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Achter Band. O bis Q.
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Philosophen Philosophie (Begriff)

tung der vornehmsten Spartaner ins achäische Lager; aber als hier die Klagen umtersucht werden sollten, kam es unvermuihet zwischen den Spartanern und Ver-bannten zu einem Handgemenge, an welchem auch bald die Achäer Theil nahmen.13 Laeedämonier wurden dabei zu Gefangene» gemacht und von P. nach einerkurzen, offenbar parteiischen Untersuchung hingerichtet. Dadurch geschreckt, über-gaben die Spartaner die Stadt, welche P. nut derselben Strenge behandelte, al«wäre sie mit Sturm genommen worden. Er befahl, ihre Mauern niederzureißen,ihre Miethvölker zu entlassen, die Vertriebenen wieder aufzunehmen, die von denTyrannen in Freiheit gesetzten Sklaven zu verjagen und statt der Gesetze Lvkurg'Sdie Gesetze Achaia'S anzunehmen. Die Römer, an welche sich die Laeedämonierwandten, erklärten diese Bedingungen zwar für unbillig und grausam, fügten je-doch hinzu, daß sie kein Recht hätten, sie umzustoßen. Als aber bald nachher derrömische Venat das mächtige Achaia demüthigen wollte, schickte er eine Gesandt-schaft an die Aebäcr, um sie zur Milderung der Bedingungen zu bewegen; P. be-wirkte zwar die Zurückweisung des Gesuchs, dennoch wußte das mächtige Rom esendlich dahin zu bringen, daß die Versammlung Sparta als unabhängigen ö^iuatwieder in den Bund ausnahm. Kaum war diese Angelegenheit geordnet, als Mes-sene sich gegen den Bund empörte. P., obgleich von Alter und Krankheit gebeugt,zog gegen die Aufrührer, schlug sie anfangs zurück, sah sich aber bald mit solcherUeberlegenheit angegriffen, daß er nicht länger widerstehen konnte. Von den Seini-gen getrennt und von s. Pferde abgeworfen, fiel er, gefährlich am Kopse verwundet,den Feinden in die Hände. Er wurde gebunden nach Meffene gebracht, wo sein An-blick die meisten Einwohner, die unter ihm gefochten und denen er wohlgethan hatte,zu Thränen rührte. Diesen Eindruck zu vernichten, ließ ihn die Obrigkeit in einenunterirdischen Kerker bringen und ihm am folgenden Morgen den Giftbecher reichen.Als er vernommen, daß s. Truppen sich gerettet hätten, leerte er ihn freudig mit denWorten: „Das ist mir genug, ich sterbe zufrieden!" So starb (183 v.Chr.) einer dergrößten Feldherren Griechenlands , den die 'Alten dem Hannibol und Scipio an dieSeite setzten. Er lebte und starb seinem Vakerlande. Seinen Tod rächte der neueachäische Feldherr Lykortas. P.'S Asche wurde feierlich in s. Vaterstadt Megalopolisbestattet. Die meisten Städte Griechenlands errichteten dem Helden Bildsäulenniit Zuschriften, und Megalopolis brachte an seinem Grabe jährlich ein Opfer.

Philosophen wurden vorzugsweise in Frankreich im 18. Jahrh, diefreien Denker genannt, deren aufgeklärten und das Positive häufig befehdendenLehren und Schriften man großen Einfluß auf die nachherige Revolution beilegt,obschon sie mit der wissenschaftlichen Philosophie wenig gemein halten.

Philosophie. I. Begriff und Zweck derselben. So verschieden auch,am Meisten unter den Philosophen selbst, der Begriff der Philosophie bestimmt zuwerden pflegt, indem die Philosophie Etwas ist, was durch das Philosophiren her-vorgebracht werden soll, das Philosophiren aber in einem selbstthätigen Denken be-steht, wodurch die Menschen ebenso sehr von einander abweichen, daß sie in dieentgegengesetztesten Ansichten und Meinungen auSeinandergchen, so lassen sichdoch alle vernünftige Ansichten über die Philosophie dahin vereinigen, daß sie eineWissenschaft ist, welche nicht nur die höchsten und wichtigsten Gegenstände hat(Gott , Welt, Mensch, und deren wahres Verhältniß überhaupt), sondern auch diehöchste für Menschen erreichbare Erkenntniß dieser Gegenstände bezweckt. Znersterer Hinsicht nannte sie schon Cicero eine Wissenschaft des Göttlichen undMenschlichen; viele Neuere nannten sie bald Wissenschaft von den Grundwahr-heiten der menschlichen Erkenntniß, bald Wissenschaft von dem Wesen der Dinge,Andre Wissenschaft der Zdeen, insofern man glaubt, durch diese das Wesen derDinge zu erkennen, und weil sich alle Zdeen in der Zdee des Absoluten schließen undvon ihr auskaufen, die Wissenschaft des Absoluten (wie in der Schelling'schen

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