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Achter Band. O bis Q.
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Physik (Geschichte)

Lnderlichen Formen bestehen, und schreibt jeder solchen primitiven Form eine be-fii.nmteModificationderin derNatur thätigen Krästezu. Über awmistisch und dyna-misch vgl. Atomen, Dynamik. Indeß ist es nicht unumgänglich nothwendig,bei physikalischen Forschungen die eine oder die andre dieserAnsichten zuGrundezu le-gen oder sich bis zu diesen Grundursachen zu erheben; eine bescheidenere Naturfor-fchuna, die sich fast immer die mathematische nennen ließe, begnügt sich vielmehrmitMgabe der nähern Ursachen, ohne metaphysisch die letzten entdecken zu wollen. Jenachdem endlich die Physik bestimmte Erscheinungskategorien betrachte», zerfällt siewiederum in ebenso viel besondere Disciplinen, z.B. in dieMechanik, Hydro-statik, Optik, Akustik (s. dd.) u.s. w. und wobei, wie schon oben angeführt, dieGrenzen der Physik und angewandten Mathematik beständig in einander verlaufen.

Geschichte der Physik. Unter den ältesten Völkern waren schon dieAgvPier, Chaldäcr und Phönizier wegen ihrer mechanischen, chemischen, astrono-mischen unk physikalischen Kenntnisse bekannt. Bei den Griechen war Thales, derStifter der ionischen Schule, der Erste, welcher die Physik ohne Allegorien undFabeln vortrug; die spätern griechischen Weltweisen schadeten aber wiederum denWissenschaften durch spitzfindiges Hinneigen zur metaphysischen Seite der Natur-lehre, worin besonders Platv lind Aristoteles (vgl. dd.) ausgezeichnet sind,wiewol des Letzter» naturgeschichtlichc Schriften an diesem Fehler nicht im gleichenMaße leiten. Pvihagoras machte gewisse Einheiten (Monaden) zur Grundursacheder Erscheinungen der Körperwelt; indeß hatte seine Schule doch bereits dunkleBegriffe von der Kopernicanischen Weltordnung; Leucipp's und Demokrii's atomi-sitsche Ansichten zeigen eine sehr nahe Verwandtschaft mit den Grundideen der heu-tigen atom siische» Naturphilosophie; und daß die Griechen, trotz jenes Hanges zuwillkürlichen Spec.ilationen, dennoch die Beobachtung richt ganz vernachlässigten,zeigen, außer den naiurgeschichtlichen Schriften des Arisiottsts, namentlich Theo-phrast'S und Hippokrates'S Werke. Unter den Römern sind Lucrez durch sein Ge-dicht „Ue reruiil noiino", Lucius Seneca durch seine ,,s)».reiiiviie! liutiNiile,",namentlich aber PliniuS d. Ä. durch seine Naturgeschichte bekannt. Im Mittel-alter versank auch die Naturlehre, mit Ausnahme der Araber, die sie nicht ganzvernachlässigten, in eine tiefe Finsterniß, die durch den Nebel der scholastischen Philosophie nur noch undurchdringlicher wurde. Erst Bacon von Verulam(st. 1826) beleuchtete diese Nacht mit der Fackel einer sichern, besonders auf Beob-achtung dringenden Forschung. Fast gleichzeitig entdeckte Galilei die wahren Ge-setze des Falls und des Pendels, und Torricelli gab das Barometer. Kepler fanddie Gesetze des Laufs der Himmelskörper und begründete durch glückliche An-wendung der Geometrie das Gebäude der optischen Wissenschaften; Otto v. Gue-ricke erfand di> Luftpumpe, — und nach solchen Vorarbeiten ward es DescarteSleichter, die vielfach erschütterte scholastisch-aristotelische Physik völlig zu stürzen.Während er dahin strebte, der Natui Wissenschaft eine zuverlässigere metaphysische Ba-sis anzuweisen, war die Experimentalphysik so glücklich, an Boyle und Hook in Eng-land, Borelli und Grimaldi m Italien, Pascal, Mariotte und Picard in Frankreich eifrige Schüler zu finden, und so entstanden uni 1650 die londncr Societät'svonderen ersten Mitgliedern wir nur Wallir, Wren, HuygenS zu nennen brauchen),die pariser Akademie der Wissenschaften und diefforentiner.Vceacieini,, stel cinmn io,deren vielfache Bestrebungen zur Förderung der Naturwissenschaften unendlich vielbeigetragen haben. Endlich erschien Newton (st. 1126) und wurde durch seine„Ichllo-Opli!.,« »ainnill- piriiinipi,', mstl><u>iritl<?a" derBegründer der neuern Phy-sik in ihrem eigenthümlichen Glänze. Was seit dieser Zeit auf ihrem unermeßli-chen Gebiete weiter geschehen ist, kann hier nur angedeutet werden, und wir müssenuns begnügen, im Allgemeinen an die Verbesserung der in unvollkommnererGestaltschon früher bekannt gctvesenen Thermometer, an die Entdeckung der Gasarten