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die Tatarm 1263, die es unter Hulakn mit dem Reste von Syrien an sich gerissenhatten. Zum letzten Male wurde das Land 12L2 von dem ägyptischen Sulla» be-zwangen. Seitdem hatte es mit dem Hauptlande gleiches Schicksal. — Wichtigerals in ihren Begebenheiten sind uns die Phönizier durch ihren Handel, ihre Schiff-fahrten und ihren Gewcrbfieiß. Durch die Unfruchtbarkeit des Bodens gezwungen,vertrauten sie sich anfangs als Seeräuber dem Meere. Nach und nach dehnten sieihre Fahrten bis zu weit entlegenen Küsten und Inseln aus. Die Erzeugnisse deseinen Landes vertauschten sie mit Vortheil in dem andern; überdies erfanden sie dieBereitung der Wolle, des Glases, die Purpurfärberei, und verfertigten allerleikunstreiche Arbeit. Ihrer Lage nach mußten die Phönizier besonders auf d> m mit-telländischen Meere handeln. Cypern war ihr nächster Landungsplatz. Don dakanten sie nach Griechenland und den griech. Inseln; Rhodus und Kreta wurdenvon ihnen bevölkert. Als aber die Griechen selbst ein seefahrendes und mächtigesBolk wurden, wendete sich der phönizische Handel nach der nordafrikainschen Küste.Hier, wie auf Sicilwn und Sardinien, legten sie Colomen an, mit beten Hülfe siebis ins Innere von Afrika handelten, und mit denen sie immer i» gutem Dernebmenblieben. Aber am wichtigsten war ihr Handel nach Spanien . Hier fanden sie Gold,Silber, auch Eisen, Zinn und Blei; die eingemachten Südfrüchte waren ein be-rühmter Handelszweig. Unter den auf Tarteffu? angelegten Colonien ward amberühmtesten die Hafenstadt Gades (Cadiz ), das Ziel der Fahrten im Mittclmeerund der Anfangspunkt der weiter» Fahrten im atlantischen Ocean. Die Phönizierschifften nördlich nach den Kassikeriden, Zinninseln (den sorlingischen und britanni-schen Inselreihen) und in dem nördlichen, schon sumpfenden Ocean bis zur Mün-dung des Rhenus. Auch an der Westküste von Libyen sollen sie Inseln, Me.dcra, dieIn.-itiüm y» tuu.ii.ic (die kanarischen), besucht und bevölkert haben. Unbedeutenderund von kurzer Dauer war ihr Seehunde! auf dem arabische» Meerbusen nachOphir und auf dem persischen, vielleicht bisCeylon. IhreUmschiffungAfrikaS istungewiß. Sie handelten auch mit den ihnen durch Karavane» aus dem Innernvon Asien und Afrika zugesührten Waaren. Lange war ihr Handel Tauschhandel,denn die ersten Münzen sollen die Numidier, nicht die Phönizier, geprägt haben.Erfinder oder doch Beförderer und Vervollkommnet' des Schiffbaues waren sie ge-wiß. Sie hatten Ruder und Segel und folgten bei Nacht der Leitung der Gestirne.Außerdem wird ihnen die Erfindung der Buchstabenschrift und der Rechnenkunst zu-geschrieben, wie man überhaupt mehr astronomische und mechanische Kenntnisse beiihnen vermuthen muß, als von denen wir lesen. Dagegen scheint ihnen Dichtkunstund hebere geistige Bildung fremd geblieben zu sein. Von ihren eignen Schriftenist unS.NtchtS aufbehalten. Ihre Sprache gehört zu den semitischen Sprachen, undzwar zu dem konanitischen Stamme, und ihre Erklärung ist sehr dunkel. Ihie Re-ligion war Vielgötterei mit Bilderdienst und Menschenopfern. Ihr höchster LandeS-gott wird von den Griechen Kronos , von den Hebräern Baal oder Beel genannt,auch Adonis (Herr), dessen Dienst auch nach Griechenland und Agvpten (Osiris)überging; ihre höchste weiblicheGottheitBaaltis(s)sis)oderAstarte, Astaroth, nachden Griechen auch der Name der Aphrodite. In Tyru? wurde auch Melkarth (Her-cules) als örtliche Gottheit verehrt, und sein Dienst von da nach allen Orten hinverbreitet. Außerdem verehrten sie die Kabircn und hatten ihre eigenthümlichenMysterien. Der Charakter dieses Handelsvolks war übrigens im Alterthume nichtim besten Rufe. Über Phbnizien s. Heeren'?Werke (11.Thl., 1824) u.Hamacker'S„äIi -,,1 Ü 1 IX -1 l'!u>cuici.i ctc." m. lilhogr. Bl. (Leyden 1828, 4.)
Phorcus oder Phorcys , Sohn des Pontus und der Gäa, oder n.A. Nepiun'S und der Nymphe Thesea, Vater wunderbarer Meergcsialeen, z. B.der Gräen, Gorgonen und des hesperischen Drachen, nach Einigen auch der Scylla und der Thoosa, welche Ungeheuer er mit seiner Schwester Ceto zeugte.