ParskN Particip 293
der, Charles Henry P., Arzt zu Bath, Mitglied der phvs. Gesellschaft inGöttingen , ist bekannt als Vf. inchrer ärztlichen und staatswirthschaftl. Schriften.U. A. hat er Reil's Werk über die Fieber 1801 ins Engl. überseht.
P a r se n, s. Gebern.
Parther . Unter Parthien im weitesten Sinne verstand man im Alter-,thume das parihische Reich zwischen dem Euphrat , Opus, dem kaspischcn unddem indischen Meere. Hm engsten Sinne ist Parthien (Parthyene) das kleineLand, wo die Parther wohnten, umgrenzt von Hyrkanien, Aria, Karmaiücnund Medien, und rings von Gebirgen eingeschlossen. Es lag in dem nordwestl.Theile vom heutigen Khorasan, wo jeht Kurri und ThuS liegen. Hn einem mir:-lern Sinne bedeutet Parthien auch die nördl. Provinzen Persiens , das aeftgneieHvrkanien (jehr Masenderan, Dscherdschan und Karkan), das kleine Pai thvcnoselbst, durch Pferdezucht berühmt, Aria (einen Theil von Khorasan), Viargiana(jetzt Forg und Maruschak in Lsikhorasan), Baktriana (oder den sudltchen Theilder Bucharei); die Länder um den ParopamisuS l die Gegend um Kandahar),Drangiana (Sejestan), Arachosia und Sogdiana (den nördl. Theil der großenBucharei). Die Parther (Flüchtlinge) waren in den frühesten Zeiten als Wildebekannt; sie stammten von den Scythen ; Vielweiberei war unter ihnen herrschend;sie fochten nur zu Pferde, waren als Bogenschützen berühmt und besonders imFliehen furchtbar. Sie kamen unter die Herrschaft der Perser, Macedonicr undSyrer. Unter diesen blieben sie bis auf Antiochus U. Damals griff Arsaces(Aschak) zu den Waffen, vertrieb die Syrer und verbreitete seine Siege über diebenachbarte» Länder. Noch mehr thaten dies seine Nachfolger. So entstand dasparrhische Reich, beherrscht von den Arsaciden (Aschkaniern oder Aschakern) seit156 v. Chr., mit der Hauptst. Ktesiphon , an der östl. Seite des Tigris, vonVardanvs erbaut. Sie kriegten mit den Römern mit abwechselndem Glücke, nieaber konnten die Römer ihnen dauernde Vortheile abgewinnen. CiassuS blieb gegensie (53 v. Chr.) in einer großen Niederlage. Trojan hatte zwar einen Theil vonParthien erobert, aber diese Eroberung wurde theils von ihm selbst, theils vonHadrian aufgegeben. 214 nach Chr. erregte A'rtazerxes, ein Perser, Sohn desSassan, einen Aufstand, stürzte die Arsaciden vom Throne und unterwarf 224ganz Mittelasien sich und dem sassanidischen Hause. (S. Persien.)
Particip, Mittelwort, ist in der Sprache terj. Theil eines Zeitworts,welcher an sich die Natur eines Eigenschaftsworts hat, doch mit dem Unterschiede,daß er zugleich die Zeikverhältnisse angibt und übrigens zu Bildung zufammenge-fttztcr Zeitformen gebraucht wird. Von diesem Schweben, diesem Lichaneignenvon dem Zeit: und von den: Eigenschaftsworte führt es seinen Namen; denn esparticipirt, hat Theil an ihnen. Viele Sprachen haben ein thätiges und leidendesParticip; ferner Participien für Vergangenheit und Gegenwart. Letzteres fehltden Deutschen . Was die Participalverbindung anlangt, so ist ihr Gebrauch imDeutschen zum Theil durch einen gewissen Geschmacksdünke! mehr beschrankt wor-den, als der Geist der Sprache federt und frühere oder ältere Muster bestätigendürften. Doch hat die Sprache durch ihre Gesetzgeber, die Philosophen und Dich-ter, wie auch sprachkundige und geschmackvolle Übersetzer, sich hierin Mancheswieder zugeeignet, was man noch vor einiger Zeit unzulässig achtete. Dahin gekörtz. B. die Parricipialconstruckion, welche in der lat. Sprache durch die sogenanntenabsoluten Ablative bewirkt wird: guo lücl». dies gethan. Und es ist nicht zu läug-ner, daü namentlich in diesem Falle an Kraft und Kürze gewonnen wird, wenndmch Auflösung des Satzes mittelst einer Partikel und der bestimmten Zeitformnur Weitschweifigkeit entsteht. Was übrigens durch gehörigen Gebrauch der Pcv'