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Abwürze, Nesseltücher, gemalte Leinwand, Seidenjeuche und Goldarbeiten Asiens g-.,en europäische Waaren, amerikanische Cochenille und baares Geld verhandelte.Dr größere Theil dieser Ladung gehörte chinesischen, armenischen, Holland. , franz.und enzl. Kaufleuten, die unter malaiischer Flagge handeln; denn von fremdenKationen dürfen nur Malaien. Armenier und die Portugiesen aus Goa nach Manila handeln. Jetzt handelt eine Gesellschaft von Kaufleuten auch unmittelbar von denManilen nach Spanien . Die Ureinwohner beflehen aus malaiischen und aus Neger-in r gen Stämmen. Die Ansiedler sind Spanier, Mestize», Creolen, Chinesen.Die Neger, von den Eingeborenen Actas, von den Spaniern NegrilvS del Momegenannt, bewohnen die innern, unzugänglichen, unbekannten Gegenden. Sie glei-chen vollkommen den Bewohnern derKüsten von Guinea in Afrika , nur daß sie kleinerau Gestalt sind. Osten bar sind sie einVoikmir den Papuas aufNeuguinea und meh-ren Inseln deS großen Oceans. Sie leben ohne gesellschaftliche Ordnung einzeln inden Schluchten der Gebirge und vermeiden den Umgang mit den Malaien. Sie schei-ne» die Ureinwohner der Philippinen zu sein. Die malaiischen Stämme waren be-reits au den Küsten verbreitet, als die Spanier die Inseln entdeckten. Sie hatten einegewiste Stufe der Bildung erreicht, lebten in einer bürgerst Verfassung, die, wie beiallen malaiischen Stämmen, eiueÄhnlichkeit mit dem Lehnöwesen der Europäer hatte,waren Seefahrer und kannten die Erfindung der <Lchrift. Ein Theil der Bew. hatdie katholische Religion angenommen. 1162 eroberten die Engländer Manila undnahmen die nach Acapulco bestimmte Galione; im Frieden gaben sie die Inseln a»Spanien zurück. In den letzter» Zeiten haben sich die Engländer auf Bonwut nie-dergelassen. In Spanien besteht seil 1185 eine eigne manilische Handelsgesellschaft.Der Oberste D. Ildefons de Aragon hat 1820 zu Manila eine „I>e.-.c-, ,pi. ir>-opr.
> topngr. >Io st> Vzstl «in stn/.nn" herausgegeben. Vgl. ..IZrnunliz vn tbe I'Iillip-pine IchinG innl tlieir aapilnl älniiilst," (London 1819 — 22).
Philipponen, russische Sekte, ein Zweig der Roskolniken, welche we-gen der auf eiiier Kirchenversammlting zu Moskau 1668 eingeführten Verbesserungder alten slowenischen Kirchenbücher und dadurch veranlaßten Abänderung einigeraußerweseutlichen Ceremonien sich von der russisch-griechischen Kirche trennten undunter sich wieder in verschiedene Sekten zerfielen. Die nach ihrem ersten Partei-haupte Philipp Pustoswiät genannten, gegen Ende des 11. Jahrh, im nördliche»Rußland aufgekommenen Philipponen gehören zu den tlnpopischen, welche keinePopen dulden, weil sie die Priesterweihe der russischen Kirche nicht für echt erkennen.Das Kloster Pouior am Wüig im Gouvernement Olouez war ihr Stammort, undso lauge sie sich nur in Rußland verbreiteten, Selbstvei brennen ihre wie einigerandern unpopischen Roskolnikenparteien letzte Rettung vor'ken Verfolgungen, diedie orthodoxe russische Kirche bis unter der Regierung der Kaiserin Anna häufig übn'sie verhängte. Mehre Haufen der Philipponen flohen um 1100 in das polnischeLithauen, und ein Theil derselben wendete sich von da in das nachmalige Neuost-preußen, wo sie, von Gutsherren aufgenommen, als fleißige Ackerbauer gern ge-duldet und bis 1195 auf 955 Familie» stark wurden. Im fanatischen Haß gegendie russische Kirche, in Vermeidung des Umgangs mit fremden Glaubensgenossenund i» der starre» Anhänglichkeit an die alten, allen Roskolniken (s. d.) gemein-samen Gebräuche stimmen sie mit diesen in der Glaubenslehre, über die sie freilichselbst noch sehr im Dunkeln sind, mit der griech. Kirche überein, weichen aber vonandern Roskolniken dadurch ab, daß sie keine ordinirte Geistlichen haben. Daherfindet Communion, Firmelung, priesterliche Absolution und Trauung bei ihnengar nicht statt, und die Ehe ist ihnen kein Sacrament. In jeder ihrer Gemeindenversieht ein dazu von ihr oder von seinem Vorgänger gewählter Starik (Ältester),der slarvonisch lesen können und sich seit seiner Taufe jedes starken Getränkes enthal-ten haben muß, den Gottesdienst im Bechause mit Psalmenfingen, Beten und