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Pfeffersbad Pferd
werth. P.'s „Poetische Versuche" (in 10 Bdn., Tübingen 1802 fg.; n. Aufl.1817); „Prosaische Versuche" (ebend. 1810, 8 Bde.). P.'s Biographie bildetden letzten Band seiner sämmtlichen Werke und ist von Nieder.
Pfefsersbad, im Bezirk Sargans, Canton St.-Gallen in der Schweiz ,der eine Stunde entfernten und im 8. Jahrh, gestifteten Benedictinerabtei Pfeffersgehörig, liegt tief zwischen Felsen eingeschlossen. Das Dadehaus gleicht einemlangen Klostergebäude, aus welchem, nebst einer für die Katholiken bestimmten Ca-pelle, der ganze Curork besteht. Es ist so in den Schlund hj,«eingebaut, daß esmit der tosenden Tamina denselben ganz ausfüllt, und jeder Schritt, den nian au-ßer dem Hause thun will, führt bergan. Die Felsen des Galandaberges sind tz —700 Fuß hoch, nackt bis zum Gipfel, auf dem sich nur einige spärliche Buchenund Fichten wiegen. Das Wasser ward 1240 entdeckt und ist seitdem stark besuchtworden. Die Q.nellen sind warm, haben 9S Grad Fahrenhcit und sind alkalisch-erdig. Das Wasser ist hell und klar, hat weder Geruch noch Geschmack und läßtsich viele Jahre aufbewahren. Plan verschickt es auch in Flaschen. Man fängtLeim Baden mit einer Stunde an und seht täglich eine Stunde hinzu, bis nian zu-letzt 11- 12 Stunden im Wasser sihen bleibt, wodurch ein Ausschlag hervorgetrie-ben wird, der dann von selbst wieder heilt. Die Spaziergänge sind sehr einförmig,kaum über20—30 schritt in die Länge, wie z. B. die Kanzel, das Wellendeic.,und überall von Felsen ummauert. -Lochen Paracclsus versuchte es künstlich nach-zuahmen, Dgl. Mosch's „Taschenbuch für Brunnen und Badereisende".
P f e i f e r g e r i ch t hieß die alte Feierlichkeit, mit welcher die StädteWorms, Nürnberg und Bamberg zu Frankfurt a. M. jährl. in der Herbstmesse dieBeüätigung ihrer Zoll; und andrer Freiheiten holen mußten. UnterBegleitung derbesten nürnberger Kunstpfeifer (daher der Name) erschienen die Abgeordneten jenerStädte nach einander vor sitzendem Gerichte und übergaben dem Schultheiße desheil. röm. Reichs lind Stadtgerichts einen weißen hölzernen Becher, ein PfundPfeffer, eine» weißen Biberhut, 2 weiße Handschuhe und ein weißes Stäbchen, undfoterren dabei ihre Zollfreiheit ab. S. Göthe: „Aus meinem Leben", 1. Bd.
P fe r d. Dieses edle und nützliche Thier wurde schon früh von dem Menschengezähmt und in ein Hausthier umgeschaffen. Wilde Pferde finden sich nach Pen-nant um den Aralsee, am Tanflusse, im südlichen Sibirien , in den großen mon-golischen Wüsten und in der Kalkas-Mongolei, nordwestlich von China . Sie sindkleiner als die zahmen, mausefahl, dickbehaart, besonders im Winter, haben einengrößer» Kopf und eine merklich gebogene Stirn. Sie leben in Heerden beieinanderund scheuen den Menschen ungemein. Sie stellen daher allemal Wächter aus, aufderen Genüeher sie mit unglaublicher Schnelligkeit die Flucht nehmen. Dennochwissen die Kalmücken ihnen beizukommen. Außerdem mag es auch in Ceylon undim Innern von Afrika wilde Pferde geben. Zu unterscheiden von diesen sind dieverwilderten, welche man in menschenleeren Ländern in Menge findet, z. B. amDon, in der Ukraine, in Südamerika :c. Durch die Pflege des Menschen hat dasursprünglich eselähnliche, mausefahle und langhaarige Pferd der Wüste sich zueinem der schönsten und edelsten Thiere ausgebildet. Das von Natur einem ge-mäßigten Erdstriche ungehörige Pferd ist jetzt fast über den ganzen Erdboden verbrei-tet, und kommt sowol unter der Linie als innerhalb der Wendekreise fort; aberKlima, Boden und Nahrung zeigen den sichtbarste» Einfluß. Man theilt hiernachdie Pferde in gewisse Haupkracen. Vor allen verdient den Vorzug die arabischeRace; die Beschaffenheit des Landes und die Sorgfalt der Menschen verschaffenihr den ersten Rang. Das arabische Pferd ist mittler Statur, mehr mager alsfett, leicht, geschmeidig, stolz, feurig und dauerhaft. Die Araber führen überihre schönsten Pferde eigne Stammregister. Nächst den arabischen werde» die berbe-rifchen Pferde (aus den afrikanischen Küstenländern am mittelländischen Meere) am