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Phytologic Piano
den nach Süden und Neiden gerichteten Luftströme, die man als die urfprüngli-chcn Winde betrachten kann, erleiden verschiedene Veränderungen. Der von denPolargegenden kommende untere Strom, auf welchen die jenen Gegenden eignelangsame Achsenbewegung Einfluß hat, erhält in seinem Fortgange nicht die schnel-lere Bewegung der Erdtheile, worüber er geht, sondern muß, statt gerade derRichtung des Meridians zu folgen, nach Westen sich richten. Er verfolgt dieseSeikenbewegiing immer mehr, je näher er der heißen Zone kommt, und da diesüdliche und nördliche Richtung gehemmt wird, wenn die von der andern Halbku-gel kommenden Winde den Äquator erreiche», so bleibt allein die westliche Bewe-gung. Dies ist der sogen. Passatwind, der östlich vom Äguätor weht, nordöst-lich auf der Nordseite, südöstlich aus der Südseite. Der obere Gegenstrom, demdie schnelle Bewegung der Äquatorialgegend eigen ist, folgt auch nicht der Rich-tung des Meridians, sondern weicht immer nach Osten ab, und wenn er auf demWege zum Pol gehemmt wird, behält er blos die östliche Richtung. Die südli-chen Passilkwllide kommen regelmäßig aus Ost und Südost vom 10. Gr. S. Dr.bis zum Wendekreise; in dem Raume von jenem Breitengrade bis zum Äquatoraber wehen Nordwcstwinde wäkrend unsers Winters, vom Oct. bis April, undSüdwestwinde in den übrigen Monaten, wogegen überall auf der Nordseite desÄquators Sudwestwinde wäkrend des Sommers und Nordostwinde im Winterwehen. Die Ursache dieser sogen. Moussonwinde ist noch nicht befriedigenderklärt. Das Gebiet ,der beständigen Winde ist auf den Raum beschränkt, derauf beiden Seiten des Äquators vom 30. Breitengrade eingeschlossen wird. Außer-halb dieser Grenze sind in einem kleinen Raum Windstillen ziemlich allgemeinherrschend, worauf das bis zu den Polen reichende Gebiet der veränderlichenWinde anfängt. — In Hinsicht auf die Verhältnisse zwischen der Erdoberflächeund den sie bewohnenden organischen Wesen, müssen wir uns, was zuerst diePflanzenwelt betrifft, auf allgemeine Bemerkungen beschränken, und aufHum-bvldt's Schrift über die geographische Deriheilung der Gewächse, sowie aufSchouw'S „Grundzüge einer allgemeinen Pflanzengeographie" (Kopenhagen 1822,a. d. Dänischen vom Vers übers., Berlin 1823) nebst einem pflanzengcographi-schen Atlas (Berlin 1821) verweisen. Jeder Pflanze ist in der Regel ein Klimaangewiesen, das am beste» für sie paßt, und obgleich sie in andern Gegenden, wie-wol minder Vortheilhaft, angebaut werden kann, so gibt es doch gewisse Grenzen,jenseit welcher sie entweder gar nicht mehr gedeiht, oder durch andre für dasKlimabesser geeignete Pflanzen verdrängt wird. (Vgl. Palmen.) Innerhalb derWen-dekreise findet man die Pflanze» in der größten Anzahl, in den mannigfaltigstenGattungen und im üppigsten Wachsthum. Sie nehmen an Zahl, Mannigfaltig-keit und Größe ab, je weiter sie sich von den Wendekreisen entfernen, bis i» Grön-land, Spitzbergen und den Ebenen NoidrußlandS die Pflanzenwelt in Moose undverkrüppelte Gesträuche zusammenschrumpft. — Die Erdbewohner, deren An-zahl nur annähernd bestimmt werden kann, sind in dem Verhältnisse vertheilt,daß auf Europa etwa ^, auf Asien und Australien beinah die Hälfte, aus Afrika PZ, auf Amerika der Gesammkzahl zu rechnen ist. Wie sind in Farben, Wuchs,Gestalt und phvsiognomischem Ausdrucke vielfach verschieden, und werden nachdiesen ^tammcharakteren in 5 Classen getheilt. (S. Mensch.) (26)
Phvtologie, die Pflanzenkunde, Botanik, s. Botanik und Pflan-zen. — Phytonomie ist die Pflanzenanatomie.
Piano heißt in der Musik schwach, mit schwachem, und Pianissimo,mit noch schwächen» Tone. Demnach sollte bei dem Vortrage der Tonstücke, ins-besondere aber hei dem Vorkrage der Ripienstimmen, die Regel ohne Ausnahmebefolgt werden, daß jeder Spieler und Sänger das Piano von dem gewöhnlichenlurlv und pnaliidLiino gehörig unterscheide. In Tonstücken, in welchen keine
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