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Physik (Nutzen—Literatur)
die Erweiterung der Lehre von der Elektricität, besonder? durch die Erfindung derBlitzableiter und des Galvanismus, die Verdrängung desStahl'schen Phlogistonsdurch Lavoisier's Oxygen, die Redaction der Alcalien und Erden, die Entdeckungder Jode und des Ehlorins, die Polarisation des Lichtes, die Nachweisung derVerwandtschaft zwischen Elektricität und Magnetismus u. s. w., worüber in be-sondern Art. unsersWerkS gehandelt wird, zu erinnern, und Namen wie die einesTorbern, Bergmann (geb. 1735, gest. 1781), K. W. Scheele (17-1?—86)Fianklin (st. 1790), Joh. Priestley (st. 1804), Lorenz Lavoisier (1745—94)Jos. Blak (st. 1799), Alovs Galvani (st. 1788), Gren (1760—98), Lichren^berg(st. 1799), Richter (st. 1808), Ritter (st. 1810), Tavendish (st. 1812), Ma-lus (st. 1812), Klaproth (st. 1817), Dolta (st. 1827), Davy (st. 1829), undunter den Lebenden eines -Orsted, Amp-re, Biot , Oken, neben vielen andern, viel-leicht nicht weniger ausgezeichnete», in da« Gedächtniß zurückzurufen. S. auchRixncr'S und Lieber'« „Leh, Meinungen berühmter Physiker" (Sulzbach 1820 fg.).
Der Nutzen der Physik springt von selbst in die Augen, da wir zu un-sern Bedürfnissen, Bequemlichkeiten und Vergnügungen und zur Abwendung allerGefahre» die Kenntniß der Eigenschaften und Wirkungen der Naturkörper nichtentbehren können. Vorzüglich aber stürzt eine richtige und würdige Naturforschungdas finstere Gebäude des Aberglaubens und liefert die schönsten Beweise von deniDasein einer weisen Weltregierung.
Aus der reichen Literatur der Physik nennen wir nur die ausgezeich-netsten Werke: Fischer'S „Geschichte der Physik seit der Wiederherstellung der Künsteund Wissenschaften bis auf die neuesten Zeiten" (Göttingen 1801, 6 Bde.). Überdie Methode, namentlich die bei der Experimentalphysik zu befolgende: Senebier'S„blx-.ai sur l'srl el'observei ct <le läirv >lcs cxpcricncc»" (2. 'Allst., Genf 1802,3 Bde.). Damit läßt sich verbinden: „1)c;cripii(>>, ct ».<>:,c-s ,1'mi c.'llüiiet clcpli^sigue expeiiinciitiilc", von Sigaud de la Fond (Tours 1796, 2 Bde., m.vielen Kpfrn.). Von Gehler's trefflichem „Physikalischen Wörterbuche" (Leipzig 1798, 6 Bde., mit Kpfrn.) geben Brandes, Gmelin, Hörner, Muncke und Pfaffeine ganz umgearbeitete Aust. (der 5. Bd., Buchst. H., Leipzig 1829). Das vollständigste neue Lehrbuch tstBiot'S „ I'iuili: ckc pl-^rignc cx^icrinientulc el -N-Iilicinnligue" (Paris 1816, 4 Bde., davon der Vers. selbst auch einen empfehlenswerthen Auszug gegeben hat); dessen neueste (3.) AuSg. Fechner (Leipzig 1824, 4Bde.) übersetzt hat. Unter den Handbüchern empfehlen sich durch Klarheit der Darstellung Neumann'ö „Lehrbuch der Physik" (Wien 1820, 2 Bde. m. Kpfrn.);in einem kleinern Umfange Gren's „Naturlehre" (6. Aust. durch Kastner, Halle,1820, m. Kpfrn.); I. T. Mayer's „Naturlehre" (7. Aust., Gölting. 1827), undBeudant's „I'r.üte elemeniniic <le (4. ?lust., Paris 1828; deutsch von
Harlinann, Leipzig 1829). Über das dynamische System s. Kant s „Metaphysi-sche Anfangsgründe der Naturwissenschaft" (3. Anst., Leipzig 1800) und Schel-ling'S „Enlw. der Naturphilosophie" (Jena 1799); ein durchgeführtes Compen-dium der Physik im dynamischen «inne aber hat Hildebrand: „Anfangsgründe derdynam. Naturlehre" (Erlangen 1807, 2 Bde., m. Kpfrn.) geschrieben. Die ato-mistische ?lnsicht müssen Liebhaber aus ältern Werken studiren. — Das verbreitetstephysikalische Journal sind die von Poggendorf fortgesetzten Gilbert'schen „Anna-len " (der 85. Bd. 1827). Noch erscheint seit 1826 mWien eine neue „Zeitschriftfür Physik und Mathematik" in zwanglosen Heften. Über die Fortschritte der phy-sischen Wissenschaften belehren die „Jahresberichte" von Jakob Berrelius (aus demLtchroed. übersetzt von E. G. Gmelin, Tübingen ). Populaire Schriften sind: „Leh-ren der Physik in dialogischer Form" (aus deiiiEngl. von Vogel, Darmstadt 1827,m. Kpfrn.); Poppe's „Volksnaturlehre zum Selbstuntcrr." (Tübingen 1825).Übe. angewandte und Experimentalphysik belehren desStaatörctihs u. Pros. Par
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