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Achter Band. O bis Q.
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512 Photometer Phryne

Geschichte , Rhetorik, Grammatik, Philosophie, Theologie u. s. w-, von denenuns viele außerdem ganz verloren sein würde». Die Behandlung ist ohne Ordnungund sehr ungleich. Einige sind regelmäßig abgekürzt, andre bloß ausgeschrieben.Sein „Nomokanon", eine Sammlung von Kanons, kanonischen Briefen und kai-serlichen Gesetzen über kirchliche Gegenstände, ist von großer Wichtigkeit. Auchsein ..Lexikon" ist schätzbar (zuerst herausgeg. von Hermann, Leipz. 1808). Außer-dem besitzen wir von ihm Briefe, 2 Homilien und andre zum Theil noch einge-druckte Werke.

Photometer , Lichtmesser, ein Werkzeug, die Stärke des Lichts leuch-tender Körper zu bestimmen. Nach Huygens's und Dougucr's erfolglosen Ver-suchen ist es erst dem Grafen Rumford gelungen, eine Vorkehrung zu erfinden,die genaue und richtige Bestimmungen liefert (Gren'S „Neues Zonen. d. Physik",II. Bd.). Dadurch hat die Photometrie, welche einen eignen Zweig derOptik (s. d.) ausmacht, neue Bereicherungen erhalten. S. Lambert's „l'l>c>-tnineUin, riee cl« nwN5uia et «wciclibus tumiiii!." (Augsburg 1160). ÜberRitchie'S neuen Photometer f. die „l'siilcuMph. trnns.icl." (1825), „HeSperuS"(1826, Nr. 140). Die Einrichtung desselben gründet sich zum Theil auf dieVoraussetzung, daß Licht von Wärme nicht wesentlich verschieden, sondern nur miteiner so großen Schnelligkeit und Energie bewegte Wärme sei, daß sie die Feuch-tigkeit des Auges zu dnrchdringm und unmittelbare Eindrücke auf die Netzhauthervorzubringen vermag.

Phraseologie, derjenige Theil der Sprachlehre, welcher von den Re-densarten (Phrasen) einer Sprache handelt. Wie jede Sprache einen eigeiuhüm-lichen Geist, eine eigenthümliche Wortfügung u. s. w. hat, so hat sie auch Redens-arten, d. h. Arte» des Ausdrucks, die ihr allein angehören und aus einer allgemei-nen Kenntniß der Sprache nicht erkannt werden. Diese lehrt die Phraseologiekennen. Wir finden sie theils mit den Wörterbüchern verbunden, theils in beson-dern phraseologischen Wörterbüchern enthalten.

Phrvgier scheinen die ältesten Bewohner Kleinasiens geheißen zu haben;denn nicht bloß die Trojaner, sondern auch die Mvsier und Lydier werden Phrygiergenannt. Das Gebiet von Troas hieß späterhin Kleinphrygien. Zm persischen Zeit-alter war Pbrygien, als die nuttelste, von allen übrigen Provinzen Kleinasiens umgrenzt und auch da noch die größte unter ihnen. Später war es eingetheilt inGroß: und Kleinphrygien und Phrygia epikretos (das hinzuerworbene), der nordwest-liche Theil des eigentlichen Phrygiens um den HermuS und Dorylänm am BathyS.Die vorzüglichsten Städte waren Axamea, Laodicea und Kolossa. Die Bewohnerdes von Natur fruchtbaren und reichen Landes wurden früh gebildet; Ackerbau undViehzucht blühten bei ihnen. DieGeschichte Phrygiens ist ganz mythisch; unter demNamen Midas und Gordius werden mehre Könige genannt, unter denen der mitEselsohren begabte Midas der bekannteste ist. Mit Adrastus starb um 560 v. Chr.die königliche Familie aus, und Phrvgien wurde eine Provinz des lydischen Reichs;mit diesem kam es an Persien, machte hier eine eigne Satrapie aus und kam zuletztmit Lydie» unter die römische Herrschaft. Zn der Musik der Alten war die phry-gische Tonart von heftigem, kriegerischem Charakter. Jetzt versteht man daruntermehr eine weiche, klagende Tonart. (Vgl. Ton, Tonart.)

Phryne , eine der berühmtesten Hetairen Griechenlands , ausTheSpiä inBöotien geb. Arm kam sie nach Athen , wo sie anfangs mit Kapern handelte, dannober, als ihre Reize sich entfalteten, diese zu einem bequemern und einträglichernErwerbe benutzte. Sie ward die Freundin eines Praxiteles (s. d.) und Hyveri-deS, von denen jener ihr« Schönheit durch seine Kunst verewigte, dieser durch dieEnthüllung ihrer Reize den grauen Richtern der Heliläa, vor denen der verschmähteEulhias sie des Atheismus angeklagt hatte, ein günstiges Urtheil abgewann. Diese