Band 
Achter Band. O bis Q.
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28! Partikel Partitur

t cipie» für den Periodenbau der Sprache gewonnen werden könne, zeigen manchewissenschaftliche Schriften, dahingegen eine seichte Popularität die Eingliederungund Auflösung desselben in kleine zerflückte Sätzchen begünstigt hat. Daß jedochmit Umsicht verfahren werden müsse,' versteht sich von selbst. Denn eine Verglei-chung der Sprachen zeigt wol, daß die eine hierin freier ist als die andre. So hatselbst die Tochter der lat. Sprache, die italienische, in dieser Sphäre nicht Alles,was die Mutter hat, obgleich sie im Einzelnen Manches herübergenommen, wasdahin gehört, wie das Wort i'»t»,A selbst, welches in der Form doch ein Participist, das aber nicht, wie im Lateinischen, von allen Zeitwörtern gebildet werten kann.Das Italienische hat hierin wieder mehr Beweglichkeit als das Deutsche. ^v->.

Partikel (>>->, imu!.-,). Partikeln heißen in der Sprachlehre solche Rede-theile(s. d.), welche keiner Umbiegung fähig sind, weder declinirt noch conjugirtwerden können, als die Präposition, das Adverbium, die Conjunctiv». Mannennt sie Partikeln, weil sie in der Regel, dem äußern Umfange nach, die klein-sten Redetheile find, indem die meisten von ihnen aus Stammlautern oder unver-ändert gebliebenen Stammwörtern bestehe». Da aber das äußere Merkmal desgroßer» oder geringern Umfangs eines Wortes, als etwas bloß Zufälliges und inden verschiedenen Sprachen Verschiedenes, keinen EintheilungSgrund der Sprach-formen gebe» kann, und das Merkmal der Kleinheit keineswegs alle» inflexibel»Redetheilen, dagegen vielen Wörtern der übrigen Classen zukommt: so haben neuereSprachlehrer diesen grammatischen Kunstnamen ganz aufgegeben, und die Rede-theile in Hinsicht der Veränderung, deren sie fähig oder nicht fähig sind, in bieg-same und unbiegsame (flexible und inflexible) eingetheilt.

Partisan, Parteigänger, der Anführer einer Truppe, die zum kleinen Kriege(zu Streifzügen ic.) bestimmt ist. (S. Freicorps.) — Partisane, eine Artvon Vpieß, welcher unter dem Stecheifen noch eine Barte oder ein kleines Beil hatte.Sie ist fetzt nur noch an einigen Höfen bei den Trabanten alsZierwaffe gewöhnlich.

Partitur, in der Musik, die schriftliche Übersicht aller zu einem vielstim-migen Tonstücke gehörigen Stimmen (der musikalischen Barnen). Die Partiturist zunächst das Werk des Tonsetzers, wodurch derselbe das im Geiste schon ent-worfene oder sich während des Schreibens ausbildende Tonganze äußerlich fest-hält, indem er zugleich teil Antheil jeder Sing- und Instrumentalpartie an demsel-ben verzeichnet. Hauptsächlich geschieht dies dadurch, daß die einzelnen Partienauf besondern Liniensystemen Takt für Takt unter einander geschrieben werden, so,daß man, was in jedem Takte von irgend einer Sing- oder Instrumentalpartie zuleisten ist, vollkommen übersehen kann. Das Entwerfen dcrPartitur hängt mit demComponiren unmittelbar zusammen. Die Anordnung der Partien in derselbenmuß, obwol im Übrigen viel Verschiedenheit darin stattfinden kann, und jederTonsetzer die ihm bequemste Methode befolgt, im 'Allgemeinen doch dem Zweckeentsprechen, d. h. eine leichte Übersicht des vielstimmigen Ganzen gewähren. Ge-wöhnlich geschieht dies, indem man die Sopraninflrumenre über die Mittelstim-men und Baßinstrumente, die Blasinstrumente über die Streichinstrumente, dieSinzstimmen unter die Instrumentalpartien der Violinpartie zunächst stellt, denobligater» und bedeutender» Partien aber die mittlern Systeme in der Partitureinräumt. N^ch der Vielstimmigkeit des Tonflücks faßt die Partitur mehr oderweniger Nocensysteme. Aus ihr werden dann, wenn das Tonstück von dem dazugehörigen Personale ausgeführt werden soll, vorher die einzelnen Partien besondersausgeschrieben. Nach ihr sollte auch ferner immer copirt werden; das Copirennach den einzelnen ausgeschriebenen Partien ist größer» Fehlern unterworfen, da-gegen bei der Ansicht der zusammengestellten Stimmen der Fehler leichter zuentdecken ist. Nach ihr pflegt endlich auch die Aufführung des Tonstücks geleitetzu werden, sowie nach ihr auch das Tonstück selbst, namentlich in Hinsicht seiner