Band 
Achter Band. O bis Q.
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stio . Phasen PhidiaS

die über 500 Fuß betragen haben soll, wurde, wie dies überhaupt bei den älternLeuchtthürmen de>- Fall war, ein Feuer unterhalten. Noch sind die Pharen vonGenua und der von Corduan am Ausflüsse der Gewönne berühmt. Letzterer, erbaut1584—1010, ist ein prachtvolles, an der Basis 145 Fuß im Diameter, sowie auch145 Fuß in der Hohe messendes Gebäude, welches in seinem Hauptraume emeCa-pelle enthält. Frankreich hat außerdem noch 14, das Königreich der Niederlandeund die deutschen Küstenländer der Nordsee 10, die Küstenländer des baltischenMeeres aber 21 Leuchtthürme. An den Küsten Englands sind 40 vorhanden, vondenen der Eddystoneleuchttkurm der merkwürdigste ist. Er liegt auf einemkleinen Felsen am Eingänge des Sundes von Plvmouth. Nachdem er mehre Maleeingestürzt war, wurde er 1155—59 von dem Architekten Smearon in seiner jetzi-gen Gestalt sehr dauerhaft ausgeführt. Die Erleuchtung der ringsum mit Glas-scheiben versehenen Kuppel geschieht mittelst üllampen. Unter den 11 LeuchtthürmenSchottlands erwähnen wir nur den auf deni Bellrock oder Glockenhellen, 11 engt.Meilen südwestlich von Redhead in Forfarshire, dem Eingänge des Fwth os Forthgegenüber gelegen, befindlichen. Er ist zugleich eins der merkwiirdigsten Bauwerkeder neuern Zeit und hak den RufdesArchirekten Stevenson begründet. Der Felsenliegt 12 Fuß unter dem gewöhnlichen Wasserstande, und aus diesem führte der ge-nannte kühne Schotte 1801—10 eine» Thurm auf, der an der Basis 42 und oben13 Fuß im Durchmesser hält und 115 Fuß hoch ist. Die Erleuchtung geschiehtMittelst Argand'scher Lampen. Irland hat 25 Leuchkthürme. ll.

Phasen, die veränderlichen Gestalten, welche die Planeten von ihrer ver-schiedenen Beleuchtung hm eh die Tonne annehmen, sodaß sie uns bald rund,bald oval, bald sichelförmig, bald wie ein dunkler Fleck erscheinen. (Vgl.Mondphasen.)

Phelloplastik (vonch-AXoc, Kork ), die von einem römischen Künstlervon 1180—90 erfundene Kunst, aus geschnittenem Kork dieWerke der Architekturin verkleinerten Nachbildungen darzustellen. Die Arbeiten desselben kamen auchnach Deutftbland (Gotha, Kassel, Leipzig, Darmstadt w.) und gaben dem BaurakhMey (s. d.) Veranlassung, sich gleichfalls in dieser Kunst zu versuchen. Mey hatsie zu noch höherer Vollkommenheit geb, acht und auch auf Werke der gothischenBaukunst ausgedehnt. Die Korkmodelle haben vor den Nachbildungen inHolz, Thon, Stein oder Pappe den Vortheil der größer» Wohlfeilheit, weilihre Bearbeitung mit geringern Schwierigkeiten verbunden ist und weil dasKvrkholz von Natur die Farbe der von der Zeit gebräunten Baudenkmälerhat, welche aus dem Alterthume auf uns gekommen sind, welche Farbe denander» Modellmaterialieu erst durch Kunst gegeben werden muß.

P h e r e r y d e S, ein berühmter Weiser des griech. Alterthums. Auch wirder für den Erste» gehalten, welcher in ungebundener Rede über Religion und Phi-losophie schrieb, wiewol sich sein Ausdruck, wie natürlich, »och sehr an die Poesieanschloß. Er war von der Insel Svros gebürtig (geb. um 635, gest. um 598v. Chr. und Zeitgenosse des Thales. Die aus s. Schrift über die Natur und dieGötter aufbewahrten Fragmente sind allegorische Gedanken. Sturz hat sie gesam-melt (2. A., Gera 1198). P. nahm den Zeus oder die Zeit

und die Erde, welche er sich chaotisch dachte, als Principien der Dinge an. NachCicero soll er zuerst die Unsterblichkeit der Seele gelehrt haben und Pyrhago-ras's Lehrer gewesen sein.

PhidiaS ausAtben, der großeMeisier in derPIastik, der in dem Zeitalterdes PerikleS (um die 84. Olympiade, 444 v. Chr.) die hohen Ideale einer Pallas-Minerva und eines Jupiter zu Olympia verkörperte. P. bildete, nach Böttiger,3 Pallasstatue», welche sich alle tu Pausanias's Zeit noch auf der Burg von Athen befanden. Die eine kolossale Bildsäule der Pallas goß er in Bronze aus dem Zehn-