Band 
Achter Band. O bis Q.
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377
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Perouse Perrault (Claude — Charles) 877

lehrten Gesellschaften vor. So über Pyrosoma, über die Temperatur des Meeres,die Geschlechtsschürze der Hvttentottinnen, die versteinerten Zoophitcn auf Timor ,die Ruhr in heißen Ländern und den Gebrauch deü Betels, die Erhaltung derGesundheit zu Schiffe, die Stärke der Wilden, verglichen mit der der Europäer,die Wohnörter der Robben, Naturgeschichte der Medusen (leider unvollendet).Auch arbeitete er an einer Dergleichung der verschiedenen Menschenarten, wozuer noch 3 Reisen vorhatte: nach dem Norden, nach Indien und nach Amerika .Die „Naturgeschichte der Dölkerstämme auf Timor " (mit Kpfrn.) ist herrlich; esfehlte aber an Unterstützung. Es liegen eine Menge Beschreibungen von Vögeln,Säugthieren, Amphibien und Fischen, vorzüglich von wirbellosen Thieren da,zu welchen letztem Lesueur über 1000 Zeichnungen nach dem Leben gemacht hat.Die Thiere sind in Branntwein. Im 1. Bd. der „Um». <Ie !-> Gin. <l',üi>»>->-tinl, ,n>''<li<:-,lk-" ist eine Auseinandersetzung der einzelnen Abhandlungen P.'s.Seiner Brustkrankheit wegen ging er mit Lesueur »ach Nizza , wo sie ihre Zeitmit naturhistorischen Untersuchungen hinbrachten. Aber er kehrte nur kränkerzurück. Als alle Hoffnung schwand, wollte er in s. Vaterstadt sterben, wo ihmdie Mutter vorangegangen war. Seine Schwester und Lesueur pflegten ihn imViehstall. Er starb d. 14.Dec. 1810. Der 2. Th. der „Fische", den P. nochbis S. 231 besorgt hatte, erschien 1816 von L. Frcycinet herausgeg. Die Eng-länder beklagen sich, daß die Franzosen viele Entdeckungen für die ihrigen erklärthaben, die Flinders vor ihnen gemacht hat, daß sie diesen auf Isle de France gefan-gen gehalten und dadurch s. Tod befördert habe», obschon dieFranzosen inNeuhol-land von den Engländern alle Unterstützung empfangen hatten, was P. selbstnichtgenug loben konnte.

Peroufe, s. Laperouse (Jean Frarwois Galaup de).

Perpendicular, s. Senkrecht/Loth und Dertical.

Perpendikel, ein kleiner Uhrpendel oder die sogen. Unruhe.

Perpetuum mobile, ein Ding, das sich immerfort und zwar von selbstbewegt. Da für uns kein Ding, das sich vom Anfange her immerwährend für sichbewegt habe, erkennbar (wiewol vorstellbar) ist, so versteht es sich von selbst, daß,wenn man die Frage auswirft: „ob es möglich sei, durch Mechanik eine sich immer-fort von selbst bewegende Maschine zu verfertigen?" bloß von der Fortbewegungderselben die Rede sein könne. Lange Zeitsich ohne Nachhülfe fortbewegende Kunst-werke haben wir; aber immerfort fortwirkende dürfte schon der nöthige Anfang der-selben unmöglich machen. Eine der vorzüglichsten Maschinen dieser Art befindetsich in dem Cop'schen Museum zu London . Es ist eine von Ioh. Ferguson 1174erfundene, mir einem Barometer versehene Uhr, deren Räder durch das Steigenund Fallen des Quecksilbers bewegt und im Gange erhalten werden. Nach vielenvergeblichen Versuchen will man ein solches z>e,g>etuinn nwlüle auch durch Hülfedes Galvanismus herstellen. Man sieht gegenwärtig in dem Eabinete des PhysikersRobertson in Paris 2 trockene galvan. Säulen von 15 Zoll Höhe, welche Zambonizu Verona verfertigt hat. Zwischen beiden schwebt im Gleichgewicht ein ziemlichschwerer metallener Stab, welcher abwechselnd bald von der einen, bald von derander» Seite angezogen wird. Diese beständige Oscillation regelt den Gang einerPendeluhr, welche seit einigen Jahre» nie still gestanden ist.

Perrault. Unter 4 Brütern d.N., welche unter Ludwigs X IV. Regierungin Paris lebten, sind vorzüglich bekannt: ClaudeP.(geb. 1613, gest. d. 9. Oct.1688), Arzt, Naturforscher und Architekt, nach dessen Zeichnungen die berühmteFayade des Louvre und das Observatorium zu Paris gebaut sind; »ocb mehr aberCharles P. (geb. 1633, gest. d. 11. Mai 1103), ein Mann von vielen Ta-lenten und Kenntnissen, aber ohne Geschmack. Seine Verse haben ihre Zeitnicht überlebt. Colbert gebrauchte ihn, nebst s. Bruder, zur Gründung der franz.