Band 
Achter Band. O bis Q.
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Parr ParrhasüiS 281

stimmten Zeiten zurückkehrend, oder unregelmäßig, zu unbestimmten und in unglei-chen Zeiträumen wiederholend; in den meisten Fiebern fällt die Zeit des Paroxys-mus auf den Abend oder in die Nacht, daher die Kranken in dieser Zeit sich allemalschlimmer befinden als Vormittags, wo gemeiniglich der Nachlaß des Fiebers ein-tritt. Selbst dann, wenn das Fieber dem Anscheine nach gänzlich verschwunden ist,bemerkt derKranke oft noch Abends oder in der Nacht etwas gelindFiebci Haftes. II.

Parr (Samuel), I)., Landprediger, berühmt als Schulmann und Philolog,insbesondere durch s. classischen lat. Grabschriften, z. B. auf Gibbon, war geb. zuHarrow on the Hill d. 15. ^an. 1741. Seine Vorfahren waren eifrige TorieS;er selbst war ebenso eifrig Whig. Dies schadete seinem bürgerlichen Glück. Aufder Scbule s. Geburtsortes wetteiferte er mit s. Jugendfreunden, dem berühmtenSir Will. Jenes und den, I). Pennet. Als er 14 Z. alt war, bestimmte ihn s. Va-ter, ein Wundarzt und Apotheker, zum Nachfolger im Gewerbe; allein P. sehtedas Studium der Classiker so anhaltend fort, daß ihn s. Vater von 1765 an inCambridge Philologie stutiren ließ. 17kl ward er Unterlchrer an einer Schule,dankte 1771 ab, legte eine Erziehungsanstalt an, gab sie aber Schulden wegen auf,ward 1777 wieder Schulmann und zog eineMenge vortrefflicher Männer, u. A.den berühmten Philologen Maltby und Rich. Brinslev Sheridan. 1781 wurdeer in Cambridge I>. der Rechte, wo er durch s. juristischen und classischen Kenntnisse,wie durch s. Dialektik und lat. Beredlsamkeit allgemeines Staunen erregte. Dar-auf erhielt er eine Domherrnstelle an der Paulsküche in London ; 1786 nahm ereine Psarrstelle zu Hatten in Warwikshire an, wobei er junge Leute in s. Hause er-zog. Hier hätte s. Bekanntschaft mit Pr iestley (s. d.) beinahe den Verlust seinerBibliothek veranlaßt, welche der aufgebrachte Pöbel vernichte» wollte. Auch entstandüber s. berühmte Recension von II. Combe's AuSg. deS Horaz, 1793, ein heftigerFederkrieg. Zugleich schrie man über s. Anhänglichkeit an Fox und dieWhigö, weildies einem Zugendlehrer nicht zieme, so lange, bis er 1801 die Erziehung ganz auf-gab. Der geistreiche P. wurde seiner Rechtschaffenheit wegen von seinen Schülernund seiner Gemeinde ebenso sehr geliebt als wegen seiner Gelehrsamkeit und Kan-zelberedrsamkeit bewundert. Er war (1820)Kaplan der verst. Königin; SirFran-cis Burdett gab ihm 1802 das Einkommen von einerPfarrstelle, und der Whigclubbein Zahrgeld von 200 Pf. Seine eigne Stelle tauschte er mit einem Freunde,blieb aber fortwährend in Hatten thätig, wo er viele wackereMänner, ohneRück-sicht darauf, zu welcher Partei oder Kirche sie gehörten, bei sich sah. Als 80jährigerGreis munter und arbeitsam, besaß er noch ein außerordentliches Gedächtniß unddie größte Fertigkeit im Schreiben, doch so unleserlich, daß wenig davon im Druckerschiene» ist. Er starb d. 6. Mai 1825. Zn seinem Testamente vermachte erdem Pros. Hermann in Leipzig als dem größten Kritiker seiner Zeit einen golde-nen Ring. England nennt P. seinen ersten Latinisten und erzählt sich viel vonseinen Sonderbarkeiten, daß er z. B. eine vorzügliche Kenntniß im Glockenläu-ten (bell-riuAiliA) besessen u. s. w. S. Barker's „lArrbiii» oder 8Iiktcb«-sc>s tlie Inte 1). 8»n>. i'nir^ (Lond. 1828), (). Zohnstone's „Ilie -vorlis cil 8.sisrr, mit älemoirs osi bis lil'e snck -vritin^s" (8 Bde., Lond. 1828), undW. Field's „VIemoirs -incl corresponcikiice c>s tbe Inte 1). 8. p.-,rr", nebstbiographischen Nachrichten von ihm und seinen Zeitgenossen (2 Bde., London 1828). 62.

Parrhasius, ein griech. Maler, geb. aus Ephesus . Sein Vater Euenor,ebenfalls Maler, blühte um 420 vor Chr. Der Sohn war ein Zeitgenosse undNebenbuhler des Zeuxis. Nach Plinius brachte P. zuerst Ebenmaß in die Male-rei, lebhaften Ausdruck und Anmuth in die Gesichtsbildung und Gebärde, undübertraf alle Maler im Umriß. Es werden mehre seiner Gemälde von den Altenangeführt. Sein hoher Ruf machte ihn stolz und anmaßend. Wie Akhenäus ver-

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