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wohin sie gehören, verteilt worden. Neuere Botaniker haben die 24 Classen Lin-kte'? auf 20 gebracht, Gegen diese, auf die GeschlecbtSverschiedenhcit der Pflanzengegründete Eintheilung, das sogen. LLteyualsystem, haben Schelver („Kritik derLehre von den Geschlechtern derPflanzen ", Heidelb. 1812, und „Fortsatz. derKri-tik", KarlSr. 181! und besonders Henschel („Über die Serualität der Pflanzen",Breslau 1820) Angriffe gemacht, die 'Aufsehen erregt haben. Sie gehen von demGrundsätze aus, da das Thier vor der Pflanze im Ganzen, wie in den Tkeilen, denVorzug der Individualität voraushabe, aus welcher als Gipfel und Schlußstein diethierische Erzeugung hervortrete, hingegen bei der Pflanze Gleichartigkeit des Gan-zen wie der Theile mit dem Dasein eines Geschlechts unverträglich sei, so müsseman die dafür beigebrachten Ersahrungsbeweise einer neuen Prüfung unterwerfen.Henschel hat dies unternommen; allem seinen Beobachtungen ist von TrevuanuS(„Die Lehre vom Geschlechte der Pflanzen", Bremen 1822) grbßtentheils wider-sprochen worden. Dagegen hat K. Sprengel Henschel's Ansichten seine volle Zu-stimmung gegeben. Diesem künstlichen Systeme steht das natürliche gegenüber,das sich auf die Anwesenheit oder Abwesenheit der Hauptorgane gründet, weil sichdie Pflanzen hauptsächlich dadurch unterscheiden. Einem solchen Svstem ist auchOken („Naturgeschichte für Schulen", Leipz. 1821) gefolgt, der die Pflanzen in 4große Hauptclasse» theilt: Markpflanzen, Stockpflanzen, Blüthenpflanzen, Frucht-pflanzen. Allerdings gewährt nur ein solches natürliches System die Einsicht in diegroße und schöne Ordnung des Pflanzenreichs. S. Decandolle'S „l1r^n,<>g>,>,,bieVt^etul«-" (2 Thle., 60 Kpf., deutsch von I). Meiüner, Tüb. 1821). — über diePflanzengeographie vgl. man Schouw's „Hit-. ste ^<Iil»>- ,,l,>,iu,>»„><I> i^lnuriis" (1816); dessen „Grundzüge einer allg. Pflanzengeogr." (Kopenhagen 1822, a. d. Dän. vom Vers., Berlin 1823), und den „Atlas der Pflanzengeogr."(Berlin 1824); ferner Alep. von Humboldt'? Werke; insbesondere die Einleit. zuBonpland's (s. d.) Werke von Kunth: „diovn ^kliern ei spuaie« plautar»»,".— Pflanzenkrankheiten entstehen entweder aus vermehrter oder verminder-ter Lebenskraft. All erstern gehört dieL)aftfülle, die für eine Schönheit geltende Ge-fülltheit der Blumen (indem die Staubfäden sich in Blätter verwandeln) und dieEntzündung; zu letzter» die Auszehrung, der Rost, der Brand und der Keimtod.
P f l a n z e n a n a k o m i e. Die genauere Kenntniß von dem Bau derPflanzen verdanken wir dem Fleiße deutscher und einiger franz. Naturforscher.Unter den Deutschen werden Sprengel'S, Kiefer'S , Moldenhawer'S, Link's undTreviranus'S Schriften am meisten gerühmt. Von den Franzosen können wir,ungeachtet mancher durch ihn verbreiteten Irrthümer, Mirbel als den fleißigstenPflanzenanatomen nennen. Richard hat den innern Ball der Samen Mit großerGenauigkeit untersucht. Wir begnügen uns hier mit einer gedrängten Übersich t desBaues der Gewächse, l. Allgemeiner Bau der Gewächse. Die erste Urfc r m,welche bei der ersten Entstehung auch des niedrigsten Gewächses hervortritt, ist dieKugel- oder Blasenform, welche wir schon in dem Bildungssafte, der aus deinBalle der Bäume ausschwitzt, vorgebildet finden. Treten diese Blasen zusammen,so machen sie ein Gewebe von Zellen, welches allgemein im ganzen Gewächs-reiche verbreitet ist. Die Wände dieser Zellen sind völlig undurchbohrt, solaß eineZelle mit der andern keine Gemeinschaft hat; ober die darin enthaltenen Säfteschwitzen ebenso organisch durch, wie dies beim thierischen Körper der Fall ist. Wodie an einander tretenden Bläschen sich nicht überall berühren, da lassen se Zwi-schenqänge, welche, besonders beim Nadelholze, saftführend sind. Doch fehlendiese Zwischenräume dem Zellgewebe sehr häufig, denn die Bläschen, die dasletztere bilden, werden so gleichmäßig Wechselsweise angezogen, daß vollkommenvier-, fünf- oder sechseckige Räume entstehen. Das Zellgewebe, die allqe-meine Niederlage der Säfte, dient gewiß nicht zum Aufsteigen der NahrungSflus--