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Physikalisches System
mit seinem Gewerbe beschäftigen können. Hieraus folgt nun 8), daß unbedingteFreiheit aller Gewerbe, ohne Ausnahme, die nothwendige Bedingung des Wohlbe-findens beider Classen sei. Für die producirende ist sie in ihrem Eigenihumsrecytebegriffen, für die nichtproducirende vermehrt sie dieConcurrenz in den Gewerben;diese aber erzeugt größere Wohlfeilheit der Waaren, mehr Absah, die Producentenerlangen dadurch leichter ihre künstlichen Bedürfnisse, und je mehr sie deren befrie-digen können, desto mehr gewinnen die Nichkproducirenden. Mit dem Wohl-stände nimmt die Lust zur Arbeit zu. — Wie jeder Gattung von Industrie, somuß auch jeder Gattung von Handel, von Ein- und Ausfuhr die vollkommensteFreiheit gestattet sein; denn es ist ganz einerlei, ob die Erzeugnisse des Landes voneignen oder fremden Unterthanen verzehrt werden, weil es immer nur die rohenProducte, entweder unmittelbar oder mittelbar (die fremden, für die eignen einge-tauschten Erzeugnisse) sind. 4) Da diesem Systeme zufolge aller Reichthum bloßaus dem Boden hervorgeht, so darf auch nur eine einzige Abgabe, nämlich voinGrund und Boden, stattfinden, und diese Abgabe, welche in der Sprache der SchuleI,uy„l »iiiguc heißt, muß auf den Reinertrag des Grundeigenihums gelegt wer-den. Die Unhaltbarkett dieses staatswinhschaftlichen Systems erh-llt aus folgen-den Sähen: 1) Der Reichthum besteht nicht in den rohen Erzeugnissen allein, son-dern in Dingen, welche menschliche Bedürfnisse zu befriedigen vermögen und dahereinen Werth haben. Die Erde ist zwar die Mutter aller unserer Sachbedüi fiusse,aber wir erhallen ihre Gaben nur als Grundstoss zur wettern Veredlung; wenigeErzeugnisse des Bodens lassen sich ohne weitere Bereitung gebrauchen, und jedeArbeit, welche, aus die Veredlung solcher Erzeugnisse verwandt, ihre Brauchbarkeitvermehrt, ist auf dieselbe Weise produktiv als die Arbeit, welche auf den Boden ver-wandt wird. 2) Die Natur ist nicht bloß wirksam bei der Erzielung von rohenProducten, sondern auch dem Kaufmann und Fabrikanten leistet sie Hülfe. DasWasser, welches die Mühle treibt, das Feuer in den Dampfmaschinen und selbstdas Genie des Künstlers, das Talent des Manusactur-Unternehmers, was ist esAndres als Natur, welche mit prokuciren hilft? Wowic sich der Grundeigenthü-mer ein Ltück des Bodens zuzueignen und damit zu wuchern versteht, indem ersich Etwas für die Benutzung der Produktion, welche sein Grundstück enthält, alsRenke bezahlen läßt, so weiß auch der Manufacturist sich eine Nmurkraft zuzueig-nen und ihre Anwendung oft lange Zeit als Geheimniß zu verwahren, svdaß er da-von noch weit Hähern Gewinn zu ziehen vermag als der Grundherr von seinemAcker. Verdient doch der gemeinste Arbeiter schon einen größern Lohn, als oieQuantität der rohen Producte kostet, die er zur Befriedigung seiner nothwendigenBedürfnisse gebraucht; um wie viel größer wird also der Gewinn der künstlichenArbeit sein. Die physiokratische Voraussehung also, daß nur allein die Landarbeiteinen reinen Ertrag gebe, ist ebenfalls unrichtig. Dabei ist auch 3) der Schlußfalsch, daß keine andre Abgabe als die von der Grundrente stattfinden dürfe. Collieder ganze Steuerbetrag von deni Grundertrage aufkommen, so würde zwar in ei-nem ganz abgesonderten, geschlossenen Handelsstatut durch die Preiserhöhung derrohen Erzeugnisse auch der übrige Theil der Nation einen Beitrag dazu entrichten;aber der Landwirth und die Grundbesitzer würden doch immer den Vorschuß zu lei-sten haben, was für sie ausnehmend drückend wäre. In einem Wtaate aber, wel-cher aus seinem Verkehr mit den Nachbarn nicht herausgerissen werten kann, mußder gänzliche Verfall der Landwirthschaft die Folge davon sein, wenn sämmtlicheStaarsabgaben auf den Grundertrag gelegt werden, weil alsdann die übrigenDolksclassen ihren Bedarf an rohen Naturerzeugnissen, des hohen Preises wegen,nicht i.» Inlande kaufen, sondern lieber vvm Auslande beziehen werden. Eine,alle sonstige Abgaben ausschließende, einzige Grundsteuer ist durchaus chimärisch,und selbst der reichste Segen der Natur würde die Nachtheile einer solchen Steuer-