnen, in ihrem ganzen Glänze. DieZeichnung der zahllosen kleinen Stücke, welche hier gegeben werden, ist mit wenigkecken Strichen hingeworfen;, hier gibt es keine verwickelte Intrigue, keine pracht-vollen Decorationen; es wird den Sinnen ebenso wenig geschmeichelt als anHerz, Gemüth und Phantasie gedacht; nur für den Witz sind sie geschrieben; siescheinen geschaffen, um den angeborenen Tact der Nation, der jede Lächerlichkeitsogleich fühlt, noch zu schärfen; die Geißel des Spottes ist hier stets geschwungen,aber mehr aus Lachsucht als aus Bosheit. Die kleinen Lieder, die darein ge-webt sind und als echte Volkslieder auf allen Straßen tönen, haben einen ganzeignen piguanten Nationalcharakter: sie beweisen, daß die Tonsprache nicht bloßGefühle, sondern auch witzige Einfälle auszusprechen vermag. Rasch und kurzbegleiten hier die Klänge die Worte; ein solches Vaudevilleliedchen unterbricht dasmuntere Gespräch gar nicht, es erhöht nur dessen Lebhaftigkeit. Oft belustigt es,in diesem höhern Vaudeville Gegenstände personificirt zu sehen, die sich die Phan-tasie sonst wol schwerlich gestalten würde. Es fällt selten etwas Bedeutendes aufden andern, selbst den größten Theatern, vor, das hier nicht parodirt würde. AuchArleguin belustigt oft auf diesen Bühnen. Das besuchteste dieser 3Theater war eineZeit lang das dessen Einnahmen selbst die des ersten'1'böütro kraue.!,is
übertrafen. Das V.iuckoville ist gegenwärtig in Verfall. Die Variete« haben anPotier, Bninet, Lepeintre für ihre Fächer unübertreffliche Künstler. Im Vancke-ville ist Philippe sehr beliebt, beim 6,v>nna«e vor Allen Perlet, Gonthier, Leon-tine Fay. Eine große Zahl Dichter arbeitet für diese 3 Theater. Einer der belieb-testen und unerschöpflichsten ist Scribe.
9. l iieätre >Ie la Porte 8t.-klart>n. 10. Tlrealre ste 1a Aaiete. 11,bi-su oomigne. Sämmtlich auf den Boulevards. Alle 3 geben vorzüglich Melo-dram, Pantomime und Ballet. Die beiden letztem sind mehr für die niedernStände berechnet. Das erstere behandelt seine Aufgaben mit Anstand; man siehthier öfter die schönsten Decorationen, Prachtaufzüge, glänzende Pantomimen,wohlgeordneteBallets u.s. w. Ritter-, Räuber-, Geister- und ZaubermärchenHausen hier; je grausenvoller, desto beliebter. Viele junge Talente bilden sich hier,die dann zu den größern Tbeatern übergehen. Das l'Iu-ätrc cke la Porte 8i.-lllarti» wurde 1781 vom Architekten Louis in 76 Tagen gebaut, was man, wennman dies schöne, ja prachtvolle Gebäude sieht, kaum glaublich findet. Der Zweckdes eiligen Baues war die Unterbringung der großen Oper, da das alte Opern-haus in Feuer aufgegangen war. 12. Auf dem am 1». Nov. 1821 eröffnetenp.n,or->„i-t ,1r-,n-tti,zuo dursten nur solche Stücke gegeben werden, die 2 spielendeund redende Personen haben. Dies kleine, freundliche Theater wird viel besucht.13. In dem 1817 eröffneten Lirgue ol^mpiguc des H. Franconi spielen diePferde die Hauptrolle. Die Schönheit der innern Einrichtung verdient Bewun-derung. Die Bereiterkünste, in denen die Familie Franconi vom Großvater biszum Enkel ausgezeichnet geschickt ist, gehen stets dem angekündigten Schauspielevoran. Dies besteht dann in der Ausführung einer historische» oder phantastischenAufgabe, aus Pantomimen, in denen Aufzüge, Gruppirungen, Tänze undManoeuvreS zu Pferde vorkommen, die mit großem Kostenaufwand und seltenerKunst ausgeführt werden. Macbeth, Blaubart, Cain, Atala, der rasendeRoland, ein Convoy von span . Guerillas überfallen, sind einzelne solcher Pan-tomimen, an denen sich Her schaulustige Pariser und der neugierige Fremde nichtsatt sehen können. Als ein 11. Schauspiel figuriren noch die8oi>öes cke blr. Lvmto,im Durchgang der Panoramas, oder auch 'I'Ncölre cle m.igäe genannt. Hier findetman Geisterbeschwörung, physik. Kunststücke, Bauchrednerkünste u. dgl. —k—
Park, eine große, mit Mauern und Palisaden umschloffene Erdfläche,um Etwas innerhalb dieses Raums aufzubewahren, z. B. im Feldlager die nölhi-