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Achter Band. O bis Q.
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ließ ihm ein unermeßliches Vermögen, der besten Anwendung desselben versichert.Vor s. Ente hatte er den geliebten Sohn und dessen fromme Plane dem Schutzedes Königs cmpfoblen. Der König und der muthmaßliche Thronerbe erwiesen nunauch wirklich dem Sohne viel Achtung, konnten aber nicht verhindern, daß er mehr-mals ins Gefängniß geworfen ward, weil das engl. Parlament für nöthig hielt, derBefestigung und Ausbreitung einer Sekte, die sich mit allen Staatsverhältnissen zuentzweien schien, kräftig entgegenzuwirken. Doch in der L kille s. Kerkers verfolgteP. den Gedanken, in s. Gemeinde die einige christl. Kirche herzustellen. MehreSchriften, die zu dem Besten gehören, was aus der Quäkersekte hervorgegangen,verfaßte er im Gefängnisse. Als er frei geworden, gründete er neue Gemeinden undvertheilte Erbauungsschriften, geläuterter und klarer abgefaßt, als Fox und s. Ge-nossen sie mitgetheilt hatten. Durch s. Einfluß bei Hofe verschaffte er der Gemeindemanche Begünstigung. Die Könige Karl II. und Jakob II. waren ihm so geneigt,daß er endlich die Befreiung von den Eidesleistungen erhielt, welche den religiösenGrundsätze» der Quäker entgegen sind. Doch konnte er eine freie Religionsübungnoch nicht für sie gewinnen; vielmehr reizte er selbst durch seine Schriften die engl.Kirche zu heftigem Eifer. Er focht nämlich die kirebl. Dreieinigkeit-; - und Genug-thuuugslehre, aus dem von ihm gewählten Standpunkte, mehr beredt als gründlichan, und zog dadurch sich harte Gefangenschaft und s. Anhängern lange Verfolgun-gen zu, wobei manche Grausamkeiten ausgeübt wurden. Alle Protestant. Parteienbeschuldigten ihn des heimlichen PapiSmuS, den man selbst in s. Predigt von derallgemeinen Duldung finden wollte. P. jedoch vertraute fest s. Sache und war un-ermüdlich im Wohlthun. Seinen Rath, s. Trost, s. Hülfe nahmen Alle in Anspruch;sein HauS ward nie leer von Hülfesuchenden, und bei der größten Bereitwilligkeit,Aller Bedürfnisse zu befriedigen, bei einem Vermögen, das zu fürstl. Wohlthun hin-l'eiehrnd schien, mußte er sich doch endlich überzeugen, daß er seiner thätigen Theil-nahme eine Grenze setzen müsse. Indeß kbat er fortwährend unglaublich viel; Hun-derte verdankten ihm Unterstützung und Erhaltung. Noch größer Wai d sein Wir-kungskreis seit 1681 , da er für eine von seinem Vater ihm hinke, lassene Schultfode-rung an die Regierung, von letzterer, auf sein Ansuchen, einen großen Landstricham Delaware, in Nordamerika , mit völligem Eigemhunisreebte, doch unter Ho-heit der Krone, erhielt. P. sandte jetzt in das größteniheils noch wilde Land An-bauen aus Europa , die er mit allem Nöthigen reichlich versah und die er durch einechristliche Verfassung auch bürgerlich beglücken wollte. Der fromme, menschen-freundliche Mann hatte hierbei kein Handelsunternehmen als Hauptzweck im Auge.Vielleicht gedachte er auch den Quäkern, deren schon vorher viele nach Amerika aus-gewandert waren, eine Freistätte zu gründen, wenn Haß und Verfolgung sie ausEngland verdrängten. Doch sollte sein Land, nach ihm Pennsilvanien (s. d.)genannt, keineswegs bloß Quäker aufnehmen; vielmehr lud er, ohne Rücksicht aufein kirchliches Bekenntniß, Alle ein, die mit fleißiger Hand den Boden bebauen undsich s. Anordnungen unterwerfen wollten. Hier sollte der Geist der Duldung, demer silbst huldigte, allenthalben kundwerden, und aus allen Völkern und ReligivnS-paneien ein Brudervolk sich sammeln, das Bild und Spiegel sei für das ganze Ehri-steuvolk, und der feste Kern, an den die ganze große Christengemeinde sich anschlösse.Der Name der neuen Hauptstadt Philadelphia wies auf die Bruderliebe hin, diealle Genoss» dieses kleinen Ehristenreichs und, noch seiner Hoffnung, endlich dengroßen Bund aller Gemeinden erfüllen und ein glückliches Zeitalter aufEi den grün-den sollte. Die zahlreichen Anbauer und die verschiedenartigsten Menschen, die inPennsilvanien einwanderten, wuchsen bald zu eirem sittlichen Volke zusammen;selbst auf die Quäker ging der Geist einer größer» Freiheit über, da sie von man-chem Eigensinn und frömmelnden Grillen abließen und, obwol noch immer vonden übrigen Bewohner» sich rmterscheidend, den bürgerlichen Verhältnissen weniger