Band 
Achter Band. O bis Q.
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Philologie (Geschichte der)

land» den in dieser Wissenschaft Epoche machenden Albert Schaltens (1686 —1750) u. A. Die Verdienste der Engländer um die classisch« Philologie, beson-der» seit dem 17. Jahrh., bezeugen die Namen: Th. Treech, Barnes, Zoh. Hud-son, Baxter, Clarke, Zoh. Taylor, Rich. Daves, Wakefield, Robert Wood, Zach,Pearce, Middleton, Potter, Heach, Warton, Musgrave. Tyrwhitt, Zoh.Toup,der geniale Kritiker Rich. Benkley und Rich. Porson. Aber auch die orientalischePhilologie, wie die Namen eine» Selben, Lightfoo't, Walton, Sam. Clarke, Pcar-son, Tastest, Lowth, Kennicot, beweisen, und die empirische Sprschknnde über-haupt, namentlich das Studium der neuern Sprachen, wurde von den überall ver-breiteten Engländern zu einem bisher unerreichten Kipfel erhoben, auf welchem esnoch gegenwärtig steht, während das Studium der class. Philologie etwa« gesun-ken ist. Zn Frankreich fand die Philologie, besonders vom Anfange de«1K.—17.Zahrh., viele Gönner und Freunde; hier wurde sie bald ausTheologie und Juris-prudenz angewendet, seltener selbständig bearbeitet. Beispiele sind Wilh. Budeoder Budäus (1167—1510), und nach ihm Zac. Cujacius , Brissoniu», späterDionyf. Gothofreduö (st. 1622) u. A. Zu den um die class. Philologie verdien-testen Franzosen aber gehören ein Lambin, Muretu«, die gelehrten BuchdruckerRob. und Henr. Stephanus (Etienne), die großen Polyhistoren Zul. Cäs. Scali-ger (desto Scala, eigentlich aus Verona ), dessen Sohn Zos. Zust. Scaliger, fernerHadr. Turnebus (Tournebeus), Claudius Salmasius (Saumaise), Jsaak Casau-bonus, Vigerius iVigier), du Fresne, Faber (le Fevre), der Archäolog Mont-faucon u. A. Auch wirkte das Studium der class. Literatur bei den Franzosensehr auf ihre Nationalliteratur, in welcher sie (z. B. in der Tragödie) die Alkennachzuahmen strebten, ohne ihren Nationalcharakrer verläugnen zu können. Znneuern Zeiten sind die philologischen Studien sehr vernachlässigt worden, und nureinige bedeutende Namen, wie Villoison, la Röchelte, Boissonake, Larcher, Gailanzuführen. Dagegen ist e» eine mit der Eitelkeit dieser Nation zusammenhän-gende Erscheinung, wenn wir bei ihnen auch Gegner der alten Literatur (z. D.Perrault, Hardouin, de la Motte) auftreten sehen. Zm 17. Zahrh. fand die ori-entalisch« Philologie beiden Franzosen Freunde: Bochart, d'Herbelot,leZay,laCroze,Houbigant u. A., besonders aber die zu unserer Zeit berühmten Sikvestre de Sacyund Louis Matthieu Langlös. Die Kenntniß neuerer Sprachen ist den Franzosenbei der großen Ausbreitung der ihrigen und der damit begründeten NationaleitelkeitWeniger Bedürfniß gewesen. Spanier und Portugiesen haben nur wenige aus-gezeichnete Philologen zu nennen. Um so größer dagegen ist die Zahl der Deut-schen , die mit Gründlichkeit und Vielseitigkeit das Gebiet gekehrter Sprachsündeund Alterthumswiffenschaft ausgemessen haben. Wir nennen aus dem 16. Zahrh.nur noch einen Zoach. Camerarius , den Verbreiter der griech. Literatur, den Lexiko-graphen Bas. Faber, und den gelehrten Forscher des Alterthums, Zoh. Georg Grä-viuS(Gräve); aus dem 17. Zahrh., in welchem die Philologie weniger begünstigtwurde, den gelehrten Kasp.Barth, Zoh.Freinsheim, Weller, Chph. Cellarius; ausdem 18. einen Ludols Küster, Franz BudäuS, Z. A. Fabricius, Lange, Frisch,Hederich; darauf, seit der Mitte dieses Zahrh., Zoh. Match. Gesner, Urhebereiner gründlichern und geschmackvollern Philolog. Schule, mit welcher die Blüthe derselbständigen Philologie unter den Deutschen beginnt, die durch die geistreichen An-sichten eines Winckelmann, Lessing und Herder über das Alterthum und dessen neu-«ntdeckte Schätzt in Ztalien zu einer Höhe getrieben wurde, die gegenwärtig ihrenGipfel erreicht zu haben scheint; ferner seine Nachfolger Ernesti, Reiste, Heusin-ger, Düker, Wesseling , Fischer, Reiz, Brunck, und die im 19. Zahrh. größtentheilsnoch lebenden Philologen Heyne, Wolf, Beck, Schneider, Harles, Matlhiä, Butt-mann, Schütz, Oberlin, Spaltung, Schweighäuser, Hermann, Heindorf, Schä-fer, B-ckh, Creuzer, Schleiermacher , Bekker, Voß, Eichstädt, Zacobs, Passow u. A.