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Achter Band. O bis Q.
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Park

gen nulitairischen Geräthschasten; daher Artilleriepark. An fürstlichen Schlössernund Palästen nennt man einen Park eine große, baumbepflanzte, mit Allee und Waldabwechselnde, umschlossene und zum Hegen des Wildes bestimmte Erdfläche. Diealten Römer harten solche Parks an ihren Villen, um das Vergnügen der Jagd destoungestörter genießen zu können. Als sie nur noch Hasen hegten, waren diese Parks(lepen-ariH klein, erhielten aber nachmals, da auch größeres Wild gehegt ward,einen bedeutenden Unifang. Am berühmtesten waren der Park des PompejuS undder des HorrensiuS. Zn neuern Zeiten sind die Parks der Engländer berühmt.„Die Regierungsverfassung", sagt ein ungen. Schriftsteller sehr richtig, „hat wolden ersten Grund zu den engl. Parks und ihren Anlagen gegeben, und zwar da-durch: es wird nach einem ausdrücklichen Gesehe kein Wildpret im Freien gedul-bet, weil dadurch dem Nachbar Schaden geschehen kann; wer also Wildpret habenwill, muß es einsperren; reiche PartieulierS nahmen einen Theil ihres Waldesund ihrer Felder dazu, befriedigten beide und hielten darin das ihnen nöthigeWildpret. Da dieses meistens in der Nähe ihrer Landhäuser war, die Engländeraber mit einem großen Vermögen auch größtentheils einen richtigen Geschmack ver-binden, so gab dieser Wildgarten oder Park ihnen Gelegenheit, Anlagen man-cherlei Art in demselben zu machen". Da nun die neuere Gartenkunst sich aus Eng-land über Europa verbreitet hat, so ist es gekommen, daß man häufig Park undGartenlandschaft oder Lustwald, Lustanlage, englischen Garten, mit einander fürgleichbedeutend nahm und unter Park sich ein großes Stück Feld dachte, das zumausgedehntem Genusse durch einfache Kunst verschönert wurde. Gilpin, der demursprünglichen Begriffe eines Parks treu geblieben ist, hat zugleich gezeigt, wiedie Gartenlandschaft mit ihn: zu vereinigen sei. „Der Park," sagt er, „ist eineaußerhalb England wenig bekannte Art von Landschaft und einer der herrlichstenZubehöre eines ansehnlichen Landhauses. Nichts theilt einem Gebäude so vielWürde mit als eine solche anziehende Länderei, und nichts hilft die Wichtigkeitdesselben stärker bezeichnen". Billig aber muß der Park mit der Größe und Würdedes Gebäudes im Verhältniß stehen und Nettigkeit und Zierlichkeit mit ihm theilen.Der Park ist entweder durch Kultur angepflanzt, oder, wenn er natürlicher Waldwar, durch Kunst vervollkommnet; dann erwarten wir eine Schönheit und einenContrast in seinen Baumgruppen, wonach wir uns in den wilden Naturscencnumsonst umsehen. Wir erwarten, daß seine Grasebenen mit ihren Zubehören inGröße, Gestalt und Verzierung angenehm mit einander contrastiren. Wir er-warten, wenn man einzelne Bäume stehen gelassen, daß es die schönsten, zierlich-sten und wagerechtesten ihrer Art sein werden; daß kein Tändelwerk das Auge be-leidige, und alles rauhe, üppig wachsende Unterholz bis auf die Stellen abgetrie-ben sei, wo es eine Scene zu verdichten oder zusammenzuhängen-, oder eine Be-grenzung zu verstecken nothwendig ist. Kosten erfodernde AuSzierungen werdennicht verlangt. Tempel, chinesische Brücken und dgl. fremdartige Dinge erweckenunharmonische Vorstellungen. Ist wo eine Brücke nöthig, so sei sie niedlich undschlicht; oder eine Wildhükte, oder eine Försterwohnung, so sei ihre Bauart soeinfach als ihre Bestimmung. Eine Auszierung wären wir geneigt zu erlauben:ein schönes Thor nämlich zum Eingänge in den Park; dieses aber müßte an Reich-thum, Zierlichkeit und Bauart mit dem Hauptgebäude übereinstimmen. DasselbeVerhältniß hat auch ein durch den Park hinlaufender Fuhrweg. Er sei breiter oderschmäler, je nachdem es das Hauptgebäude ist, auf welches er zuführt. Er windesich, aber schweife nie ohne zureichenden Grund umher. Auf jeder Seite des Zu-ganges und auf den Fuhrwegen, sowie den besuchtesten Spaziergängen, müssenalle Begrenzungen dem Auge entzogen sein; die Ansicht einer Umpfählung magzwar in einzelnen Fällen malerisch sein, allein in der Regel mißfällt sie. Läuft einnatürlicher Fluß durch den Park, oder liegt eine wahre Ruine darin, so mag man