Band 
Achter Band. O bis Q.
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PhoSphoruS PhotiuS 511

sten phosphoresciren der Flußspath und Marmor aus Derbrsshire, der Feldspalhaus Sachsen, der Rubin . Ein wirksames Mittel, die Phosphorescen; in denKörpern zu entwickeln, ist die Elektricität, wiewvl die Ursache dieser Erscheinungdunkel ist.

PhoSphoruS, s. Lucifer, Venus und HeSperuS.

PhotiuS, Patriarch vonKonstanrinopel im 3. Jahrh, und Urheber derTrennung der griechischen und römischen Kirche. Er verband mit einer vorneh-men Geburt und großem Reichthum den Ruf des gelehrtesten und gebildetstenMannes seiner Zeit, und stieg daher schnell zu den höchsten Würden. Als erHauptmann der Garden war, wurde er an den Khaltfen von Bagdad geschickt.Nachher ward er unter Kaiser Michael 111. Staatüsecretair. Als solcher trat erin vertraute Freundschaft mit dem Cäsar Bardas, Michaels Oheim, welcher,nachdem er die Verbannung des Patriarchen Zgnatius bewirkt baue, den Kaiserbewog, PhotiuS , der noch ein Laie war, zu dieser Wurde zu erheben. Zu demZeiträume von 6 Tagen ging er durch die ganze für priesterliche -Orden erbotet lieheStufenfolge hindurch, und ani Tage der Salbung (858) ward er vorn BischofGregor von Syrakus, den der römische Bischof kürzlich entsetzt hakte, zum Pa-tina! chen geweiht. Um eine vollkommene Bestätigung seiner Würde zu erlangen,ließ P. den Papst Nicolaus l. durch Gesandte ersuchen, seinen Legaten die Wieder-herstellung der Einigkeit in der Kirche aufzutragen. Demgemäß wohnten 2 päpst-liche Legaten der 861 zu Konstantinopel gehaltenen Kirchenversamnilung bei, inwelcher die Absetzung des Ignatius bestätigt wurde. Aus die Vorstellungen vonZgnatiuS'S Freunden aber verwarf der Papst, dem das durch diese Appellationenan den römischen Sitz zugestandene Übergewicht schmeichelte, die Beschlüsse seinerLegaten und sprach in einem 862 zu Rom gehaltenen Concilium die Absetzungdes P. zugleich mit der Wiedereinsetzung des IgnatinS aus. Um sich zu rächen,hielt jener eine Kirchenvei sammlung zu Konstantinopel , welche den Papst absetzteund epcommunicirte, und zugleich die römische Kirche der Ketzerei heftig beschul-digte. Als aber 867 der Kaiser Michael von BasiliuS ermordet worden, »nd dieserden Thron bestiegen hatte, ward Ignakius wieder eingesetzt, und P. in ein Klosterverwiesen. 869 bestätigte ein Concilium diese Verfügung »nd sprach die Absetzungund das Anathema gegen P. aus. Als aber bei den folgenden Streitigkeiten,wegen der Gerichtsbarkeit über die neubekehrten Bulgaren , ZgnalüiS, der dieRechte seines Sitzes aufrechterhielt, mir dem römischen Hofe zerfiel, kehrte P.,diese» Umstand benutzend, nach Konstantinopel zurück, wußte sich in die Gunstdes Kaisers zu setzen, und nahm, durch den Tod des ZgnatiuS begünstigt, 878seine Würde mit kraftvoller Hand zurück. Papst Johannes >111. gab seine Ge-nehmigung, und ein 879 im Beisein päpstlicher Legaten gehaltenes Conciliumbestätigte diese Ernennung. Der Papst hatte gehofft, Bulgarien werde jetzt ohneWiderspruch dem römischen Sitz überlassen werden z da er sich hierin getäuscht sah,widerrief er die Handlungen seiner Legaten und bestätigte den früher gegen P. aus-gesprochenen Bann. Ein Gleiches that Johannes Nachfolger, und als Basil'sSohn, Leo, 886 den Thron bestiegen harte, ward P. aufs Neue abgesetzt undnach Armenien in ein Kloster verbannt, wo er 891 starb. Hätten sich jetzt diePäpste mit mehr Mäßigung benommen, so würde die Streitigkeit beider Kirchendurch P.'s Tod beendigt gewesen sein. Da sie aber darauf bestanden, die vonjenem ordinirten Priester und Bischöfe nickt anzuerkennen, so stieg die Erbitterungimmer hoher, und die einmal begonnene Spaltung ward bleibend. Wenn auchP. in seinem öffentlichen Betragen Tadel verdient, so hat ihm doch tue Gelehr-samkeit viel zu verdanken. Sein Werk, „Myriobiblon" (Rouen 1643, Fol.),das er wahrend seiner Gesandtschaft nach Bagdad , wahrscheinlich zum Theil ausdem Gedächtnisse, verfaßte, verbreitet sich über 280 Schriftsteller ii» Fache der