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Phönizier,
klein? Stadt so bedeutend, daß sie seit 1000 bis ungefähr 600 v. Thr. das Hauptdes phönizischen StädtebundeS wurde, wie e« bisher Sidon gewesen. Zu Angriffs-kriegen fehlte dieMachk, zu Vertheidigungskriegen die Nothwendigkeit; man suchtesich durch friedliche Bevölkerung unbewohnter (Hegenden, sowie durch Bündnisse zusichern. Erst bei Annäherung der asiatischen Eroberer, welche die ReichthümerPhöniziens reizten, hören wir von Kriegen der Tyrer, und diese führten sie mitMielhski'uppen. Um d. 1.1000 schloß Hiram, des Abibal Sohn, mit David undSalomo Freuntschafts- und Handelsbündnisse. Itobal, um d. I. 900 König vonTyrus und Sidon , war Vater der Iesabel. Er erbaute mehre Städte in Phöniceund bevölkerre Anja in ?lfi>ka. Seinem Sohne Badozor folgte Mutgo (Viutge-nuS, Mutknuis), der Vater des Pygmalion und Barka, der Dido und Anna.Dido gerieth (888) mit Pygmalion in Streik, wanderte mit Barka und Anna ausund gründete C a rth ag o. (S. d. und Dido.) Die nahe Insel Cnper» mnßtedamals schon den Tyriern unterworfen sein, denn Pygiualwu erbaute hier Kai-pasta.In der nächsten Zeit „„iß TyruS seine Herrschaft über die Städte Phöniziens be.hauplec und vielleicht gemißbraucht haben, denn unter Anführung des Elulaus sie-len (um 700) die Kittaer auf Cypern ab und riefen die Assyrer zu Hülfe. Dochunterwarf sich Tluläus wieder, und Salmanafsar schloß Frieden. Gleich daraufempörten sich Sidon und viele andre Städte der Tyrier, unterwarfen sich dem Sal-manassar und gaben ihm ihre schiffe. Aber 12 tyrische Schiffe zerstreuten die60 feindlichen, und nach 5 Jahren mußten die Assyrer die Belagerung von Tyrus aufheben. So erhielt sich Tyrus noch an 100 Jahre, den Israeliten überlegen.Iiideß scheint Sidon sich wieder erhoben zu haben und von Tyrus unabhängig ge,Wesen zu sem. Verderblich war ihnen das Bündniß mit Zedektas gegen Neblnkadnezar. Dieser zerstörte Sidon und eroberte Tyrus nach 13jahriger Belage-rung, das seitdem seine ehemalige Größe nie wieder erreichte. Die meisten Einw.hakten sich mit ihren Schätzen nach der Inselstadt Tyrus geflüchtet, welche jetzt dieHaupkst. des Welthandels wurde. Auf Itobal, der bet dieser Belagerung blieb,folgte Baal , wahrscbeinlich als babylonischer Vasall. Nach dessen Tode regierten7 Jahre lang vom Volk erwählte Suffeten. Dann traten wieder Könige von Ty-pus unter babylonischer Hoheit auf. Zu Cyrus's Zeit kam TyruS (555) undwahrscheinlich ganz Phönizicn unter pers. Herrschaft. Die Könige von Tyrus undSidon , Mapen und TetrauinestuS, werden als des cherxes erfahrenste Seemännerin der Schlacht von Salamis genannt (um 481 v. Chr.). Sidon war um dieseZeit die reichste Stadt Phöniziens und stand an der Spitze der Empörung gegenArtarerxesMemnon und Artaxerxes Dchus. TenneS, König von Sidon , schlug(361), unterstützt von Griechen und Mentor, das persische Heer. Ochus abererschien selbst mit einer furchtbaren Macht, und als durch TenncS'S Verräthereiihm die stark befestigte Stadt (350 v. Chr.) in die Hände fiel, verbrannten die Si-donier in Verzweiflung sich selbst und alle ihre Güter. Andre Sidonier, welchedamals abwesend waren, bauten bei ihrer Heimkehr die Stadt wieder auf. DemAlexander, welcher (333) nach der Schlacht bei IssuS nach Phönizien kam, unter-warf sich Sidon ohne Belagerung und empfing von ihm statt des Strato den Ab-kolouyiuus aus königl. Geschlechte, damals aber Gartenarbeiter, zum König;Turas wurde erst nach 7monatlicher Belagerung, da die Hülfe der Carthaginen-ser ausblieb, durch Verrätherei eingenommen und verbrannt, und die Einw. theilsgetödtek, theils als Sklaven verkauft. Zwar baute Alexander die Stadt wiederauf, sie erlangte aber ihr voriges Ansehen nie wieder und kani unter die Herrschaftder Seleuciden, wie Sidon unter die Macedonier, bis65v.Chr. die Römer davonBesitz nahmen. Seitdem theilte Phönizien das Schicksal Syriens . Den Kreuz-fahrern war (1099 ».Chr.) Tyrus ei» wichtiger Waffenplatz. Der Sultan von Ägyp-ten, der es 1223 einnahm, wurde von denFrankcn bald wieder vertrieben, so auch