"06 Pathologie
Ende anqehcrigen Naturgefchöpf», 2) als eines der Geksierwelt angehörten psychi-schen Wesens, 3) die Verbindung beider und 4) die Verhältnisse des Menschenzu der Außenwelt betrachten. Die innere ursprüngliche thätige Naturkraft, diesich in der Bildung des menschlichen Organismus von seiner Entstehung an undden Perioden des Wachsthums und der Ausbildung desselben entwickelt und inder sichtbaren Erscheinung ihren Kreis durchläuft, offenbart steh im menschlichenOrganismus in 3 Regionen oder Systemen: der Reproduction, der Irritabilitätund der Sensibilität. Jedem dieser Systeme ist ein bestimmter Antheil der Na-tur-kraft zugetheilt, bey dessen regelmäßiger Thätigkeit Gesundheit besteht. Manhat nun folgende Gesetze der Naturkraft im Organismus durch die Beobachtunggefunden. Die Vertheilnng der Naturkraft ist verschieden, nachdem die Organees sind, in welchen sie ihre Äußerungen offenbart. Sie ist anders im Repröduc-kions-, anders im irritabeln, anders im sensibeln Systeme. Ebenso verschiedenerscheinen die Äußerungen der Thätigkeit der Naturkraft in den einzelnen Gebilden;>M Magen und den Verdauungsorganen, verschieden in den Lungen, dem Her-zen und den Arterien. Diese normale Vertheilnng der Naturkraft kann ungleichwerden, die Thätigkeit kann in dem einen Systeme stärker, in dem ander» schwä-cher werden, als die Norm, d. h. die ungetrübte Idee des Organismus, gestattet.Die Energie der Thätigkeit kann also in der Region des reproducirenden, oder desirritabeln, oder des sensibeln Systems zu stark oder zu schwach sein, sie kann fer-ner in einem einzelnen, diesen Systemen angehörigen Gebiete zu stark oder zuschwach werden, wodurch eine Störung des harmonischen Verhältnisses der Ver-richtungen zu einander entstehen muß. Die Ursachen hiervon liegen in ursprüng-licher und angeborener Bildung und Anlage, oder in dem der freien Willkür un-terworfenen Gebrauche verschiedener Organe, oder in der Veränderung des Or-gans selbst, seiner materiellen Beschaffenheit, oder in der Einwirkung der Außen-dinge. Die Thätigkeit der Naturkraft ist ungleich, indem die Einwirkungen deräußern Natur sowol als innere Stoffe und Vorgänge die Thätigkeit der Natur-kraft verstärken und aufregen oder herabsetzen können. Diese erregenden Potenzensind als Reize für die Naturkraft anzusehen, welche entweder im Allgemeinen, oderin besondern Systemen und Organen ihre Thätigkeit erregen; sie sind in Rücksichtihrer Natur verschieden, als: mechanische, durch Berührung wirkende, oder che-mische, vermöge ihrer Bestandtheile die Organisation und die Stoffe verändernde,oder organisch-vitale, indem sie als gleiche Naturgualitäten die im Organismusverschiedentlich modificirte Naturkraft aufsuchen und sich mit ihr vereinigen, oderpsychische, von der Seele ausgehende. Diese Einflüsse sind in Rücksicht ihrer Wir-kungen entweder aufregend, indem sie die Thätigkeit der Naturkraft verstärken,oder deprimirend, indem sie auf die Naturkraft feindlich einwirken und ibre Thä-tigkeit unterdrücken, oder sie sind specifisch, indem sie diese Thätigkeit in besondernOrganen verändern. Die Harmonie der Verrichtungen der körperlichen Organekann also durch diese Einflüsse üuf mannigfache Weise gestört werden, indem einigeFuncnonen gegen das harmonische Verhältniß Zu sehr erhöht, zu sehr herabge-setzt, oder in ihrer Norm verändert werden. Die Thätigkeit der Naturkraft imOrganismus selbst folgt bestimmten Gesetzen. Die Erregung ihrer Thätigkeitvon den Einflüssen ist verschieden nach ihrem Stande selbst. Auf alte MenschenZ. B. wirkt Manches nicht, was junge sehr erregt. Entgegengesetzte Einflüssewirken auch entgegengesetzt auf die Naturkraft, und die stärkere hebt die schwächereauf. Eine Function im Organismus ist für Andre ein Gegensatz und beschränkend,für Andre erregend. Daher rühren wieder gewisse Erscheinungen von Muleiden-heit und Gegensatz im Körper, welche verstärkt und zur krankhaften Abweichungwerden können, indem Theile und Organe in ConsenS kommen, welche der Normnach von einander abgesondert fein sollen. Die verschiedenen Modificationcn der