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gibt es keine Wüsten, einen kleinen Landstrich an der Küste von Peru abgerechnet.Auch« das nördliche Festland hat eine große Gebirgsrette, die es von S. nach N.beinahe in seiner ganzen Ausdehnung durchstreicht, während sich gegen Morgenein offenes Land ausdehnt. Die Landenge, die beide Festlande verbindet, bestehtaus einer Verlängerung der Andeskette von mäßiger Höhe. Vergleicht man diegroßen Festlande der alten und neuen Welt, so hat diese den Vorzug, weil dasBinnenland beider Festlande Amerikas dem Meere näher liegt als tie innernTheile Afrikas und Asiens, und Amerika keine der Cultur unfähige Wüsten hat;aber der größte Vorzug der neuen Welt besteht in den Vortbeilen, welche ihreStröme der binnenländischen Schifffahrt darboten. — In allen Abtheilungendes Erdkörpers gibt es eine Menge größerer und kleinerer Lcwdmassen, die vonWasser umflogen sind, oder Inseln. Man theilt sie hinsichtlich ihrer Entstehungin solche, die durch Feuerausbrüche entstanden sind, oder vulkanische Inseln, derenmehre unter den Azoren , den liparischen Inseln und im griech. Archipelagus nochin neuern' Zeiten sich erhoben, solche, die nach und nach durch MecrcSanwurf ge-bildet oder vom festen Lande abgerissen wurden, z. B. Sieilien, Helgoland , Cey-lon, und endlich solche, die in ihrer Grundlage Gebäude von Korallenpolypen sind,deren es besonders im Südmeere viele gibt. Bon dem über der Wasserflächeerhabenen festen Theile der Erdkugel begreift Europa ungefähr ist, Afrika mitMadagascar ist, Asien mit den Inseln und Australien -st, Amerika mit den In-seln und Grönland ist.
Flüsse (s. Fluß) sind die Ableitungen, die dem Meere denjenigen Theildes auf die Eide fallenden Wassers zuführen, der nicht verdunstet. 'Duellen undBäche und die durch deren Vereinigung entstehenden Flüsse und Ströme fließenüber geneigte Ebenen, und der niedrigste Punkt des ganzen Flußgebietes ist an derStelle, wo der Fluß seine Mündung hat. Die Flußbetten sind, wie das Ansehenderselben verräth, das Werk der Strömung selbst, und ehe die Betten sich gebil-det hatten, müssen die meisten Flüsse aus einer Reihe von Seen bestanden haben,die durch Wasserfalle zusammenhingen. Wo Flüsse, die durch ein ebenes Landfließen, jährlichen Überschwemmungen ausgesetzt sind, werden ihre Ufer, sowiedie Seeküste bei ihrer Mündung, allmälig durch aufgeschwemmtes Land erhöht.Solche Anschwemmungen sind besonders auffallend bei dem Mississippi , dem Nil,dem Po und dem gelben Fluß in Sina. Mehre Flüsse sind periodischen, regel-mäßig wiederkehrenden Überschwemmungen ausgesetzt, wie der Nil, der Ganges ,der Euphrat, der Amazoneufluß, der Plata, der Dronoko, der Mississippi . Inder heißen Zone werden die Fluten durch die jährlichen Regengüsse hervorgebracht,und finden in den Sommermonaten statt. In den Flüssen, welche die nördlichenTheile der alten und neuen Welt bewässern, sind die Fluten, die fast überall vomSchmelzen des Schnees entstehen, heftig, aber vorübergehend, und finden voi»März bis Juni statt, je nach der größern oder geringern Entfernung der Quellenvom Polarkreise. — Seen (s. d.) oder Lautsten sind hauptsächlich theils solche,die sich in Vertiefungen zwischen hohen Ufern oder am Fuße der Berge bilden unddurch Quellen oder Ströme Zufluß erhalten, theils solche, die in ebenen Gegen-den durch das überflüssige Wasser der Ströme oder bei einer zu geringen Abhän-gigkeit des Bodens entstehen. Auf dem alten Festlande gibt es 2 große Seen-gebiete. Das eine folgt dem Zuge der großen Alpenzone und unifaßt die Seenin den Pyrenäen, Alpen, Apenninen, Kleinasien, Syrien, Persien , nebst demkaspischen Meere, dem Aral, Balkasch, Baikal und den Seen am Fuße des Altai -gebirges. Das andre zieht sich von den niedrigen Küsten Hollands längs dersüdöstl. Küste des baltischen Meeres und des bothnischen Meerbusens, von woeine kleinere Anzahl von Seen längs des Eismeeres bis zur Beringsstraße läuft.Das Gebiet südlich des Alpengürtels ist, mit Ausnahme des innern Afrika , ge-