432 PeterSgroschcir Peterwardein
St.-Petersburg", von Ferd. Hand (I.Bd., Weimar 1827); des Arztes A. D.Granville „8t. I'el«n,<iburp. F joimuil »k iravels to sinl irun, tlisi (ä-ipital"(2Bde., London 1828); Duprä te St.-Maure, „I/beimitv kn^iv" (Paris 1829; deutsch, Leipz. 1830); v. Lüdeiuann s „Petersburg, wie es ist" (Dresden 1830) und Paul Wvignine's „Ill'>>l.'iipi. ,Ie.>i »bjet,<i Ik!i plu; reiiuirguablcs cle8t.-I'< tvob. ei cke se.-i «aiviroin," (PekerSb. 1816— 1g),
Petersgroschen (Peterspfennio), eine Abgabe, die England vom8. Jahrh, an bis auf Heinrich VII I. (gest. I5t7) an den Pabst entrichtete. Derangelsächsische König Ina soll sie 725 dem Papste zuerst in der Absicht zugestandenhaben, daß davon eine Psianzschule engl. Geistlichen zu Rom , und die daselbst be-findlichen Grabmäler Petri unk Pauli unterhalten würden. Sie wurde durchEinsammlung eines Penny von jedem Hause alljährlich am Peterstage ausgebracht,und überstieg »n 13. Jahrh, das Geldeinkommen der Könige von England um einBedeutendes. L.
Peterskirche, s. Ro m.
Peterwardein (45" 15' 40" N. Br., 37° 34' 15" L.), Lstreich. Fe-stung vom ersten Range, im slawonischen Militairgrenzlande, Hauptort des pe-terwardeiner Regimentsbezirks, Witz des slawonischen Generalgrenzcommandos,des militair. Appellationsgerichts :c„ mit 8850 Einw., liegt auf dem rechten Uferder Donau, 13 Meilen von Belgrad , in der Rahe von Karlowih und Salankemen.Hier lag wahrscheinlich die römische Pstanzstadt Ac,i„u»o,n„ , die während derVölkerwanderung zerstört, von den Magyaren wieder aufgebaut, 1526 von denTürken erobert, aber nach den Siegen der Ostreicher 1687 verlassen wurde.P. wird zur Hälfte von der Donau eingeschlossen, die in der Nähe 2 Insel» undstarke Krümmungen bildet. Die größere oder Eugeniinsel zieht sich bis Karlowitz hinab und ist, wie das gegenüberliegende Ufer der Donau , mit VerihcitigungS-werken versehen, die mehr als 10,000 M. Besatzung (mit der Festung) erfodern.Die Festung wird in die obere, auf einem Hohen Felsen gelegene, und in die un-tere, welche die erstere mit weitläufigen Werken umschließt, getheilt. Alle Gräbender untern Festung können leicht unter Wasser gesetzt, die obere aber durch einehydraulische Vorrichtung mit gutem Wasser versehen werden. Berühmt ist P.durch den Wieg, welchen Eugen von Savoyen hier am 5. Aug. 1716über den Großvesier Haly erfocht. Die Türken hatten die Venetianer in Moreaüberfallen und, ÖstveichS Vermittelung von sich weisend, Venedigs Allurte», denKaiser, genöthigt, Truppen nach Ungarn zu senden. Unbedeutende Streitigkeitenzwischen den Grenzbehörden führten bald den Bruch herbei. Eugen kannre dieKriegsmanier der Türken und trieb zur möglichsten Eile, um ihnen zuvorzu-kommen. Inzwischen zog der Großvezier mit mehr als 150,000 M., worunter70,000 M. Kerntruppen, gegen Belgrad und stand am 2. Aug. bei Karlowih.Eugen konnte ihm nur 60,000 Mann entgegenstellen, aber ein entscheidenderSchlag mußte geschehen. Die Recognoscirung des Lagers der Türken, bei Karlo-w>tz am 2. Aug., lockte sie bis P., welches sie ausfoderten. Hierauf gingen dieDstreicher in der Nacht vom 4. zum 5. Aug. über die Donau und stellte» sich un-ter dem Geschütze von P. hinter alte, verfallene Linie» (die Taprara'schen genannt),den türkischen Posten zum Theil aus Pistolenschußwcite gegenüber, auf. Dieöstreich. Infanterie stand in 2 Treffen hinter den doppelten Linien, die Reitereiund 7 Bat. Fußvolk unter Alovar und die von Würtembevg bildeten den linkenFlügel. Die Türken waren aus ihrem Lager vorgegangen und hatten sich, wiegewöhnlich, ordnungSlos den Kaiserliche» gegenüber eingegraben. Um 7 Uhrgriff der östreich. linke Flügel mit Erfolg an. Bald aber trat bei deni Fußvolke,welches sich beim Hervorbrechen aus den Linien, der Nahe der Türken wegen, nichtgehörig entwickeln konnte, Unordnung ein. Diese wurde vom Feinte benutzt > n>