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Physiologie (Inhalt)
Klimas in dem physischen Charakter des Menschen -c. Insofern nun die Ideedes Lebens auf der Erde sich auf der höchsten Stufe offenbaren sollte, mußte auchder ihr sich gleich bildende Organismus am zusammengesetztesten erscheinen, umeinen organischen Körper darzustellen, der in seiner Formbildung und in Behaup-tung seiner Individualität die Stufenfolge der Idee der Lebens, in dem Umlaufevon Entstehung und Bildung, in den Entwicke'ungen des Wachsthums und derLebenSperivden, die stets in ununterbrochener Thätigkeit begriffene Durchführungder Lebensidee, in der Fortpflanzung und Erhaltung des Menschengeschlecht? selbstdie Ewigkeit und Unendlichkeit der Lebensidee, als Ausfluß des ursprünglichen,absoluten und ewigen Lebens, offenbarte. Daher stellt der menschliche Körper eineForm dar, welche der höher« Federung der Vernunft, den Regeln der Schönheit,Svmmetrie und Zweckmäßigkeit entspricht; ist mit einer Reihe von Organen ver-sehen, welche zur Ausbildung, zur Erhaltung seiner Individualität und seiner Gat-tung, mit Organen, welche zur Bewegung, zum Wechselverkehr mit der Außen-welt, ferner mit Organen, welche zur Wahrnehmung der Gegenstände außerihm, sowie seine? eignen Körpers dienen. Wie nun der Mensch einerseits der Erdeals Nakurwesim angehört, so ist der menschliche Geist durch Vernunft und Freiheitvon der Naturwelt getrennt, und dieser völlige Gegensatz wird durch das Bewußt-sein bewirkt, wodurch er die in ihm sich spiegelnden Bilder der Außenwelt als außerihm und ikm fremd erkennt und unterscheidet. Jene Reihe von Organen, welcheden menschlichen Organismus in den Gegensatz zur Außenwelt bringen, sind daherauch zum Theil die Vermittelunqsorgane zwischen Körper und Seele, und ihr Mit-telpunkt, wo alle aus-und einwirkenden Strahlen zusammentreffen, ist als derSitzder Seele, oder vielmehr als das Organ derselben anzusehen, von wo die freieund willkürliche Thätigkeit über den Organismus (insoweit er derselben unterwor-fen ist und zum Wechselverkehr mit der Außenwelt und andern menschlichen Gei-stern gehört) ausgeht. Denn unbeschadet der ursprünglichen Klarheit der Ver-nunft und Freiheit des Geiste? ist derselbe doch durch seine innige Verbindung mitdem organischen Körper (gleichsam Versenkung in denselben) einer Beschränkungwährend des irdischen Lebens unterworfen, sodaß er die unwandelbaren Gesetze derNaturkraft nicht ändern kann, und die Willkür seiner Einwirkungen erstreckt sichnicht bis auf diejenigen Organe, welche bloß dem Naturleben unterworfen und zurErhaltung des ganzen menschlichen Organismus bestimmt, mithin auch ununter-brochen, wie es die Lebensidee oder die ihnen einwohnende Naturkraft erfodert,ohne Willkür der Seele thätig sind. Hiernach besieht der menschliche Orga-nismus in einer Verbindung von Organen, die in einer sich unaufhörlich um-schlingenden und wiederholenden Kette von Thätigkeiten einander unter-und ne-bengeordnet, einander erregend und wieder beschränkend wirken, in denen man je-doch gewisse zusammengehörige Reihen und Ordnungen bemerkt, die man Systemenennt. Daher das Reproductionssystem, das System der Irritabilität,das System der Sensibilität (s. dd.). Die Verrichtung des reproduktiven Sy-stems ist, den Organismus in seiner Form und Bildung zu erhalten, die Entwicke-lung desselben nach den Perioden seines Lebensalters zu bewirken. In der großenNatur drückt sich das Leben in stetem Wechsel und in unaufhörlicher Veränderungder Masse aus, was nichts Andres ist als ein stetes Vereinigen und Trennen, oderder kurze LebenScirkel der verschiedenen nichtorganilchen Dinge, die alsdann wiederin den Stand der todten Masse zurückfallen. Hier wird dieser stete Gegensatz,dieser ununterbrochene Wechsel von Verbindung und Auflösung, von Erheben zumLeben und Zurückfallen zum Tode, durch das die Idee des Lebens auf höhererStufe durch rastlosi Thätigkeit offenbarende Opygen — die irdische Nachbildungdes himmlischen Äthers — vermittelt. Alles, was von der untersten Stufe dertodten Masse zur Hähern Lebensform der ersten Naturkärper steigen und einen be-