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Achter Band. O bis Q.
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284 Park (Mungo) Parlamente

wol den glücklichen Fall aufs Beste benutzen; die künstlich geschaffenen hingegen sindgewöhnlich von schlechter Wirkung. Auch mit deni künstlichen See steht es mißlichaus; Großheit läßt sich selten hervorbringen. Damhirsche sind die natürlichsten Be-wohner des Parks, und allerdings sehr schon; allein Rindvieh- und Schafheerdensind auch schön und nützlicher. Noch gibt cS in England kleinere Anlagen zu Privat-gebäuden, oder in-Ltädten, welche man l'w-nnn<> ^roniiil, Lustthal, nennt, zumBeweise, daß nicht jede engl. Anlage auch ein Park sei. ,l<I.

Park (Mungo), ein Wundarzt aus Schottland , bekannt durch seine Reisenin Afrika. Er war eben von einer Reise nach Indien zurückgekehrt, als die n.d.N.

zur Erforschung des Innern von Afrika, seit 1768 zu London errichtete Gesellschaft die Nachricht von dem durch Verschmachtung oder Meuchel-mord herbeigeführten Tode des Majors Hughto» erhielt, welcher auf ihre Kosteneine Reise nach Afrika unternommen horte. P. erbot sich zu einer gleichen Unter-nehmung, erhielt die Genehmigung, und brach am 22. Mai 1765 nach der engl.Factorei Pisania am Gambia auf, wo er sich einige Monate zu s. Reise vorbereiteteund die Mandingosprache erlernte. Bon W. nach D. durchstreifte er die König-reiche Mulli, Bondu, Kädschaga, Kasson, Kaarta und Ludumar. In lehterm ge-rieth er im Anfange des März 1766 nahe bei der Gegend, wo sein VorgängerHoughton den Tod gefunden hatte, in die Gefangenschaft des maurischen KönigsAli, wo er der rohesten Behandlung und den offenbarsten Lebensgefahren so preis-gegeben war, daß er den verzweiflungsvollen Entschluß faßte, auf gut Glück, teSZwecks seiner Reise eingedenk, landeinwärts zu fliehen. Das Wagestück gelang ihmso glücklich, daß er in der 3. Woche seiner Flucht, am 26. Juli 1766, das großeZiel seiner Reise, den Niger , erblickte, dessen Lauf er so lange verfolgte, bis er sichunübersteiglicher Hindernisse wegen zur Rückreise entschließen mußte. Den Wegwestwärts längs des Niger nehmend, kam er im Sept. im Königreiche Mandingzu Kamilia an, wo er Krankheit und Sicherheit wegen 7 Monate verweilen mußte.Ein Sklavenhändler, mit dem er einen Accord schloß, brachte ihn von da am 16.Juni 1767 nach der engl. Factorei am Gambia , wo er vor 18 Monaten abgereistwar, zurück; am 15. ging er über Antigua nach London ab und traf daselbst ani25. Dec. nach einer Abwesenheit von 2 I. und 7 Mon. wieder ein. Die mit stren-ger Wahrheitsliebe abgefaßte, äußerst anziehende Beschreibung seiner Reise erschienenglisch , Lond. 1798, 4.; deutsch mit (sehr entbehrlichen) Änmerk. des Übersetz.,Hamb. 1766 (oder der „L)ee-und Landreisen", 12. TH-), Berl. 1769; Erfurt 1867. P. trat im Anfange 1865 eine neue Reise nach Afrika an. Seine letztenNachrichten, 1811, waren von Sansanting am Niger . Von hier reiste er nachdem Königr. Haoussa, wo er durch Unterlassung eines Geschenks den König belei-digte, der ihn in einem engen Passe an einem Flusse, welchen er herabschiffte, umdie Mündung des Nigers zu finden, von Bewaffneten angreifen ließ. Von denSteinen und Pfeilen der Schwarzen verfolgt, suchte er, als seine Gefährten bisauf Einen getödtet waren, sich durch Schwimmen zu retten, und ertrank. DieNachrichten von dieser 2. Reise, nebst einer Lebensgeschichte des unglücklichen Rei-senden, erschienen 1815 (a. d. Engl . von Büttner, Sondersh. 1821). Auch seinSohn, der Nachrichten von ihm einziehen wollte, starb in Aguamba am gelben Fie-ber den 31. Oct. 1821. -V—

Parlamente, ein Name für die höchsten Gerichte Frankreichs und eini-ger andern Lander. Sie entstanden aus den alten Hofgerichts - und Landtagen derKönige, welche, zumal wenn sie außer den gewöhnlichen Zeiten gehalten wurden,Parlament hießen. Die Barone entschieden dabei, mit Zuziehung der Geistlichen,Magnaten und des Kanzlers, auch Rechtssachen. Bald aber stellten die Könige vonFrankreich für die Beschwerde» und Appellaüonen, welche von deü Eingesessenenibror Erblandc an den Hof gebracht wurden, rcchtsverstandige Rathe an, und die