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Achter Band. O bis Q.
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Philologie (Geschichte der)

die Pfeile des Hercules, welche dieser temP, für die Anzündung des Scheitel Hau-fens, auf dem er sich verbrannt», geschenkt hakte; daher sah man sich genöthigt, Zuihm zurückzukehren. Ulysses und Neoptolemus (n. A. Diomedes oder Pyirhus)übernahmen die Sendung, und dem Letzter», der ihm auch Genesung veikuß, ge-lang es, den gekränkten Helden zur Rückkehr nach Troja zu bewegen. Wirklichheilte Machaon (n. A. Äsculap, oderPodalirins) seine Wunde; eine Menge Tro-janer, darunter auch Paris , wurden durch P.'s Pfeile getödtet, und bald daraufdie Stadt erobert. Nachher finden wir ihn in einem Kampfe mit den Urbewohner»getödtet. Die Geschichte deö Philoktet hat Sophokles in seinem nach dem Heldenbenannten und »och vorhandenen Trauerspiele dramatisch bearbeitet.

Philologie, l. Geschichtlicher Ursprung und Entwi cke-lung derselbe». Diese- griech.Wort bedeutet ursprünglich das Streben nachBildung oder Liebe zu derselben und die allgemeine Bildung selbst (tp-X-Xo-xoe da:her, wer nach dieser Bildung strebt oder sie besitzt); insbesondere aber, insofern sichdiese« Streben aus Sprache u. Literatur gründet. Philolog hieß daher ei» Lite-raturfreund, Literator, ein Mann von gelehrter Bildung. So wissen wir, daßEratosthcneS (270—290 v. Ehr.) zuerst so genannt wird, der als Astrorchin undGeograph berühmt und zugleich Vorsteher der alepandrinischen Bibliothek war;nach ihm führe» mehre durch vielseitige Gelehrsamkeit ausgezeichnete Männer die-sen Namen. Weil nun die gelehrte Bildung in objectiver Hinsicht eine Literatur,in siibjectiver eine Sprachkenntniß erfodert, so ist es begreiflich, warum erst nachErschöpfung der geistigen Zeugungskrasl m Griechenland , als Nachahmung undBetrachtung der Denkmale dieses Geistes eintrat, die eigentliche Buch- und Schul-gelehrsamkeit sich bildete, ferner, warum diese vorzüglich von der Grammatik aus-ging, deren, sowie der Lexikographie, Kritik und Hermeneutik Ursprung hierzu smehe» ist (s. Alexandrinisches Zeitalter), und warum die Philologie spätersogar auf jene beschränkt wurde. Früher wurde der Sinn und Geist des Alter-thums , später nur der Buchstabe verehrt. Die Philologie der frühern Alexandri-ner, welche zuerst diesen Namen einführten, war eine Art Polymaihie und Poly-historie und umfaßte Altcrthumskunde im wettern Sinne, namentlich die Mytho-logie, Grammatik, Hermeneutik, die grammatische und ästhetische Kritik, Rhetorikund Metrik. Sie waren die Mittelspersonen, durch welche uns namentlich diewichtigsten Denkmale der griech. Literatur aufbehalten und zugänglich gemachtworden sind, indem sie den Bau und Wortvorraih der griech. Sprache, die Echt-heit einzelner Werke und Stellen der griech. Literatur sorgfältig zu untersuchen be-gannen, größere Sammlungen undÄuS.iige griech. Schriften vera»stalteken, diemannigfaltigsten Kenntnisse, welche zum Verständnisse des Alterthums nothwen-dig waren, aufhäuften und mittheilten, und Manche«, was uns heute ein unauflös-liches Räthsel bleiben würde, durch Erläuterungen, Commentare und Compilaiio-nen aller Art über jene Schriften der Nachwelt aufklärten. Vorbereitungen zudieser Philologie findet Ereuzer (in s. geistreichen und gelehrten Schrift: „Überdasakademische Studium des Alterthums" ic., Heitelb. 1807) schon in dem Zeitalterder Pisistratiden, deren Verdienste um die Sammlung der homerischen Gedichtebekannt sind, in der Anlegung von Büchersanunlungen seit PisisiratuS, in demForschungsgeiste der Sophisten und Aristoteles '« vielseitiger Geleln samkeit und lite-rarischerBildung; aber Alexandria nennt er mir Recht den ersten Mittelpunkt d.ogelehrten Lebens und Wirkens (seit 332 v. Ehr.), den Sammekplatz der Literatur-schätze und den Vereinigungspunkt Derer, die sie brauchten. Auch in Kleinasien ,wo sich PergamuS auszeichnete, dessen Könige, namentlich Airalus II. (starb 133v. Ehr.), Liebhaber der Literatur und Gönner der Gelehrten waren, im eigent-lichen Griechenlande, vorzüglich in Athen und RhoduS und in Großgriechenland,besonders zu Syrakus , bildeten sich Lite,atoren und Philologen in jenem engern