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Physische Geographie
und Hügeln und den anliegenden Thälern, und aus Nicderland, oder den amFuße des Berges sich ausbreitenden Ebenen. Auch der Meeresboden hat seineEbenen und Berge. Einzeln sich erhebende Berge sind selten, außer in vulkani-schen Gegenden und wo Trappgebirge vorherrschend sind. Gewöhnlich erhebensich die Gebirge in zusammenhängenden Massen, und bestehen entweder aus einerCentralkette mit Asten, die in rechten Winkeln auskaufen, oder aus verschiedenenparallel laufenden Ketten. Gewöhnlich haben Gebirgsketten im Verhältnisse zuihrer Breite eine große Länge. Man theilt sie hinsichtlich ihrer Ausdehnung mHaupt- und Nebengebirge, in Mittelgebirge , oder in binnenländische und Küsten-gebirge. Zn den Hauptgebirgen liegt der höchste Punkt gewöhnlich in der Mitte.Die Thäler entsprechen in Gestalt und Richtung den Gebirgen. Hauptthäler sinddiejenigen, welche Hauptgcbirge von einander trennen; Nebenthäler liegen zwi-schen Nebengebirgen. Hügel sind in ihrer Richtung und Gestalt weniger regel-mäßig als die Gebirge. Sie kommen häufiger in Gruppen als in Ketten vor, underscheinen oft als die letzten Anschwellungen einer gebirgigen Oberstäche. Überdie Nulka ne s. d. A.
Betrachten wir die Oberstäche des alten Festlandes, das Europa, Asien undAfrika umfaßt, so finden wir, daß die Abdachung desselben und der Lauf seinerFlüsse durch eine große Gebirozone blsiimnit wird, die es von einem Ende zumandern, ungefähr unter dem 40. Breitengrade, durchstreicht. Dieser Alpengürtelbeginnt an den Küsten des atlantischen Meeres zwischen dem 30. und 42. Gr. derBr., streicht von hier u. d. N. des Atlas, der Pyrenäen , der Alpen und desHämus nach Asien, und läuft unter den Benennungen Taurus, Kaukasus undElburz bis zum 10. Gr. d. L. Er theilt sich hier in 2 Äste, von welchen der eine,das Hiinalayagebirge (s. d.), sich südöstlich zieht, während der andre, derAltai und das Zamblumigebirge, nordöstlich läuft, bis er die Küste des stillenMeeres erreicht. Die von diesem großen Gürtel nach allen Richtungen auskau-fenden Äste werden an den Stellen, wo sie das Meer berühren, wahrscheinlichdurch unierseeische Kelten fortgeführt. Die Höhe dieser Alpenzone ist sehr ver-schieden. Zn Europa kann man die miniere Höhe von 4 — 0000, in Asien von5 —14,000 Fuß annehmen. Von den asiatischen Höhen sind nur wenige durchMessungen bestimmt, wiewol die höchsten Punkte die Linie des ewigen Schneeserreichen, bis sie in dem Gipfel des Himalaya , der nach Blake s Messung 25 —28,000 Fuß über dem Meere liegt, die größte Höhe des bekannten Erblandeüersteigen. Nördlich von der großen Gebirgzone erstreckt sich ein sehr einförmigesLand, das sich von den östlichen Küsten der Nordsee und des baltischen Meeres ineiner großen Ebene, die nur der Ural unterbricht, bis zur Nordküste des stillenMeeres zieht und den ganzen Raum zwischen d. 50. und 10. Breitengrade umfaßt.Südlich des Alpengürtels liegen große Sandwüsten, die sich zwischen dem 18. und31. nördl. Breitengrade, der Westküste Afrikas und dem Eingänge des persischenMeerbusens erstrecken, und ein Gebiet umfassen, das 2 Mal so groß als Europa und größtentheils keines Anbaues fähig ist. Südlich dieser Wüste ziehen sich dieFlußbecken des öliger, Senegal, Gambia und Nil, die gegen Mittag von einernicht sehr hohen Bergkette begrenzt sind, welche nur in Abyssinicn in die Regiondes ewige» Schnees aufsteigt. Von dem südlichen Theile 'Afrikas , der sich biszum Vorgebirge der guten Hoffnung erstreckt, kennt man wenig. Die neue Welt(s. Amerika ) bildet 2 große, durch eine Landenge verbundene Festlande. Dassüdliche ist ein Flächenraum von verhältnißmäßig geringer Höhe, der gegen Abendvon ter Andeskellc geschützt wird, welche in einem ihrer Gipfel eine Höhe von mehrals 21,000 Fuß erreicht« Don dieser Kette lausen 3 Seitenäste aus. Das Flach-land dieses Festlandes ist in 3 Ebenen getheilt, welche die Betten der Haupt-ströme, des Oronoko, Amazonenfluffes und des Plata, bilden. Zn Südamerika