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Achter Band. O bis Q.
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Parry

sichert, ging er in Purpur gekleidet, mit einem goldenen Kran; auf dem Haupte,und leitete nach Plinius seine Abkunft von Apollo ab, der den Beinamen Parrha-sius fuhrt. Er wetteiferte mit dem TimantheS aus Samos in einem Gemälde,das den Ajax, wie er mit dem Ulysses um die Waffen Achill's kämpft, vorstellte.Als seinem Gegner der Preis zuerkannt wurde, sagte er spöttisch: es sei ihm umden Helden leid, daß er abermals von einem NichtSwürdigen überwunden worden.

Parry (Sir William Edward ), Seecapitain, bekannt durch vier Nord-polexpeditionen (s. d.), der 4. Sohn des als Arzt und Medicin. Schriftstellerberühmten ll. Caleb Hillier Parrv, geb. zu Bath d. 19. Dec. 1790, erwarb sichschon als Cadet auf dem Schiffe Dille de Paris (seit 1803) die Achtung aller See-männer, insbesondere des nachmal. Admirals Eormvallis. Später befehligte er imBelt ein Kanonenboot. Stets mit Astronomie, Nautik und Aufnahme von See-charten beschäftigt, erhielt er auch als praktischer Seemann wichtige und gefahrvolleAufträge. So drang er 1811, um den Wallstschsang zu schuhen, bis zu 76' N. Br.hinauf. Dann machte er Regeln zur Bestimmung der Polhöhe durch Beobachtungder Fixsterne bekannt. 1817 kehrte er nach England zurück, wo er 1818 bei des ssa-pitains Roß Nordwestpolarfahrt die Führung des zweiten Entdeckungischiffes Ale-xander erhielt. Die zweiteFahrt unternahm er als Befehlshaber einer von ihm selbstvorgeschlagenen Expedition 1819, wo er aufderMelville-Insel überwinterte. Nachs. Rückkehr im Nov. 1820 ward ihm und seinen Seeleuten, nach dem Ausspruchedes Längenbureaus zu London , einer der für die Entdeckungen im Nordpolarmeerevom Parlamente ausgesetzten Preise, 5000 Pf. St., ausgezahlt, weil sie bis zuni110°L. in dem Polarmeere vorgedrungen waren. Für die Handschrift der Beschrei-bung dieser Reise gab ihm der Verleger 1000 Pf. St. 1821 unternahm er, nebstdem Cap. Lyon , eine dritte Nordwestpolarfahrt (die 2. unter seinem Oberbefehl),von der er 1824 zurückkehrte. Sein „Icmrnal <K:> 5eLvuü 1c» ll>o ,linea-rere <>k tlio iiorlinvent 1821—23. in II. 21. nbipn i'urx anst Ilcela"

(mit Kpsrn., Lond. 1824, 4.), nebst dem „Ippenüix oc>nt»i»in^ tl>e naturckliictorv elf.", hat die Kenntniß jener Küsten, Buchten und Inseln sehr erweitert.(S. die Übersichtscharte von P's. Entdeckungen in den „N. Geogr. Epheni.",1824, 14. Bd., I. Stück.) Im Sommer 1824 unternahm er eine 4>, unterseinem Oberbefehl die 3. Nordwestexpedition, von welcher er im Oct. 1825 zurück-kam, nachdem er, durch den Verlust der Furie im Eise, zur Rückkehr mit dem Hellagezwungen worden war. Er hatte mit beiden Schiffen in der Prinzregent-Bai(71° N. B. überwintern müssen. S. dessen „9c»i,,i,I oi' -> zlürst vovnpe <-te.1824—25" (Lond. 1826, 4.). Eins der wichtigsten Ergebnisse dieser Fahrtenist die Bestimmung der Meerenge, welche Grönland von Amerika scheidet undzur Ehre deS Geographen Barrow, der die Plane zu diesen Reisen entworfen hat,die Barrowstraße genannt wird. Am 25. März 1827 trat Eap. P. mit dem Hc-kla eine vierte Nordpolexpedition an, um von Spitzbergen aus mit Wchlittenbis an den Nordpol vorzudringen; allein er kehrte schon im Sept. d. I. zurück,ohne seinen Zweck erreicht zu haben. Dieser kühne Seefahrer ist zugleich ein sehrgeistvoller Mann und dabei von großer Umsicht. Dies hat er durch die sinnreichen

Veranstaltungen bewiesen, durch welche er seine Mannschaft während der langenWinternacht im Eise froh, thätig und gesund zu erhalten wußte. Wen» er auchdas Ziel, die nordwestliche Durchfahrt, nicht erreichen oder vielleicht nur dessen Un-möglichkeit darthun sollte, so geben ihm dennoch sein Muth, seine Talenre undseine Ausdauer einen ausgezeichneten Platz in der Geschichte. Sein Name reihtsich schon jetzt an die Bassin, Hudson und a. berühmte britische Seefahrer und Ent-decker an. Im Juni 1829 begab er sich als Tommissair der australischen Acker-baugesellschaft nach Port StephenS, ,90 engl. Meilen nördlich von Aidney. Ans. Stelle als Hydograph der'Admiralitär ist Lap. Deausort getreten. — Sein Bru-